23. Januar 2026
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Guten Tag,
dieses Wochenende markiert für unsere Landeshauptstadt einen wichtigen Meilenstein in Sachen Mitbestimmung. Während die letzten Vorbereitungen für den großen Abstimmungssonntag laufen, richten sich viele Blicke bereits auf den Februar, der spürbare Veränderungen für alle Nutzer von Bus und Bahn mit sich bringt.
Die Schwerinerinnen und Schweriner hatten in den letzten Wochen das Wort. Am kommenden Sonntag endet die Frist für den Bürgerentscheid zum Spielplatz in der Kieler Straße (Opens in a new window) um 18.00 Uhr. Die Auszählung der abgegebenen Stimmen wird dann öffentlich im Stadthaus erfolgen. Über die Auszählungsräume wird am Abstimmungstag ein entsprechender Aushang im Foyer des Stadthauses informieren.
Es ist das erste Mal, dass wir in Schwerin auf diesem Weg direkt über ein städtisches Bauvorhaben bestimmen. Da die Stadtvertretung eine reine Briefabstimmung beschlossen hat, bleiben die Wahllokale am Sonntag geschlossen.
Wer seine Stimme noch einbringen möchte, sollte den heutigen Freitag nutzen: Die Abstimmungsbriefe können allerdings noch bis zum Sonntag direkt in den Briefkasten des Stadthauses eingeworfen werden. Das Ergebnis hat das gleiche Gewicht wie eine Entscheidung der Stadtpolitik und wird zeigen, wie Schwerin den Spagat zwischen Wohnraumentwicklung und dem Erhalt von Grünflächen gewichtet.
Kaum ist die Wahl gelaufen, steht der nächste Umbruch an. Zum 1. Februar 2026 erhöht der Nahverkehr Schwerin (NVS) (Opens in a new window) seine Fahrpreise. Hintergrund, so begründet es das städtische Unternehmen, sind die massiv gestiegenen Betriebskosten, denen der NVS mit einer „schlankeren“ Preisstruktur begegnet.
Das Wichtigste für Fahrgäste im Überblick:
Preisanpassung: Die Einzelfahrt im Stadtnetz kostet künftig 2,70 € (bisher 2,50 €). Im Gesamtnetz steigt der Preis von bisher 3,70 € auf 4,00 €.
Digitaler Vorteil: Wer sein Ticket über die NVS-App oder das System „IDA“ bucht, spart weiterhin 10 Prozent gegenüber dem Barkauf.
Neues Gruppenticket: Die alte Familientageskarte wird durch eine flexiblere 24-Stunden-Gruppenkarte für bis zu fünf Personen ersetzt.
Umtauschfrist: Alte, noch nicht entwertete Fahrscheine können bis zum 30. April 2026 im Kundencenter am Marienplatz gegen Wertausgleich umgetauscht werden.
Besonders erfreulich für Familien: Die Monatskarte „Schüler Freizeit“ bleibt stabil bei 10,00 €.
Dennoch wird die Straffung des Sortiments in der Stadt intensiv diskutiert, vor allem dort, wo bewährte Ticketarten wegfallen. Es bleibt eine Zeit der Weichenstellungen: erst an der Wahlurne, dann am Fahrkartenautomaten.
Heute im KURS-Brief:
Was wird aus Kurhaus und Strandhotel in Zippendorf?
Deutlicher Geburtenrückgang in Schwerin
Grüne im Land stellen neue Liste auf
Löwin im Zoo bekommt Drillinge
Nach Hackerangriff auf Polizei lassen Handys auf sich warten
🟠THEMA DER WOCHE
Was wird aus Kurhaus und Strandhotel in Zippendorf?
Am Zippendorfer Strand entscheidet sich in diesen Monaten die Zukunft zweier Gebäude, die wie kaum andere für den wechselvollen Umgang Schwerins mit seinem baulichen Erbe stehen: das Kurhaus und das ehemalige Strandhotel. Während für das Kurhaus nach jahrzehntelangem Verfall nun der konkrete Startschuss für die Sanierung in Sicht ist, bleibt das Strandhotel ein Sorgenkind. Und das trotz Denkmalschutz, politischer Bekenntnisse zum Erhalt und immer neuer Gutachten.
