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De.hypotheses: Newsletter Mai 2025

Willkommen zum Newsletter des Blogportals für die deutschsprachigen Geistes- und Sozialwissenschaften de.hypotheses! Hier kuratieren wir für Sie unsere Beiträge des Monats, stellen neue Blogs aus der Community vor und geben Neuigkeiten aus der Redaktion weiter. Viel Spaß beim Stöbern!

Beiträge des Monats: Unsere Hingucker

Als Mann verkleideter Soldat auf einem Pferd, Kupferstich einer Kampfszene und Bild einer Markttenderin (Öffnet in neuem Fenster)

Trossfrauen in der Frühen Neuzeit. Der Fall Christian Davies

Mrs. Christian Davies trat 1693 auf der Suche nach ihrem Ehemann als Mann verkleidet in die britische Armee ein. Dort lebte sie nach ihrer Enttarnung als Ehefrau und Marketenderin weiter. "Christian plünderte, handelte und verteidigte sich mit allen Mitteln gegen die Zumutungen des Krieges. Damit stellt sie trotz ihres außergewöhnlichen Lebens in Männerkleidern als Trossfrau keine größere Ausnahme dar," schreibt Nils Rath in seiner vierteiligen Serie im Blog “Women Sail”.

Achenbach-Raubkunst-Bild (Öffnet in neuem Fenster)

Warum hat es (bislang) nicht funktioniert? Eine doppelte Geschichte der Suche nach einem entzogenen Bild

Ein Achenbach-Gemälde aus dem Besitz der Berliner Jüdin Martha Steinberg, die 1942 deportiert und in Treblinka ermordet wurde, gelangte über einen Verkauf im Zuge ihrer Verfolgung in die Sammlung Hitlers („Sonderauftrag Linz“). Angesichts lückenhafter Verzeichnung scheiterte die Nachkriegsrestitution durch die Jewish Restitution Successor Organization und die Treuhandverwaltung für Kulturgut. Sollte das Werk wieder auftauchen, ist seine Geschichte nun vollständig rekonstruiert – wie Caroline Flick im ‘RETOUR’-Blog zum Tag der Provenienzforschung zeigt.

Grafik zeigt ein Smartphone, einen Lautsprecher und das TikTok-Symbol in den AfD-Farben (Öffnet in neuem Fenster)

Wahlkampf im Takt des Algorithmus. Warum die AfD auf TikTok erfolgreich ist und was demokratische Parteien besser machen können

Warum hat die AfD auf TikTok so großen Erfolg? Forschende des Forschungszentrums Gesellschaftlicher Zusammenhalt haben herausgefunden, dass die Sichtbarkeit der AfD im letzten Bundestagswahlkampf vor allem auf einzelne Videos zurückging, die einfache, hoch emotionalisierte Botschaften in Dauerschleife zeigten. Diese Videos wurden von einem weit verzweigten radikal rechten Unterstützernetzwerk gepusht und profitierten vom Algorithmus der Plattform. Was können andere Parteien daraus lernen? Die Linke macht es vor: Präsent sein, auch abseits des Wahlkampfs – und den politischen Druck auf die Plattform erhöhen.

Bild von Georges Seurat (Un dimanche après-midi à l’Île de la Grande Jatte) zeigt im pointillistischen Stil Menschen am Wasser (Öffnet in neuem Fenster)

Bildgewalt. Datenvisualisierungen und Rhetorik im Anthropozän

Wie bringt man Menschen dazu, die Zahlen und wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Anthropozän zu begreifen? Daten allein reichen nicht, um die Dringlichkeit der Klimakrise zu vermitteln. Erst wenn Zahlen emotional wirken, entsteht Handlungsbereitschaft. Visuelle Kunst, Datenvisualisierungen und Storytelling können Brücken schlagen zwischen Wissenschaft und Gesellschaft, schreiben Anna Hell und Verena Prantl in “Writing the Anthropocene”. Sie stellen Beispiele von visueller Kunst zum Anthropozän vor, die Handlungsnotwendigkeit vermitteln und Verantwortlichkeiten markieren.

Aus unseren englischsprachigen Blogs:

Wissenschaftler mit angstverzerrtem Gesicht am Schreibtisch, im Hintergrund Menschen mit Sprechblase "Publish or Perish" (Öffnet in neuem Fenster)

Science in survival mode

Why would scientists fake research? Some surveys suggest as many as 9% of scientists faked data at least once in their careers, and that more than half selectively reported findings – a behavior that makes the things they study to appear less uncertain than they actually are. Nate Breznau argues that unethical scientific behaviors like faking data may be symptoms of a triggered survival response.

Neu bei de.hypotheses: Willkommen!

Headerbild des Blogs zeigt einen Mann, der auf einem Fels sitzt und in die Ferne schaut mit der Unterschrift von Victor Hugo. (Öffnet in neuem Fenster)

Victor Hugo: Kontemplationen

Der Gedichtzyklus Les Contemplations von Victor Hugo von 1856 gilt als eine Art poetische Summe der französischen Romantik. Trotz seiner unbestrittenen Bedeutung ist der Zyklus aus 158 Gedichten noch nie ins Deutsche übersetzt worden. Im Blog “Kontemplationen” sollen nach und nach alle Gedichte dieser Sammlung übersetzt werden. Jede Übersetzung wird mit einer Interlinearversion versehen und mit Forschungsergebnissen und Grundzügen der Interpretation ergänzt.

Aus den sozialen Medien

Auf dem Instagram-Account der Max Weber Stiftung (Öffnet in neuem Fenster) kommt unsere Community zu Wort: Bloggende erzählen, welche Entdeckung sie mit ihrem Wissenschaftsblog verknüpfen.

"Das Bloggen ist ein äußerst gewinnbringendes Format für uns.
Als Institut mit relativ kleiner Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit erreichen wir über unser Blog mit dem für uns leistbaren Aufwand immer wieder große Aufmerksamkeit, nicht zuletzt von Medien."

Franz Kurz
Redakteur des ostBLOG & verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit am Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung (Öffnet in neuem Fenster)

Im ostBLOG des Leibniz-Instituts für Ost- und Südosteuropaforschung betrachten die Forschenden des IOS den russischen Krieg gegen die Ukraine und seine Folgen für die politischen Kräfteverhältnisse in der Region und den Alltag der ukrainischen Bevölkerung, reflektieren die sich verändernde Weltordnung und gehen Spuren von NS-Raubgut am eigenen Institut nach.
Franz Kurz ist für die Öffentlichkeitsarbeit am Institut verantwortlich und freut sich besonders, wenn Artikel aus dem Blog die Aufmerksamkeit der Medien wecken!

Neues von uns

Lupe auf einem Buch (Öffnet in neuem Fenster)

Auf den Schultern von wem? Sichtbarkeit & Auffindbarkeit der Blogs bei de.hypotheses

Wo findet man eigentlich die de.hypotheses-Blogs? Wer Arbeit und Zeit in ein Wissenschaftsblog investiert, möchte gelesen werden – und um gelesen zu werden, muss das Blog gefunden werden. Über welche Kataloge und Suchmaschinen Hypotheses-Blogs sichtbar sind und was man selbst tun kann, um die Auffindbarkeit weiter zu verbessern, erklären Mareike König und Ulrike Stockhausen im “Bloghaus”.

Neugierig auf mehr Wissenschaftsblogs? Dann schauen Sie auf unserer Startseite vorbei: