Bereit für den Herbst?
Es ist Ende August und du denkst, die Gartensaison ist vorbei? Von wegen! Auch jetzt kannst du noch aussäen und pflanzen, spätblühende Stauden pflanzen und überall im Garten Winterquartiere für Tiere schaffen. Wie du deinen Garten jetzt noch mal richtig in Schwung bringst und was jetzt noch ansteht, zeige ich dir in diesem Artikel!

Wir haben Ende August, die Tage werden kürzer, die Morgen und Abende kälter, und du spürst vielleicht schon eine leiiiiichte Melancholie, weil der Sommer sich dem Ende zuneigt. Aber halt! Jetzt ist genau die richtige Zeit, deinen Garten noch einmal so richtig in Schwung zu bringen. Denn was du jetzt säst und pflanzt, gönnt dir nicht nur eine reiche Herbst- und Winterernte, sondern macht deinen Garten auch zum Refugium für alle möglichen Gartenbewohner:innen. Der Spätsommer ist wie ein zweiter Frühling, nur besser: Der Boden ist warm und viele Pflanzen gedeihen jetzt sogar lieber als im Frühjahr. Schauen wir mal, was noch so geht.
Gemüse für kühle Zeiten: Was jetzt noch richtig durchstartet
Die Aussaatzeit muss nicht vorbei sein, wenn du nicht willst. Gerade jetzt kannst du noch einmal richtig loslegen. Der warme Boden und die kühleren Nächte sind perfekt für viele Kulturen, die in der Sommerhitze nur schlapp machen würden. Tatsächlich ist der Spätsommer für viele Gemüsearten die bessere Aussaatzeit als das Frühjahr. Besonders gut klappt das in Gewächshäusern, Folientunneln oder unter Vlies, aber auch im Freiland kannst du einiges reißen.
Folgende Saaten kannst du jetzt in den Boden bringen:
Feldsalat ist der absolute Held des Winters, der lacht über Frost und versorgt dich bis ins Frühjahr mit frischem Grün. Säe ihn am besten in Reihen mit 10 cm Abstand, dann kannst du später besser ernten und das Unkraut in Schach halten.
Winterportulak (kennst du vielleicht als Postelein) keimt jetzt noch super und beschert dir im Frühjahr direkt eine erste Ernte. Die fleischigen Blätter sind vollgepackt mit Vitamin C und Omega-3-Fettsäuren. Und ich finde ihn halt total lecker!
Spinat für die Herbsternte muss jetzt auch in den Boden. Säe ihn nicht zu dicht, sonst bekommst du Mehltau. Und wenn du alle zwei Wochen eine neue Reihe säst, hast du bis in den Winter hinein frischen Spinat, und wenn du ihn über den Winter säst, kannst du ihn im Frühjahr ernten.
Radieschen sind die Sprinter unter den Gemüsen, die liegen in vier Wochen schon knackig und scharf auf deinem Teller. Die kannst du auch immer 14 Tage versetzt säen, sodass du durchgehend ernten kannst.
Auch Asiasalate kannst du aussäen: Im Freiland geht das gut von März bis September, im Gewächshaus oder Folientunnel klappt das das ganze Jahr, bei extra Wintersaaten auch im Freiland, sodass du immer frisches Gemüse hast.
Wenn du Jungpflanzen hast oder noch kaufst:
Grünkohl, Palmkohl und Co. wollen jetzt ins Beet, bei mir landen die in den Freilandbeeten. Diese Sorten werden durch den ersten Frost richtig lecker und mild, weil die Stärke in Zucker umgewandelt wird. Grünkohl 'Westländer Winter' ist besonders frosthart, während 'Nero di Toscana' (Palmkohl) mit seinen dunklen, blasigen Blättern auch optisch was hermacht. Der hat dieses Frühjahr auch so schön geblüht! Ich hab meine Palmkohlpflanzen schon Anfang August gesetzt, so sehen die jetzt aus:

Und hier in der Mitte siehst du meinen Grünkohl zwischen dem Kohlrabi:

Rosenkohl braucht zwar lange, aber wenn du jetzt noch Jungpflanzen bekommst, kannst du im späten Winter ernten. Der Trick: Die Spitze im September kappen, wenn die Pflanze schon groß ist, dann werden die Röschen größer.
Endivien und Zuckerhutsalat vertragen auch noch eine späte Pflanzung. Endivien solltest du etwa zwei Wochen vor der Ernte zusammenbinden, dann bleichen die inneren Blätter und verlieren ihre Bitterstoffe. Zuckerhut ist der Wintersalat schlechthin: Er verträgt Frost bis minus 7 Grad und wird dann im Lager sogar noch ein bisschen milder im Geschmack. Nach acht bis zwöhl Wochen ist der erntereif. Rucola mag es auch im Gewächshaus, der macht auch noch im Herbst und Winter eine gute Figur.
Und wenn du in einer milderen Gegend wohnst oder ein geschütztes Plätzchen hast: Wintersteckzwiebeln können Ende September bis Anfang Oktober in die Erde und erfreuen dich dann im Frühjahr mit einer superfrühen Ernte.
Und auch Knoblauch will jetzt im September in die Erde! Die einzelnen Zehen etwa 5 cm tief stecken, mit der Spitze nach oben. Im nächsten Juli hast du dann eigenen Knoblauch, wenn du immer mal kräftig nachdüngst (genau wie Kohl ist Knoblauch Starkzehrer).
Ein Folientunnel oder auch nur ein Vlies kann die Kulturdauer wie gesagt um Wochen verlängern. Die Temperatur darunter ist nachts ein paar Grad höher, und die Pflanzen sind vor Wind und Starkregen geschützt. So kannst du sogar noch Salate wie Lollo Rosso oder Eichblattsalat kultivieren, die eigentlich keine große Kälte mögen. Hängt natürlich davon ab, wie mild dein Standort ist, aber experimentier ruhig mal ein bisschen um zu testen, was bei dir gut klappt!

Blütenbuffet für Herbstgäste: Diese Blumen helfen Insekten durch schwere Zeiten
Während viele Sommerblumen langsam müde werden und die Segel streichen, kannst du jetzt noch einmal richtig was für Bienen, Hummeln und Schmetterlinge tun. Gerade die Königinnen brauchen jetzt noch mal nen Snack, um sich für den Herbst zu stärken. Und glaub mir, ein Garten voller Herbstblüher ist nicht nur ökologisch wertvoll, sondern auch eine Augenweide, wenn alles andere schon verblüht ist.
Blühende Gründüngung
Senf und Ölrettich schaffen es jetzt häufig noch zur Blüte und verbessern nebenbei deinen Boden. Als Gründüngung gesät, frieren sie im Winter ab und du kannst sie im Frühjahr einfach in den Boden einarbeiten. Gelbsenf blüht schon nach vier Wochen, Ölrettich braucht etwas länger, lockert aber mit seinen tiefen Wurzeln verdichtete Böden. Buchweizen ist auch super: Er keimt auch bei niedrigen Temperaturen, blüht schnell und ist eine super Bienenweide. Die Samen kannst du sogar ernten und zu Mehl verarbeiten. Oder du lässt sie für die Vögel stehen.
Was jetzt noch geht
Auch Kornblumen für den Herbstflor kannst du jetzt noch säen, besonders die späten Sorten. Sie blühen zwar erst im nächsten Jahr richtig üppig, aber einige schaffen es noch dieses Jahr. Und Ringelblumen! Die säen sich oft selbst aus und blühen bis zum ersten richtigen Frost.

Blumenzwiebeln für nächstes Jahr
Okay, die blühen jetzt nicht mehr, aber wenn du sie im September pflanzt, sind sie die ersten Futterquellen für Insekten im kommenden Frühjahr. Krokusse sind die absoluten Frühstarter. Viele Arten verwildern wunderbar und bilden mit den Jahren ganze Teppiche. Pflanze sie zu Hunderten, nicht zu Dutzenden! Schneeglöckchen und Winterlinge blühen noch früher und sind oft die einzige Nahrungsquelle für die ersten Hummelköniginnen, Narzissen, Wildtulpen und Hyazinthen sind auch gern gesehen. Bei mir fahren die Hummeln komplett auf die Traubenhyazinthe ab, die blüht etwas später, verwildert auch und kann ganze Teppiche bilden. Die ist richtig toll für die ersten Insekten, kann die gar nicht genug empfehlen! Hier schnabuliert ein Kohlweißling an ihnen:

Stauden pflanzen
Der Spätsommer ist die perfekte Pflanzzeit für winterharte Stauden, sodass du im nächsten Jahr die Spätblüher ready hast. Hier kommen ein paar meiner spätblühenden Favoriten, die auch nach dem blütenreichen Frühling eine gute Figur machen:
Astern & Co.: Berg-Aster (Aster amellus), Goldhaar-Aster (Aster linosyris), Grönlandmargerite (Arcticum margaritiflorum)
Disteln: z.B. Acker-Kratzdistel (Cirsium arvense), Golddistel (Carlina vulgaris), Silberdistel (Carlina acaulis)
Flockenblumen; Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea), Schwarze Flockenblume (Centaurea nigra), Rispen-Flockenblume (Centaurea stoebe)
Färber-Scharte (Serratula tinctoria)
Skabiosen: Tauben-Skabiose (Scabiosa columbaria), Glanz-Skabiose (Scabiosa lucida), Gelbe Skabiose (Scabiosa ochroleuca), Duft-Skabiose (Scabiosa canescens)
Wald-Witwenblume (Knautia dipsacifolia)
Glockenblumenm, z.B. Acker-Glockenblume (Campanula rapunculoides), Rundblättrige Glockenblume (Campanula rotundifolia), Rapunzel-Glockenblume (Campanula rapunculus)
Glocken-heiden (Erica tetralix)
Salbei, z.B. Steppensalbei (Salvia nemorosa), Klebriger Salbei (Salvia glutinosa), Österreichischer Salbei (Salvia austriaca)
Edel-Gamander (Teucrium chamaedrys) und Berg-Gamander (Teucrium montanum)
Nesseln wie die Gefleckte Taubnessel (Lamium maculatum) oder die heimische (!) Gewöhnliche Goldnessel (Lamium galeobdolon)
Zieste: Heil-Ziest (Stachys officinalis) und Wald-Ziest (Stachys sylvatica), Aufrechter Ziest (Stachys recta), Sumpf-Ziest (Stachys palustris)
Sand-Thymian (Thymus serpyllum)
Wasser-Minze (Mentha aquatica)
Gewöhnlicher Oregano (Origanum vulgare)
Echter Pastinak (Pastinaca sativa)
Große Pimpinelle (Pimpinella major) und Kleine Pimpinelle (Pimpinella saxifraga)
Sichel-Hasenohr (Bupleurum falcatum)
Berg-Heilwurz (Seseli libanotis)
Scharfer Hahnenfuß (Ranunculus acris)
Herbst-Löwenzahn (Leontodon autumnalis)
Kompass-Lattich (Lactuca serriola)
Raue Gänsedistel (Sonchus asper)
Kohl-Gänsedistel (Sonchus oleraceus)
Efeu (Hedera helix) oder den Strauch-Efeu (Hedera helix ’Arborescens’), wenn du schnelle Blüten willst
Gelber Blasenstrauch (Colutea arborescens)
Kraut-Weide (Salix herbacea)
Echte Arnika (Arnica montana)
Blutweiderich (Lythrum salicaria)
Gewöhnliche Goldrute (Solidago virgaurea)
Gewöhnlicher Beifuß (Artemisia vulgaris)
Teufelsabbiss (Succisa pratensis)
Sumpf-Vergissmeinnicht (Myosotis palustris)
Fetthenne (Hylotelephium telephium)
Klee: Wiesen-Klee (Trifolium pratense), Weißklee (Trifolium repens), Hasenklee (Trifolium arvense), Hopfenklee (Medicago lupulina) und Sichelklee (Medicago falcata)
Bunte Kronwicke (Securigera varia)
Grönlandmargerite (Arcticum margaritiflorum)
Winterquartiere schaffen: So hilfst du den Tieren
Jetzt ist die Zeit, deinen Garten winterfest zu machen, aber bitte nicht zu ordentlich! Denn was für uns "unaufgeräumt" aussieht, ist für viele Tiere überlebenswichtig. Ein aufgeräumter Garten ist wie eine Wüste für die Tierwelt. Jeder Laubhaufen, jeder Stängel, jedes Ästchen kann ein Lebensraum sein, und jetzt sind beispielsweise die Igel auf der Suche nach Futter für den Winterspeck, und letztlich dann auch nach Möglichkeiten zur Überwinterung. Letzte Nacht hatte sich dieser kleine Kerl auf die Straße verirrt, und nachdem ich ihn untersucht und für gesund befunden habe, habe ich ihn mit meiner Regenjacke (danach unbedingt nicht wieder anziehen, sondern waschen) weg von der Straße ins 50m entfernte Gehölz gebracht:

Also hier kommen deine Steps zum sicheren Hafen für alles was krabbelt, tippelt oder fliegt:
Lass das Herbstlaub ruhig in einer Ecke liegen oder häufe es bewusst auf. Aber nicht irgendwie! Ein guter Laubhaufen für Igel sollte mindestens einen Meter Durchmesser haben und etwa 50 cm hoch sein. Am besten an einem ruhigen, schattigen Platz, gern unter Sträuchern. Du kannst auch ein paar Äste drunterlegen, dann wird er eher höhlenartig. So haben wir das bei uns im Garten gemacht, und auch Kröten, Molche und unzählige Insekten finden hier Unterschlupf. Marienkäfer überwintern ebenfalls zu Hunderten in Laubhaufen. Ohrwürmer, die wichtige Blattlausvertilger sind, verstecken sich zwischen den Blättern. Und die Larven vieler Käfer entwickeln sich im verrottenden Laub. Du kannst auch spezielle Winterquartiere für Insekten bauen: Ein Blumentopf mit Holzwolle, kopfüber aufgehängt, ist ein Winterquartier für Ohrwürmer. Eine Kiste mit Heu oder Stroh, mit einem kleinen Eingangsloch, kann Unterschlupf für verschiedene Kleintiere bieten.
Wenn du magst, kannst du das Laub auch als Mulchschicht auf deine Beete verteilen. Zehn Zentimeter sind optimal: Das schützt den Boden vor Frost, füttert die Bodenlebewesen und bietet Überwinterungsplätze für kleine Krabbler. Aber Achtung: Nicht alle Stauden mögen eine dicke Laubschicht. Polsterstauden und mediterrane Pflanzen faulen darunter. Hier nur dünn mulchen oder den Kram gleich ganz weglassen.
Und jaaaaa, ich weiß, es juckt in den Fingern, alles Verblühte abzuschneiden. Aber halt! In hohlen und markgefüllten Stängeln überwintern Wildbienen und andere Insekten. Besonders wichtig sind die Stängel von Brombeeren, Himbeeren, Holunder, Königskerzen und Disteln. Aber auch in den Stängeln von Sonnenblumen, Topinambur und Staudensonnenblumen überwintern Insekten. Lass auch Stauden wie Sonnenhut, Fetthenne, Schafgarbe und Gräser bis zum Frühjahr stehen. Die Samenstände sind Futter für Vögel. Distelfinken lieben Karden und Disteln, Grünfinken mögen Sonnenhut, und die kleinen Meisen turnen akrobatisch an den Gräsern herum, um die Samen zu ernten. Und es sieht auch noch schön aus! Mit Raureif überzogene Samenstände sind ein zauberhafter Anblick an Wintermorgen. Die Strukturen geben dem Garten auch im Winter Gestalt, sodass alles nicht ganz so elend und öde aussieht.