Kurhaus: Sanierung nach über 30 Jahren Stillstand
„Spätestens im Frühjahr beginnen wir mit den Bauarbeiten“, sagte der Schweriner Architekt Markus Gericke vor einigen Tagen gegenüber dem “Nordkurier” (Opens in a new window). Im zweiten Quartal dieses Jahres soll die Sanierung des Kurhauses in Schwerin-Zippendorf starten. Eigentlich hätte es schon 2025 losgehen sollen, doch die Baupreisentwicklung sorgte für Verzögerungen. Nun aber liegen alle Baugenehmigungen vor, vorbereitende Maßnahmen sind erfolgt, Strom und Wasser sind auf dem Grundstück vorhanden.

Rund 20 Millionen Euro sollen in das Projekt fließen, das unter dem Namen Hannah-Luisen-Park firmiert. Herzstück ist das 1910 errichtete, denkmalgeschützte Kurhaus, das seit der Wende leer steht und zunehmend verfiel: eingeschlagene Fenster, Graffiti, notdürftig gesicherte Dachflächen. Einst zog das Haus Gäste aus ganz Deutschland an. In den 1920er-Jahren waren sogar Schriftsteller wie Kurt Tucholsky Gast im Kurhotel.
Nun soll das Gebäude „denkmalgerecht kernsaniert“ werden. Geplant sind 23 Mietwohnungen. Decken oberhalb des Erdgeschosses werden erneuert, Dach, Fassade und Fenster instand gesetzt, die Haustechnik komplett neu eingebaut. Drei Aufzüge sind vorgesehen. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der historischen Eingangshalle mit ihrer Treppe, die wiederhergestellt werden soll.
Parallel dazu entstehen auf dem Gelände drei neue Parkvillen mit insgesamt 56 Wohnungen sowie eine Tiefgarage. Die Neubauten erhalten vier Vollgeschosse und ein Staffelgeschoss, die Wohnungsgrößen liegen, wie im Kurhaus, zwischen etwa 50 und gut 100 Quadratmetern.
Die Stadt hatte dem Bebauungsplan (Opens in a new window) bereits 2024 zugestimmt. Für die Verwaltung ist das Projekt ein positives Signal: Ein lange vernachlässigtes Denkmal bekommt eine neue Nutzung, und der Stadtteil Zippendorf ein architektonisches Ausrufezeichen direkt am See.
Denkmalschutz bestätigt: Stadt bescheinigt Objekten keine Einsturzgefahr
Auch rechtlich ist das Kurhaus auf einem sicheren Weg. Es steht seit 1994 in der Denkmalliste des Landes. Eine Baugenehmigung mit konkreten Auflagen zur denkmalgerechten Instandsetzung wurde im Juli 2025 erteilt, im November folgte eine Bauanlaufberatung mit den Denkmalbehörden. Die Stadt sieht aktuell keinen Anlass für Zwangsmaßnahmen, weil der Eigentümer die Genehmigung umsetzen will. Das geht aus der Antwort der Stadt (Opens in a new window) auf eine Anfrage des fraktionslosen Stadtvertreters Stephan Martini hervor.
Zugleich betont die Stadt, dass weder beim Kurhaus noch beim benachbarten Strandhotel eine akute Einsturzgefahr festgestellt wurde. Entsprechende Anträge auf Aufhebung des Denkmalschutzes oder auf Abriss liegen nicht vor. Szenarien wie bei der eingestürzten Schauburg seien derzeit nicht absehbar.
Strandhotel: Denkmal, Problemfall, Dauerbaustelle ohne Bau
Ganz anders ist die Lage beim ehemaligen Strandhotel nur wenige Meter weiter entfernt. Auch dieses Gebäude stammt aus dem Jahr 1910, auch es steht seit 1994 unter Denkmalschutz, und auch es verfällt seit über 20 Jahren. Zerbrochene Scheiben, bröckelnder Putz, Bauzäune und immer wieder unbefugte Eindringlinge prägen das Bild an der Promenade.
