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friedVOLL

Ich weiß nicht wie es dir gerade so geht mit dem was in der Welt oder um dich herum passiert.

So viele Kämpfe und alles, wonach ich mich sehne, ist Frieden. Ich geb’s zu: ich bin sehr harmoniebedürftig. So sehr, dass ich mich manchmal am liebsten verkrümeln würde und wichtige Aufgaben aufschiebe.

Ich habe es zwar gelernt für andere zu kämpfen, aber nicht für mich. Kennt ihr das, wenn Grenzen ziehen als Egoismus gelabelt wird? So habe ich mehr und mehr gelernt, selbst zurückzustecken und versucht, die Erwartungen anderer zu erfüllen und jeden möglichst glücklich zu machen. Auch bekannt als People Pleasing. Und darin wurde ich richtig gut. Es wurde meine Überlebensstrategie. Aber guess what: auf Dauer ging das gar nicht gut. Doch wirklich erkannt habe ich das erst, als ich komplett im Burnout war und gar nichts mehr ging. Alles, was übrig war, war essen und schlafen. Ich konnte nur noch sein. Und es war nicht leicht, aber heilsam zu sehen, dass das genug war. Dass ich wie ich bin okay bin. Auch mit dem, dass ich nicht immer okay bin.

In einer idealen Welt, wo jeder es gut mit dem anderen meint, könnte das vielleicht klappen mit dem People Pleasing. Wenn die eigenen Bedürfnisse allein dadurch befriedigt werden, dass sich andere auch um dich kümmern.

Aber ich denke, dass wir selbst dann nicht unser volles Potential entfalten könnten. Alle würden sich nämlich nur so weit entwickeln, wie sie anderen gefallen und müssten sich dabei höchstwahrscheinlich verstellen. Wirklich ideal wäre so eine Welt also auch nicht.

Die Realität in unserer Welt jedoch ist, dass vor allem diejenigen, die selbst bereits Macht haben und laut sind, anderen versuchen zu erklären, dass sie angepasst und leiser sein sollen. Leider gibt es viele Menschen, die deine Gutherzigkeit ausnutzen werden, wenn du nicht lernst für dich zu kämpfen und Grenzen zu setzen.

So sehr ich mir Frieden wünschen würde, geschieht der nicht durch meinen Rückzug oder dadurch, dass ich leiser bin.