Jetzt ist auch die perfekte Zeit, um Nistkästen zu warten oder neue aufzuhängen. Viele Vögel nutzen Nistkästen im Winter als Schlafplatz. Meisen, Spatzen und sogar Zaunkönige kuscheln sich in kalten Nächten in Nistkästen, Gartenschläfer und Co. überwintern darin. Heißt: Nisthilfen sind nicht nur während der Brut wichtig, sondern das ganze Jahr! Richte auch gleich ein paar Futterstellen für die Vögel ein, solltest du das noch nicht gemacht haben. Ich füttere das ganze Jahr, aber man sollte zumindest den Winter unbedingt abdecken.
Übrigens: Auch im Herbst und Winter brauchen Tiere Wasser. Eine flache Schale mit Ausstiegshilfe (ein Stein oder Ast) reicht schon. Noch besser ist ein kleiner Teich oder eine Sumpfzone. Molche und Frösche überwintern oft im Schlamm am Teichgrund. Libellen legen ihre Eier ans Wasser, und die Larven entwickeln sich über Jahre im Teich. Denk dran, Wasserstellen bei Frost regelmäßig aufzutauen.
Noch ein paar Kleinigkeiten
Es gibt noch so viele kleine Arbeiten, die jetzt im Herbst den Unterschied machen zwischen einem Garten, der gut durch den Winter kommt, und einem, der im Frühjahr viel Arbeit macht. Hier sind ein paar davon:
Mulchen und Gründüngung: Beete, in denen ich keine Winterkulturen habe, dienen mir in Herbst und Winter als “Kompost”. Ja, ich schmeiße meine Gemüsereste, Laub etc. einfach auf das Beet drauf, fertig. Im Frühjahr ist das alles umgesetzt und das Beet super nährstoffreich! Ich mache das beispielsweise gern beim Knoblauchbeet. Nachdem ich die Zehen gesetzt habe, schmeiß ich alles mögliche drauf. Da Knoblauch ein Starkzehrer ist, freut er sich:

Gehölze pflanzen: Der Herbst ist die beste Pflanzzeit für Gehölze! Der Boden ist noch warm, es regnet mehr, und die Pflanzen haben Zeit, Wurzeln zu bilden, bevor im Frühjahr das Wachstum losgeht. Wurzelnackte Gehölze sind jetzt günstig zu haben. Obstbäume, Rosen, Hecken, alles kann jetzt gepflanzt werden. Das Pflanzloch großzügig ausheben, Kompost einmischen, gut wässern, und nicht die Pfähle vergessen bei Bäumen! In diesem Artikel hatte ich ja ein paar Inspirationen für dich, was Wildobst angeht:
Stauden teilen: Viele Stauden können jetzt geteilt werden. Das verjüngt sie und du bekommst neue Pflanzen! Frühjahrsblüher jetzt teilen, bei Herbstblühern ist es genau andersherum, die teilst du erst im Frühjahr. So geht’s: Mit dem Spaten rings um die Pflanze stechen, rausheben, mit Spaten oder Messer einfach beherzt zerteilen. Jedes Stück sollte Wurzeln und Triebe haben. Dann gleich wieder einpflanzen und gut wässern.
Kübelpflanzen einräumen: Mediterrane Pflanzen müssen vor dem ersten Frost rein, also beobachte das Wetter in den nächsten Wochen gut. Oleander, Zitrus, Olive möchten hell und kühl überwintern (5-10°C), oder du lässt sie mit Winterschutz draußen (achte auf einen windgeschützten Standort). Mein Pfirsisch und die Olive überwintern bei mir im Dachgarten unter Vlies.
Dahlien, Canna, Gladiolen: Vor dem ersten Frost solltest du die Knollen ausgraben, wenn du nächstes Jahr noch was von haben willst. Lass sie abtrocknen und lagere sie dunkel und frostfrei, am besten in Sand oder in Zeitungspapier eingeschlagen.

Ein Garten im Herbst kann genauso viel Freude machen wie im Sommer, er sieht halt nur eben anders aus. Die tiefgoldenen Sonnenstrahlen, die durch Gräser und Samenstände scheinen, der morgendliche Raureif auf Spinnweben, die Vögel, die sich an den prallen Beeren gütlich tun, die letzten Schmetterlinge auf den Astern – oh Mann, ich lieb’s! Es ist auch schön, im Herbst und Winter weniger Arbeit im Garten und eine kleine Pause zu haben, auch, wenn es mich dann immer schnell wieder in den Fingern juckt. Aber es ist ja noch lange nicht Winter, bis dahin gibt es also noch viel zu tun und zu genießen.
Und vergiss nicht: Ein "unordentlicher" Garten ist ein lebendiger Garten! Die perfekt aufgeräumte Rasenfläche mag fürs Auge schön sein, aber für die Tierwelt ist sie eine grüne Wüste. Also lehn dich zurück, genieß die letzten warmen Tage mit einer Tasse Tee im Garten, und freu dich darüber, dass dein Garten auch im Herbst und Winter voller Leben steckt. Der Herbst kann kommen, dein Garten ist bereit!
Bis zum nächsten Mal,
Jasmin
Tipps & Termine
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