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Masters of Horror: Dreams in the Witch House (2005)

Der Physik-Doktorand Walter Gilman nimmt sich aus Geldmangel ein Zimmer in einem heruntergekommenen, 300 Jahre alten Haus. Zuerst halten ihn nur singende Nachbarn und ein unheimliches Rumoren in den Wänden vom Arbeiten und Schlafen ab, doch dann setzen mysteriöse Träume und Visionen ein, in denen er einer Ratte mit Menschengesicht und einer Hexe aus dem 17. Jahrhundert begegnet. Die Hexe hat es auf das Baby seiner Nachbarin abgesehen und Walter soll ihr williger Erfüllungsgehilfe werden.

Dieses atmosphärische Gruselvergnügen stammt aus dem Jahre 2005 und geht auf H.P. Lovecrafts Kurzgeschichte "Träume im Hexenhaus" zurück, die erstmals 1933 in der Juli-Ausgabe des Pulp-Magazins "Weird Tales" erschien. Der Kurzfilm ist Teil der preisgekrönten Serie Masters of Horror, in der Regielegenden wie John Carpenter, John Landis, Tobe Hooper, Joe Dante, Dario Argento und Takashi Miike die Zuschauer das Fürchten lehren. Dreams in the Witch House ist die zweite Episode in der ersten Staffel (insgesamt gab es zwei Staffeln zu je dreizehn Folgen). Verantwortlich zeichnet dafür Lovecraft-Regisseur Nummer eins, Stuart Gordon, bekannt für Horrorfilm-Klassiker wie Re-Animator (1985), From Beyond - Aliens des Grauens (1986) und Castle Freak (1995). Ezra Godden, der auch schon in Gordons düster-fischiger Lovecraft-Adaptaion Dagon (2001) die Hauptrolle übernahm, spielt hier den Walter Gilman.

Diese Folge der Masters of Horror-Reihe ist eine der konsistentesten Lovecraft-Adaptionen in Sachen Film, die es gibt. Sehr nahe an der Ursprungsgeschichte, transportiert die dichte Atmosphäre in nicht mal einer Stunde mehr vom Geiste Lovecrafts, als viele abendfüllenden Filme, die sich an der Welt des Altmeisters bedienen. Die Figur des Rattenwesens Brown Jenkin faszinierte mich bereits beim Lesen der Kurzgeschichte. Der kleine Unhold ist in Masters of Horror: Dreams in the Witch House mit einfachen Mitteln aber sehr stimmungsvoll dargestellt.

Die unheimliche und spannende Serienfolge hat es verdient als eigenständiger Film betrachtet und rezensiert zu werden, für mich ist das eine der besten Lovecraft-Verfilmungen, die ich je sah.

https://www.imdb.com/de/title/tt0643104/ (Öffnet in neuem Fenster)
Kategorie Film