Japan in naher Zukunft: Nach dem Ausbruch der sogenannten Hundegrippe nutzt der hundehassende Bürgermeister Kobayashi die Angst der Bevölkerung aus, um seine faschistoide Politik durchzusetzen. So werden alle Hunde aus Megasaki City verbannt und auf die abgelegene Insel "Trash Island" verbracht. Auf der Müllinsel treffen die Hunde Boss, Rex, Chief, Duke und King auf den zwölfjährigen Atari, der seinen geliebten Hund Spots sucht. Das hilfsbereite Hunderudel beschließt, dem Jungen bei der Suche zu helfen. Dabei decken sie nicht nur eine gigantische Verschwörung von Hundehassern auf, sondern retten auch die Demokratie in Megasaki City.
Isle of Dogs - Ataris Reise aus dem Jahr 2018 ist ein oscarnominierter Stop-Motion-Animationsfilm von Wes Anderson, der auch das Drehbuch schrieb. Bei einem Stop-Motion-Animationsfilm werden physische Puppen, Figuren und Modelle verwendet, die Bild für Bild minimal bewegt und fotografiert werden, um die Illusion einer Bewegung zu erzeugen. Doch nicht nur das, auch spezielle Scherenschnitte und collagenartige Bilder kamen zum Einsatz. Knapp zwei Jahre dauerte die aufwendige Produktion.
Herausragend ist auch die Besetzung. In den Hauptrollen synchronisierten Jeff Goldblum den Duke, Bill Murray den Boss, Bryan Cranston den Chief, Edward Norton den Rex und Bob Balaban den King. Es sind noch weitere Stars, wie Greta Gerwig, Scarlett Johansson, Harvey Keitel, Tilda Swinton, Liev Schreiber, F. Murray Abraham, Fisher Stevens, Bob Balaban und Yoko Ono, zu hören.
Mich überzeugten nicht nur die hinreißenden Hundefiguren, auch die Geschichte über Freundschaft, Loyalität und Mut wusste mich zu begeistern. Dabei werden tragische Themen wie Krankheit, Verfolgung, Deportation und Euthanasie mit skurriler Komik und einer auffallenden Detailliebe unterhaltsam und sensibel aufbereitet. Isle of Dogs - Ataris Reise ist eine liebevoll gestaltete Parabel gegen Xenophobie und Faschismus.
https://www.imdb.com/de/title/tt5104604/ (Öffnet in neuem Fenster)