Liebe Gedankenbande,
ich frage jetzt einmal ganz direkt & starte damit gleich in die Materie ein: fĂĽr wen lebst du eigentlich?
Hast du dir diese Frage einmal gestellt? Und sie auch ehrlich beantwortet?
Ich frage nochmal: Lebst du wirklich fĂĽr dich?
Oder lebst du in Wahrheit noch fĂĽr deinen Partner oder deine Partnerin?
Oder fĂĽr deine Eltern? Willst du sie vielleicht immer noch glĂĽcklich und stolz machen?
Was ist mit der Gesellschaft? Lebst du insgeheim noch für sie, indem du versuchst irgendwie reinzupassen, Status zu erlangen und etwas “Richtiges” zu lernen?
Was ist der wahre Grund hinter deinen Entscheidungen?
Ich frage das so plakativ, weil mir gerade selbst erst bewusst wird, wie sehr ich die ganze Zeit fĂĽr andere gelebt habe.
Und dass der Preis dafür, der ist, dass ich mich mit fast 30 Jahren mit einer simplen Frage wie “Was will ICH eigentlich?” ziemlich schwer tue.
Ich frage mich das, weil ich mich selbst frage, fĂĽr wen ich eigentlich hier bin.
Ich frage mich das, weil der Schmerz nicht nach meiner inneren Stimme zu leben mittlerweile größer ist, als der, andere durch meine Entscheidung zu verletzen.
Und ich frage mich das, weil ich fest an eine Welt glaube - und mir auch wünsche - in der wir uns aus freien Stücken für etwas oder jemanden entscheiden, und nicht, weil wir glauben “wir müssten” oder “es gehört sich so”.
Ich bin gerade (noch) an einem Punkt in meinem Leben, in dem ich das lernen darf. Einem, in dem es mir (noch) leid tut, wenn ich Grenzen setzen muss.
Bin ich ein böser Mensch, wenn ich aus Selbstachtung Nein sage?
Und wenn nicht… wieso fühlt es sich dann so an?
Wieso fällt es mir so schwer, Menschen leiden zu sehen?
For real.
Mitleid hat mich wirklich schon zu wilden Stories bewegt. Viele davon ultra peinlich - im Nachhinein versteht sich. Denn in dem Moment, war ich natĂĽrlich felsenfest davon ĂĽberzeugt, dass es das Richtige ist. Ich habe das fast schon als Heldentat(en) (ja, leider muss ich hier in Mehrzahl sprechen) angesehen.
Heute fĂĽhlt es sich immer noch an, als wĂĽrde mein Herz zerreiĂźen. Aber ich weiĂź, ich darf es trotzdem tun.
Wieso trägt eine so wertvolle Eigenschaft wie Empathie so eine schwere Last?
Und wieso empfinden wir leichter Empathie fĂĽr andere, als fĂĽr uns selbst?
Ist das von der Natur so gewollt, um uns zusammen und verbunden zu halten?
Was soll der ScheiĂź?!
Ich will eigentlich keine Grenzen setzen.
Ich mag das nicht, weil ich dann das GefĂĽhl habe, mich der FĂĽlle des Lebens zu verschlieĂźen.
Aber manchmal muss ich es. Und dann tue ich es auch. Und weine dann meistens, weil ich mich schlecht fĂĽhle, eine Grenze gesetzt zu haben.
Und dieses GefĂĽhl, liebe Gedankenbande, darf ich & vielleicht auch du, lernen, auszuhalten.
Ich darf meinem Nervensystem - ja, der kleinen Stami - immer wieder sagen, dass alles in Ordnung ist und nicht gleich die ganze Weltordnung zusammenbricht und alle mich hassen, nur weil ich mal Nein gesagt habe.
Girl…
So wichtig bist du auch nicht.
Auch daran darf ich mich öfter erinnern.
Nicht, weil ich nicht besonders bin. Das bin ich. Das weiĂź ich. So wie du. Und alle anderen auch.
Aber manchmal sind bedeutende Dinge ziemlich unbedeutend.
Und manche aber unbedeutend bedeutend - wenn ihr versteht, was ich meine?
Unbedeutend bedeutend.
Lass das mal auf dich wirken.
Dieses Mal möchte ich dir nur eine einzige, aber sehr kraftvolle Frage mitgeben:
Was will ICH wirklich?
Erlaube dir wirklich ehrlich mit dir zu sein. Du verdienst es. đź’™
Ich bin meine größte Priorität in MEINEM Leben.
FĂĽr mich ist IMMER Platz.
Mein BedĂĽrfnis IST richtig.
Ich möchte dir noch etwas mitgeben:
DU setzt die Ursachen fĂĽr dein Leben.
Schreib es dir auf. Rede mit jemanden, den du vertraust darĂĽber. Lass es raus in die Welt. Und ich verspreche dir, es wird kommen.
Ganz viel SpaĂź dabei & frohe Ostern,
deine Stami vom Gedankenkunst Verlag đź’™