Mehrfach gab es große Pläne: Zuletzt stellte die WBG-Projektentwicklung GmbH aus Stade 2023 ein “Strandresort Zippendorf“ (Opens in a new window) mit geplanten 450 Ferienwohnungen in Aussicht. Das Strandhotel sollte dabei integriert werden. Doch politische Mehrheiten blieben aus, Umweltbedenken und Widerstand im Stadtteil bremsten das Vorhaben. Übrig blieb Stillstand.

„Wir sind immer noch dabei“, sagte WBG-Geschäftsführer Frank Dieckmann gerade erst auf Anfrage des “Nordkuriers” (Opens in a new window). Einen Zeitplan bis wann das Ressort entwickelt sein könnte, nennt er allerdings nicht.
Nun liegt der Stadt ein umfangreiches Gutachten vor, rund 800 Seiten stark. Es soll klären, ob der Erhalt des Strandhotels wirtschaftlich zumutbar ist. Baudezernent Bernd Nottebaum (CDU) bestätigt den Eingang des Gutachtens, macht aber zugleich die Haltung der Stadt deutlich: Das Strandhotel soll saniert und erhalten werden. Ein Abriss oder ein historisierender Neubau seien aus Sicht der Kommune nicht akzeptabel.
Auch die Denkmalbehörden sehen derzeit keinen Grund, den Schutzstatus aufzuheben. Bei einer gemeinsamen Begehung mit Landesdenkmalpflege, Stadt und Eigentümer wurde 2023 bestätigt, dass die Voraussetzungen für den Denkmalschutz weiterhin vorliegen. Hinweise auf eine akute Standsicherheitsgefährdung gebe es nicht.
Erhaltungsdruck bleibt – Geduld auch
Gleichzeitig wächst der Druck. Die Stadt hat dem Eigentümer in den vergangenen Jahren mehrfach Sicherungsmaßnahmen aufgegeben, zuletzt im November 2024. Aktuell läuft ein weiteres Verfahren, das sowohl die Gebäudehülle als auch den Innenbereich betrifft. Ziel: weiteren Substanzverlust verhindern.
Im Stadtteil ist die Ungeduld groß. Anwohner und Gewerbetreibende sprechen seit Jahren von einem „Schandfleck“. Immer wieder wird die Frage gestellt, warum sich beim Strandhotel nichts bewegt, während beim Kurhaus nun endlich gebaut wird.
Zwei Häuser, zwei Wege
So zeigt sich am Zippendorfer Strand ein Kontrast, der größer kaum sein könnte: Das Kurhaus steht kurz vor der Wiedergeburt – mit genehmigtem Konzept, festem Zeitplan und klarer Nutzungsperspektive. Das Strandhotel dagegen bleibt ein offenes Kapitel, gefangen zwischen Denkmalschutz, wirtschaftlichen Interessen und politischen Erwartungen.
Ob das neue Gutachten Bewegung bringt oder nur eine weitere Runde im jahrelangen Stillstand einläutet, ist offen. Klar ist nur: Während am Kurhaus bald Baugerüste stehen sollen, bleibt beim Strandhotel vorerst alles beim Alten. Die Schwerinerinnen und Schweriner die weiter auf eine Lösung warten, werden sich also weiter gedulden müssen.
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🟠KURZ & KLEIN
+++Der Bürgerentscheid zum Spielplatz an der Kieler Straße in Schwerin stößt auf überraschend hohe Beteiligung (Opens in a new window): Rund 32 Prozent der Wahlberechtigten haben bereits abgestimmt, das Quorum rückt näher. Parallel positionieren sich auch Kinder und Jugendliche klar – bei einer Befragung sprachen sich 93 Prozent für den Erhalt des Spielplatzes aus. Die Abstimmung endet am Sonntag, ein Ergebnis wird am Abend erwartet.
+++ Die geplante Friedensklausel im Hochschulgesetz von Mecklenburg-Vorpommern sorgt für politischen Streit: Die CDU warnt vor möglichen Einschränkungen der Rüstungsforschung an Hochschulen (Opens in a new window). Das Wissenschaftsministerium widerspricht und betont, dass militärische Forschung zur Verteidigung ausdrücklich nicht ausgeschlossen sei. Neben der Klausel sieht die Reform auch ein Promotionsrecht für Fachhochschulen und mehr studentische Mitwirkung vor.
