Meine lieben Buddys,
ja was sagt man dazu? Es ist schon wieder Montag, und schon wieder der erste Montag im Monat. Und darum gibt es schon wieder einen Rückblick vom Vormonat. Krass.

Washington
Donald Trump und Benjamin Netanjahu legen einen 20-Punkte-Plan zum Frieden in Gaza vor. Ohne die Palästinenser vorher nach ihrer Meinung gefragt zu haben, und ohne den Status der Siedler im Westjordanland zu klären. Oder wie Wolodimir Selenski das nennen würde: Diktatfrieden.
Mittelmeer
Die Gaza-Hilfsflotte mit Greta Thunberg an Bord hat Probleme an Bord. Viele der muslimischen Unterstützer haben bemerkt, dass unter den anderen Unterstützern auch UnterstützerInnen an Bord sind. Also Mitglieder der LGBTQ-Gemeinde. Was die muslimischen Unterstützer zu der Frage brachte: "Bissu schwul oder was?"
Was die Mitglieder der LGBTQ-Gemeinde zu der Frage brachte: "Waaas? Das ist für euch ein Problem? Warum sagt uns das denn keiner?"
Los Angeles
Jane Goodall stirbt mit 91 Jahren. Ihr Leben hat sie der Erforschung von Menschenaffen gewidmet und ist dazu in den Dschungel gefahren. Für die Erforschung von Affenmenschen müsste sie ins Weiße Haus fahren.
03. Oktober
Deutschland feiert den Tag der deutschen Einheit. In Saarbrücken. Der westlichsten Stadt Deutschlands. Und nicht ein einziger Redebeitrag kommt aus Ostdeutschland. Und im musikalischen Beitrag des Festakts besingt ein Rapper die Schönheit des Saarlandes. Wenn das die Feier zur deutschen Einheit sein soll, wie sieht dann die zur deutschen Spaltung aus?
München
Und wenn ich dann die Wortmeldungen von Markus Söder oder Alexander Dobrinth zur Kenntnis nehme, möchte ich ausrufen: Die Mauer muss wieder her, nur diesmal quer.
Washington
Und während alle vor Trump den Schwanz einziehen, gibt eine dem Affen Zucker, bzw dem Affen Contra. Als Trump nämlich über Greta Thunberg twitterte, dass sie wohl ein Aggressionsproblem habe und professionelle Hilfe brauche, antwortete sie auf Twitter, dass er sich ja offenbar selber mit Aggressionsproblemen gut auskenne, und sie für seine Tipps dankbar wäre. Mein Vorschlag: Beide gemeinsam in eine Gummizelle und dann den Schlüssel wegschmeißen.
Europa
Drohnen, das muss man so betonen
scheren sich nicht um Konventionen
und bedrohen
in europäischen Zonen
Personen und Funktionen
das Wohnen von Millionen
bis hin zu Embryonen
sogar Bohnen und Zitronen
und noch mehr Elektronen
ohne jemanden zu schonen
folgen darauf die Visionen
Abwehrstrategien zu klonen
denn über allem thronen
tut das Motto:
Rüstungsindustrie muss sich wieder lohnen

Berlin
Montag abends, man zappt so durchs TV-Programm, und in der ARD läuft eine Sendung mit dem Titel "Hirschhausen und der Schmerz". Und ich frage mich: Woher wissen die bei der ARD, was ich empfinde, wenn ich den Hirschhausen sehe?
Hamburg
Der Axel-Springer-Konzern gibt bekannt: Kolumnist Franz Josef Wagner ist gestorben. Und hätte er selber die Kolumne darüber schreiben können, hätte er geschrieben:
Lieber Franz Josef Wagner. Wie man hört, sind Sie tot. Was wird jetzt aus Ihnen? Was aus der Bildzeitung? Bild-Zeitung ohne Wagner ist wie Auto ohne Fahrer. Sie aber waren nicht nur ein Fahrer. Sie hatten Esprit, wie die Franzosen sagen. Sie waren ein Geisterfahrer. Immer im Gegenverkehr, und immer mit zu viel Promille im Blut. Sie waren ein Heißblut. Wie der Onkel, den keiner auf der Familienfeier dabeihaben wollte, weil er aus dem Mund riecht. Und trotzdem waren Sie immer wieder dabei. Alle werden Sie vermissen, und niemand wird es zugeben. Dass Sie tot sind, haben Sie nicht verdient. Herzlichst Ihr Franz Josef Wagner
Brüssel
Die EU will die Verwendung von fleischlichen Bezeichnungen für vegetarische Produkte verbieten, von wegen Tofuschnitzel. Oder Veggieburger. Ein Burger ist ein Burger ist ein Burger, und das nur, wenn er echtes Fleisch enthält. Basta.
Da empfehle ich den Veggie-Produzenten, ihre Produkte umzubenennen, und dann so richtig für Aufregung zu sorgen, nämlich in Burger_Innen. Dann geht der Spaß erst richtig los.
Und die EU muss dann natürlich auch konsequent sein. Denn schon mal gemerkt: In Bierschinken ist überhaupt kein Bier drin. Und in Teewurst kein Tee. In Leberkäse weder Leber noch Käse.
Und da hab ich von Marzipankartoffeln noch gar nicht angefangen. Oder von Weingummi. Katzenzungen, Blutorangen. Schlangengurken. Kinderschokolade. Babyöl.
Frankfurt
Der Börsengang von Prothesen-Hersteller Ottobock übertrifft alle Prognosen. Der Aktienkurs stößt durch die Decke. Kein Wunder: Hauptzeichner: Rheinmetall.
Berlin
Schwarz-Rot verkündet: Bürgergeld wird abgeschafft, und heißt jetzt Grundsicherung. Carsten Linnemann verkündet: Wer nicht ernsthaft arbeiten will, kriegt auch vom Staat kein Geld mehr. Da frage ich mich aber, wenn ernsthaftes Arbeiten Voraussetzung ist, wieso Carsten Linnemann dann immer noch Geld vom Staat bekommt?
Oslo
Das Komitee für den Friedensnobelpreis hat entschieden: Den Preis für 2025 bekommt eine Frau: Maria Machado. Für ihre Arbeit für Demokratie in Venezuela.
Donald Trump hat umgehend seine Generäle gefragt, wo eigentlich dieses scheiß Norwegen überhaupt liegt. Und was man tun muss, um es endgültig platt zu machen.

Hamburg
Die Bevölkerung Hamburgs hat in einem Volksentscheid mehrheitlich dafür gestimmt, dass die Stadt 5 Jahre früher als eigentlich geplant Klimaneutral sein soll. Friedrich Merz fragt sich: "Ja, ist das denn überhaupt erlaubt?"
Naher Osten
Trump kommt, Geiseln frei! Leider nicht im Austausch.
Berlin
Die Junge Union rebelliert gegen das Rentenpaket der Regierung. Zu teuer die Kosten für Junge Unionisten. Was die gar nicht wissen: Ich habe neulich mal von der „Deutschen Rentenversicherung“ diesen berühmten Brief erhalten, worin dargelegt wird, was einen am Ende des Arbeitslebens an Rente erwartet. Den hab ich neulich mal bekommen, und dann hab ich mir den durchgelesen, und anschließend dachte ich: „Ich zieh durch wie Johannes Heesters.“
Berlin
Mehrere Unionspolitiker machen sich für einen neuen Umgang mit der AfD stark, darunter Karl-Theodor zu Guttenberg. Das ist das Lebensgefährt unserer Bundeswirtschaftsministerin Katharina Reiche. Man stelle sich vor, der Partner von Ministerin Baerbock hätte öffentlich eine Zusammenarbeit mit der DKP ins Spiel gebracht. Verglichen mit dem Sturm, den die Union da losgetreten hätte, sind Lionel Messi, Christiano Ronaldo und Harry Kane nur ein laues Lüftchen.
Friedrich Merz erteilt solchen Gedanken allerdings eine klare Absage. "Keine Zusammenarbeit mit der AfD. Das können wir alleine besser."
Potsdam
Und um das zu beweisen, hat Merz dann die Nummer mit dem Stadtbild raus gehauen, um alles dazu habe ich bereits zuletzt gepostet, und zwar -> hier (Öffnet in neuem Fenster)und - > hier (Öffnet in neuem Fenster).
Paris
Der ehemalige französischen Staatschef Nikolas Sarkozy muss seine Haftstrafe antreten. Also nach der Verurteilung auch tatsächlich in den Knast. Benjamin Netanjahu kommt seitdem aus dem Lachen nicht mehr heraus.

Köln
Die Container-Show "Promi Big Brother" auf Sat1 gewinnt 2025: Jimmi Blue Ochsenknecht. Ein mehrfach wegen Betrugs angeklagter und hoch verschuldeter Zechpreller wird vom Publikum zu Sieger gewählt, also aus der Untersuchungshaft direkt zum König im Reality-TV. Wie sowas endet, kennen wir aus den USA. Gebt dem Mann noch 20 Jahre, und er wird Präsident Ochsenknecht von Deutschland.
Und kann man die Beziehung eines solchen Staatschefs zu seinem Volk besser beschreiben, als mit dem Begriff Ochsenknecht?
Erding
Weil die Bundeswehr eine Manöverübung nicht bekannt gegeben hatte, riefen besorgte Anwohner die Polizei, als sie bewaffnete Vermummte durch die Gegend huschen sahen. Als die Polizei darauf eintraf, hielten die Soldaten das für einen Teil der Übung, und beschossen die Beamten. Mit Platzpatronen. Die darauf zurückschossen. Mit echten Patronen. Sowas passiert eigentlich nur in einem Drehbuch von Till Schweiger, wenn er rotzbesoffen ist.
Berlin
Bundesinnenminister Alexander Dobrinth will an Deutschlands Schulen das Fach "Krisenvorsorge" einführen. 2 Stunden in der Woche soll es in deutschen Schulen um das Thema "Krise" gehen. Der deutsche Lehrerverband fragte umgehend, was mit den restlichen Wochenstunden geschehen soll, die unsere Schulen ja ebenfalls in der Krise sind.
Friedrichsdorf
Im hessischen Ort Friedrichsdorf gibt es vier Feuerwehrwachen. Und weil die alle in all ihren Schriften und Vorschriften immer Frauen und Männer beide gleichermaßen anreden, so von wegen: "Sehr geehrte Wehrführerin, sehr geehrter Wehrführer". Oder: "Sehr geehrte Frau Stadtbrandinspektorin, sehr geehrter Herr Stadtbrandinspektor" hat die CDU-Fraktion im Stadtparlament beantragt, das zu vereinfachen, und nur noch eine geschlechtliche Form zu verwenden, und die andere dann automatisch auch zu meinen. Dem Antrag wurde mit 20 Ja- und 12 Nein-Stimmen zugestimmt.
Und dann haben die vier Feuerwehrwachen das geändert, und sprechen jetzt nur noch ein Geschlecht an: "Sehr geehrte Wehrführerin" oder "Sehr geehrte Frau Stadtbrandinspektorin" Die Gesichter der CDU-Abgeordneten in Friedrichsdorf hätte ich dann sehr gern gesehen. Und der Abgeordnetinnen dann auch.
Bis nächste Woche,
Euer HG