von Bernd Schwickerath und Christoph Fetzer
In der Kolumne „Best-of-seven“ blicken wir auf die Highlights der Eishockey-Woche.
Thema der Woche: Endspurt in DEL und DEL2

In der DEL2 steht am Sonntag der letzte Spieltag der Hauptrunde an, in der DEL sind noch drei Spiele zu absolvieren. Wir schauen in beiden Ligen auf die Entscheidungen, die noch anstehen.
DEL: Punkterekord, CHL, Viertelfinale und 1. Play-off-Runde
Die Kölner Haie sind sicher Erster, die Dresdner Eislöwen Letzter. Ob die Haie Meister werden und die Eislöwen absteigen, das entscheidet sich erst in den Play-offs der DEL und DEL2. Köln kann sich an den letzten drei Spieltagen noch einen Rekord holen. Aktuell haben die Haie 113 Punkte. Der Rekord für 52 Hauptrundenspiele liegt bei 116 Punkten, aufgestellt von den Adlern Mannheim in der Saison 2018/19. Köln spielt noch gegen Berlin, in Wolfsburg und in Straubing.
Dreikampf um die Champions Hockey League
Erstmals seit 2014/15, der Premierensaison der CHL, spielen die Kölner Haie in der nächsten Saison international. Aber wer folgt ihnen? Neben dem Hauptrunden-Ersten sind ja auch der Zweite und der (Play-off-)Meister für die CHL spielberechtigt. Ist der Meister eins der beiden Topteams aus der Hauptrunde, ist auch der Tabellendritte international dabei. Aber sicher ist die CHL-Quali eben erst einmal mit Platz zwei.
Um den gibt es einen Dreikampf zwischen Straubing (98 Punkte), Mannheim (97 Punkte) und München (95 Punkte). Theoretisch hat auch noch Ingolstadt (91 Punkte) eine Minimalchance, aber es wäre eine große Überraschung, würden die Panther noch an den anderen drei vorbeiziehen.

Die Form spricht eindeutig für die Straubing Tigers. Die gewannen zuletzt acht Spiele glatt nach 60 Minuten. Die Reihe mit Nick Halloran, Tyler Madden und Elis Hede machte während der Siegesserie 24 Punkte. Mit 31,8 Prozent haben die Tigers in dieser Phase auch das beste Powerplay der Liga. Dazu haben sie in diesen acht Spielen die beste Offensive (30 Tore, fast vier pro Spiel) und beste Defensive (15 Gegentore, weniger als zwei pro Spiel). Dabei hat das das Penaltykilling (71,4 Prozent) sogar noch viel Luft nach oben.
Das Restprogramm im Kampf um die CHL:
Straubing: Dresden (A), München (A), Köln (H)
Mannheim: Ingolstadt (A), Berlin (A), Schwenningen (H)
München: Frankfurt (H), Straubing (H), Berlin (A)
Ingolstadt: Mannheim (H), Augsburg (H), Iserlohn (A)
Natürlich geht es zwischen diesen Teams, die noch zwei direkte Duelle austragen, nicht nur um die CHL-Qualifikation, sondern auch ums Heimrecht im Viertelfinale. Da sind die Chancen für Ingolstadt bei vier Punkten Rückstand auf den Tabellenvierten München zwar auch klein, aber noch vorhanden.