+++ Die Jahresbilanz 2025 des Standesamts in Schwerin zeigt einen deutlichen Geburtenrückgang so das Standesamt Schwerin (Opens in a new window): Mit 996 Neugeborenen wurden rund zwölf Prozent weniger Kinder geboren als im Vorjahr, während die Zahl der Sterbefälle mit 2.309 hoch blieb. Stabil entwickelten sich hingegen die Eheschließungen mit 449 Trauungen, darunter viele auswärtige Paare. Das unterstreicht Schwerins anhaltende Attraktivität als Hochzeitsstadt.
+++ Die Bündnis 90/Die Grünen in Mecklenburg-Vorpommern wollen sich nach internen Konflikten personell neu aufstellen und am Wochenende eine neue Landesliste für die Landtagswahl beschließen so laut dem Bericht der “Süddeutschen (Opens in a new window)”. Für den Spitzenplatz kandidiert die Bundestagsabgeordnete Claudia Müller. Um den zweiten Listenplatz zeichnet sich eine Kampfkandidatur ab. Sowohl der Landesvorsitzende Ole Krüger als auch Jana Klinkenberg aus Teterow (Landkreis Rostock) wollen antreten. Die bisherige Fraktionsvorsitzende Constanze Oehlrich und auch der bisherige Landtagsabgeordnete Hannes Damm haben bisher keine Kandidatur eingereicht. Ziel der Partei ist der erneute Einzug in den Landtag trotz aktuell knapper Umfragewerte.
+++ Der Beauftragte für jüdisches Leben in Mecklenburg-Vorpommern, Nikolaus Voss, zieht in seinem zweiten Tätigkeitsbericht (Opens in a new window) eine positive Bilanz für die Jahre 2024 und 2025. Wie das Ministerium für Wirtschaft, Kultur, Bundes und Europaangelegenheiten (Opens in a new window) berichtet, wäre das jüdisches Leben und die jüdische Kultur gestärkt worden, unter anderem durch bessere Sicherheitsmaßnahmen, Bildungsprojekte und den Landesaktionsplan gegen Antisemitismus (Opens in a new window). Mit der Aufnahme des Schutzes jüdischen Lebens in die Landesverfassung wurde zudem ein dauerhaftes politisches Fundament geschaffen.
+++ Nach dem Hackerangriff auf rund 4.000 Diensthandys, will die Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern neue Smartphones wohl erst ab dem Sommer einführen berichtete der “NDR” (Opens in a new window). Innenminister Christian Pegel kündigte an, die alten iPhones vollständig auszusondern und zunächst Streifenbeamte mit neuen Geräten auszustatten. Opposition und Polizeigewerkschaft kritisieren die lange Übergangszeit und Einschränkungen im Polizeialltag in Mecklenburg-Vorpommern.

Haben Sie eine Information für uns, von der Sie denken, sie sollte öffentlich werden? Dann nutzen Sie gerne unseren Briefkasten. Sie können uns über diesen Weg auch anonym Fotos oder Dokumente schicken.
> zum Briefkasten (Opens in a new window)
🟠EIN-SATZ-ZENTRALE
+++ Im Zoo Schwerin hat die Asiatische Löwin Heidi drei gesunde Jungtiere zur Welt gebracht – ein wichtiger Erfolg für den Artenschutz und das europäische Erhaltungszuchtprogramm. (SNO | Schwerin Lokal (Opens in a new window))
+++ Das Jugendamt der Schwerin erhielt vom Zoo Schwerin erstmals kostenfreie, übertragbare Jahreskarten, um Zoobesuche mit betreuten Kindern als Teil der Amtsvormundschaft flexibel und vertrauensfördernd zu ermöglichen. (SNO | Schwerin Lokal) (Opens in a new window)
+++ Schweriner Gastronomen drehen an der Preisschraube. Diesmal nach unten: „Auch die Gäste sollen profitieren“. (Ostseezeitung) (Opens in a new window)
+++ In Mecklenburg-Vorpommern sitzt statistisch jeder 19. Häftling wegen einer nicht bezahlten Geldstrafe im Gefängnis, wobei Reformen wie die Umrechnung von Geld- in Hafttage und gemeinnützige Arbeit als Alternative laut Justizministerin Jacqueline Bernhardt die Zahl der Ersatzfreiheitsstrafen deutlich gesenkt haben. (SNO | Schwerin Lokal (Opens in a new window))
+++ Der SSC Palmberg Schwerin gewann das Verfolgerduell in der Palmberg Arena vor 1.627 Zuschauern klar mit 3:0 gegen die Ladies in Black Aachen und setzte damit ein weiteres Ausrufezeichen im Kampf um die oberen Tabellenplätze.
