
Nach größeren Operationen entwickelt etwa jede vierte ältere Person vorübergehend einen Zustand starker Verwirrung, Delir genannt. Betroffene wirken orientierungslos, sind unruhig und nehmen ihre Umgebung verändert wahr. Es kann zu Angstzuständen, Halluzinationen und Aggressionen kommen – oder auch zu ungewöhnlicher Ruhe und Abwesenheit.
Manchmal erholen sich die Betroffenen erst nach Monaten wieder. Aber es kann auch passieren, dass kognitive Einschränkungen dauerhaft bestehen bleiben.
Was lässt sich in dieser Situation tun? Und wie kann man einem Delir vorbeugen? Diese Fragen sind Thema in unserem neuen Heft, das in einigen Tagen erscheint. Mit den Links in diesem Newsletter können Sie vier Artikel der kommenden Ausgabe schon vorab lesen.
Weitere Themen in unserem Newsletter: OP oder Antibiotika – Was hilft besser bei chronischer Nasennebenhöhlenentzündung?, Sind Sojaprodukte gesund oder riskant? und Warnung vor der Lugolschen Lösung.
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Wie ein Delir verhindert werden kann
Die genauen Ursachen für ein Delir sind noch nicht vollständig geklärt. Vermutlich wirken immer mehrere Faktoren zusammen. Es gibt einige Risikofaktoren, die ein Delir wahrscheinlicher machen können, zum Beispiel ein höheres Lebensalter, Demenzerkrankungen (Öffnet in neuem Fenster) oder Dauermedikation. Zur Vorbeugung empfiehlt es sich deshalb, das persönliche Risikoprofil zu kennen und entsprechende Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Dazu gehört zum Beispiel die Absetzung von bestimmten Medikamenten vor der OP. Aber auch nach der Operation lässt sich Einiges tun, um das Delir-Risiko zu senken. So wirkt es sich beispielsweise positiv aus, wenn vertraute Personen in die OP-Nachsorge einbezogen werden. Weitere Hintergründe und Tipps zum Umgang mit einem Delir finden Sie in unserem Artikel.
Aus dem nächsten Heft, vorab lesen: Nach der Operation plötzlich verwirrt (Öffnet in neuem Fenster) (€)
Was hilft besser bei chronischen Entzündungen der Nasennebenhöhlen?
Chronische Nasennebenhöhlenentzündungen (Rhinosinusitis) gehören zu den häufigsten entzündlichen Erkrankungen der oberen Atemwege. Verstopfte Nase, Sekretfluss, Gesichtsschmerzen sowie einen eingeschränkten Geruchssinn: Die Beschwerden bei chronischer Rhinosinusitis (Öffnet in neuem Fenster) können die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Während viele Betroffene auf die Standardtherapie ansprechen, bleibt bei etwa einem Drittel der Patient:innen der gewünschte Effekt aus. Für diese Gruppe stellt sich die Frage nach der optimalen Weiterbehandlung. Denn insbesondere die langfristige Behandlung mit Antibiotika wird kritisch gesehen. Eine neue Studie liefert nun Hinweise, dass eine OP mehr Vorteile hat im Vergleich zu Antibiotika.
Aus dem nächsten Heft, vorab lesen: Rhinosinusitis: OP oder Antibiotika? (Öffnet in neuem Fenster) (€)
Was Pflanzenhormone im Körper bewirken
Die Verbraucherzentrale hat Sojaprodukte mit ihren hormonaktiven Inhaltsstoffen einem Faktencheck (Öffnet in neuem Fenster) unterzogen. Ausgangspunkt ist, dass die Sojabohne reichlich Isoflavone enthält. Weil deren chemische Struktur dem Geschlechtshormon Östrogen ähnelt, heißen sie auch Phytoöstrogene. Sie können im Körper an Östrogenrezeptoren andocken und dadurch sowohl östrogenartige Wirkung entfalten als auch das körpereigene Östrogen blockieren. Hat das mehr positive oder negative Effekte? Darum geht es in unserem ausführlichen Überblicksartikel zu Sojaprodukten.
Aus dem nächsten Heft, vorab lesen: Sojaprodukte: Gesund oder riskant? (Öffnet in neuem Fenster) (€)
Extreme Jodwerte schaden der Gesundheit
Die Einnahme von Lugolscher Lösung (Öffnet in neuem Fenster) wird im Internet und in den sozialen Medien als gut für die Schilddrüse, das Immunsystem und gegen alle möglichen Erkrankungen angepriesen. Die Lösung enthält jedoch sehr große Mengen von Jod. Deshalb ist sie nur zum äußeren Gebrauch bestimmt und sollte keinesfalls eingenommen werden (Öffnet in neuem Fenster). Wer zusätzlich Jod einnehmen möchte, sollte auf Nahrungsergänzungsmittel mit höchstens 100 µg (bei Schwangeren und Stillenden 150 µg) Jod pro Tagesdosis in Form von Natrium- oder Kaliumjodat oder -jodid zurückgreifen. Welche gesundheitlichen Auswirkungen bei zu hohen Joddosen entstehen können, lesen Sie in unserem neuen Text.
Aus dem nächsten Heft, vorab lesen: Gefährlich: Lugolsche Lösung (Öffnet in neuem Fenster) (€)
Algenprodukte: Verbindliche Jodangaben fehlen
Algen enthalten oft besonders viel Jod, weshalb beim Verzehr von Algenprodukten Vorsicht geboten ist. Besonders Menschen mit Jodmangel (Öffnet in neuem Fenster) und möglichen unentdeckten Schilddrüsenproblemen können empfindlicher auf zu viel Jod reagieren und sogar eine Schilddrüsenüberfunktion entwickeln. Eine Untersuchung der Verbraucherzentrale zeigt: Die Jodkennzeichnung ist bei Algenprodukten oft mangelhaft.
Aus Heft 02/2026, frei lesbar: Hohe Jodaufnahme durch Algenprodukte (Öffnet in neuem Fenster)
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Viele Grüße, Silke Jäger