Die Amis haben mal wieder Mist gebaut und eine experimentelle Bombe gezündet, worauf in Hobart, der Hauptstadt von Tasmanien, schlagartig alle Menschen zu Tode kamen. Die dadurch ausgelöste Katastrophe mit Bränden, Verwüstung und unzähligen Toten veranlasst die australische Regierung, weltweit um Unterstützung zu bitten. Viele Freiwillige melden sich, um bei der Bergung der unzähligen Leichen zu helfen. Auch die US-amerikanische Physiotherapeutin Ava meldet sich freiwillig; doch sie macht das nicht aus reiner Menschenliebe, sondern um ihren Ehemann zu finden, der zur Zeit der Bombenzündung in einem Ferienresort auf Tasmanien weilte. Unterstützt wird Ava von dem Motorradfan Clay. Für die beiden beginnt eine gefährliche Reise auf der Insel, denn - wie schnell bekannt wird - stehen einige der Toten aus unerfindlichen Gründen wieder auf.
We Bury the Dead ist ein im Jahr 2024 erschienener Survival-Thriller mit Elementen des Katastrophen- und Zombiefilms von Zak Hilditch. Der Film mit Daisy Ridley, Brenton Thwaites und Mark Coles Smith in den Hauptrollen versucht, dem Zombiefilm neue Motive hinzuzufügen, scheitert als Genrefilm aber kläglich.
Die apokalyptischen Bilder von rauchdurchtränkten, rotglühenden Landschaften und das durchaus glaubhafte Spiel von Daisy Ridley, die vor allem durch ihre Rolle als Rey aus Star Wars: Das Erwachen der Macht (2015) bekannt ist, können nicht darüber hinwegtäuschen, dass We Bury the Dead ein extrem langweiliger Film ist. Wirklich neue Ideen sucht man hier vergeblich, stattdessen gibt es altbekannte Klischees und nervige Rückblenden zu sehen. Wie immer sind die Lebenden gefährlicher als die Untoten und der immer gleiche heteronormative Fremdgeh-Beziehungskram steht im Mittelpunkt.
Einen echten Zugang zum Zombiefilmgenre findet das Werk trotz verwandter Motive nicht. Die Action-Szenen sind rar gesät und die zähen Strecken überwiegen hier. Das Ganze endet mit einer dermaßen pathetischen Papa-Mama-Kind-Scheiße, dass mir ein bisschen Kotze hochkam. Das Einzige, was in Erinnerung bleibt, ist das widerliche Zähneknirschen der Zombies. We Bury the Dead ist ein dramaturgisch lahmer Zombiefilmversuch, der mich - auch wenn er spannend begann - nicht dauerhaft zu fesseln vermochte.
https://www.imdb.com/de/title/tt29713093/ (Öffnet in neuem Fenster)