In dieser Bonus-Folge geht’s nicht um Weinromantik, sondern um das, was wirklich passiert, wenn ein Promi wie Günther Jauch plötzlich in der Region auftaucht und mit einem roten Pulli ganze Menschenmassen hypnotisiert. Matthias erklärt trocken wie ein Riesling Kabinett, warum solche Zugpferde am Ende auch den kleinen Winzern helfen, während ich mich darüber auslasse, dass wir hier an der Mosel manchmal mehr auf Namen reagieren als auf Inhalte. Und dann kommt der Trierer Weinstand ins Spiel – dieser mythische Ort, an dem sich die Stadt an einem stinknormalen Dienstag so verhält, als wären die Rolling Stones angekommen. Matthias bleibt sachlich, ich eher nicht.
Und dann schwenken wir rüber zu Matthias’ Leben: Ruhrgebiet, Mosel-Chateau-Fantasien, Leute, die glauben, Winzer trampeln immer noch barfuß im Trog herum. Matthias sagt das alles stoisch wie einer, der schon weiß, wie oft er diesen Quatsch gehört hat. Wir reden über Dorfleben – also die Champions League des sozialen Durchhaltevermögens. Wer da bestehen will, braucht ein dickes Fell, Humor oder schlicht die Fähigkeit, das halbe Dorf auszublenden. Matthias kann alles drei. Dazwischen gibt’s Stories über Punkbands im Pfarrhaus-Keller, Mini-Playback-Shows, Queen auf VHS und Boris Becker, der für ihn bis heute mehr Ikone ist als jeder Instagram-Influencer.