(SNO | Schwerin Lokal (Opens in a new window))
🟠DRINNEN & DRAUSSEN
Wir haben heute für Sie in den Kalender geschaut und einige Veranstaltungstipps für Schwerin zusammengestellt:
+++ Mit „Rup un Rünner“ feiert die Fritz-Reuter-Bühne die niederdeutsche Premiere einer Komödie von Peter Quilter: am 28. Januar in der Mecklenburgisches Staatstheater-M*Halle in Schwerin. Die humorvolle Bergwanderung dreier Freunde wird zum pointierten Blick auf Freundschaft, Krisen und Zusammenhalt Karten sind hier (Opens in a new window) erhältlich.
+++ Die preisgekrönte Schauspielerin Jennifer Sabel ist ab Freitag, 23. Januar 2026, im Soloabend „Prima Facie“ in der M*Halle des Mecklenburgisches Staatstheater in Schwerin zu erleben. Das vielfach ausgezeichnete Monologstück von Suzie Miller erzählt eindringlich von Macht, Recht und den Lücken im Justizsystem – Premiere ausverkauft, für weitere Termine sind noch Karten erhältlich.
+++ Der Stadtentscheid des Vorlesewettbewerb des Deutschen Buchhandels findet am 2. Februar um 14 Uhr in der Stadtbibliothek Schwerin statt, wo 14 Schülerinnen und Schüler aus Schwerin um den Einzug in die nächste Wettbewerbsrunde lesen. Die öffentliche Veranstaltung gehört zu einem der größten bundesweiten Lesewettbewerbe für Sechstklässler.
+++ „Die Himmlische Nacht der Tenöre – Das Original“ gastiert am Sonntag, 8. Februar 2026, um 17 Uhr in der Schelfkirche St. Nikolai in Schwerin. Drei Operntenöre präsentieren gemeinsam mit einem Streichensemble ein außergewöhnliches Klassik-Erlebnis ohne technische Verstärkung – allein mit der Kraft ihrer Stimmen. Tickets gibt es hier (Opens in a new window).
+++ Der Kabarettist Lothar Bölck steht mit seinem Programm „End-Spiel mit Verlängerung“ am 23. Januar 2026 um 20 Uhr auf der Bühne von Der Speicher in Schwerin. Das Publikum erwartet zweistündiges, temporeiches politisches Kabarett mit scharfen Pointen und tabulosen Worttreffern.
🟠PS
Der Verkehrsplaner und Mobilitätsforscher Andreas Knie (Opens in a new window) weist seit Jahren darauf hin, dass Verkehrspolitik weniger an Zielen scheitert als an ihrer Umsetzung im Alltag. Fast alle wollen weniger Lärm, sauberere Luft und sichere Wege, sagt er, solange sich dafür nichts im eigenen Tagesablauf ändert.
Genau das lässt sich derzeit auch in Schwerin beobachten. Konzepte für eine andere Mobilität finden Zustimmung, doch sobald Parkplätze wegfallen oder Wege neu gedacht werden müssen, wird der Ton schärfer.
Das ist kein Ausdruck von Widerspruch, sondern von Betroffenheit. Ob die Veränderungen tragen, entscheidet sich nicht in Grundsatzbeschlüssen, sondern dort, wo sie spürbar werden: an einem Montagmorgen, bei der schwierigen Parkplatzsuche in der Schweriner Innenstadt.
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