
HITSTER ist ein Erfolgsmodell, um nicht zu sagen eine Gelddruckmaschine. Und das liegt nicht daran, dass die Autor*innen und der Verlag alles aus der hervorragenden Idee herausgeholt hätten.
Schon mehrmals habe ich mich mit anderen HITSTER-Begeisterten über das verschenkte Potenzial des Spiels unterhalten. Der Erfolg von HITSTER kommt nicht zuletzt daher, dass Musik uns emotional berührt, uns an besondere Momente erinnert und den Körper sofort in Bewegung versetzt, auch wenn es bei manchen nur ein rhythmisch tippender Finger oder ein Kopfwippen ist. Genau diese Knöpfe drückt auch MARIMIC: THE MUSICAL TIME MACHINE. Die Grundidee entspricht HITSTER. Wir ordnen Songs nach ihrem Erscheinungsjahr. Doch bei MARIMIC hat nicht jeder Song eine eigene Karte, sondern die Karten zeigen nur ein Jahr und einen QR-Code auf der Rückseite. Scannen wir diesen, sucht die App zum Spiel im Hintergrund ein passendes Lied aus der großen Auswahl von aktuell mehr als 4000 Songs. Wir müssen also nicht laufend neue Boxen kaufen (zum Vergleich: eine große HITSTER-Box kommt mit 308 Liedern), sondern bekommen alles in einem einzigen Kartenstapel mit 106 Karten mitgeliefert. Das spart auch Platz, sodass MARIMIC in jede Tasche passt. Die Jahre reichen in der aktuellen Version von 1957 bis 2025. Neben den Jahreskarten gibt es bei MARIMIC auch Länderkarten, sodass wir gelegentlich raten müssen, woher die Künstler*innen stammen. Und das ist deutlich schwieriger, als es auf den ersten Blick scheint. Vor einer Partie MARIMIC müssen wir in der zum Spiel gehörenden App oder auf der Website eine Kategorie wählen. Dazu benötigen wir einen kostenlosen Account. Neben Genre-Kategorien wie Rock, „Electronic, Dance & Party“ und „Hiphop, RnB & Rap“ können wir auch weltweit oder in konkreten Ländern wie Deutschland und Österreich beliebte Lieder auswählen. Bis zu vier Rubriken können wir kombinieren. In einigen Fällen müssen wir das sogar, damit die Basis vielfältig genug ist. Dass sich Songs nach mehreren Partien wiederholen, kann auch trotz der großen Songauswahl hier und da vorkommen – besonders, wenn wir die gleichen Kategorien oft spielen. Bei uns hielt sich das aber im Rahmen.