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Beruf des Betreuungsassistenten

Betreuungsassistenten (zusätzliche Betreuungskräfte) sind qualifizierte Fachkräfte, die in Altenpflegeheimen oder Tagespflegeeinrichtungen ältere Menschen aktiv betreuen und beschäftigen. Seit 2017 haben nach § 43b SGB XI alle Heimbewohner einen Anspruch auf zusätzliche Betreuung und Aktivierung, die über die Grundpflege hinausgeht. Die Aufgabe des Betreuungsassistenten ist es, gemeinsam mit den Pflegefachkräften die Bewohner bei Alltagsaktivitäten wie Spaziergängen, Gesellschaftsspielen, Lesestunden oder Bastelangeboten zu begleiten und zu unterstützen. Damit schließen sie die Lücke zwischen Pflege und Freizeitgestaltung. Wichtig sind dabei stets Individualität und Biografieorientierung: Aktivierungsangebote sollen sich an den Wünschen, Fähigkeiten und der Lebensgeschichte der Senioren orientieren. In der Praxis kann ein Betreuungsassistent zum Beispiel mit Senioren Karten spielen, spazieren gehen oder kreative Beschäftigungen durchführen, wobei er Ängste abbaut und Orientierung gibt. (Hinweis: Das Lexikon - Inhaltsverzeichnis (Öffnet in neuem Fenster))

Zielsetzung der Tätigkeit: Die Aktivierungsarbeit durch Betreuungsassistenten verfolgt mehrere Ziele:

  • Sie soll das Wohlbefinden und die Lebensqualität der Pflegebedürftigen steigern, verloren gegangene Fähigkeiten möglichst lange erhalten und die Selbstständigkeit fördern.

  • Durch mehr Zuwendung und soziale Kontakte wird die soziale Teilhabe gestärkt und Vereinsamung entgegen gewirkt.

  • Langfristig sollen körperliche, geistige und emotionale Ressourcen der Senioren aktiviert werden – nach dem Prinzip „Hilf mir, es selbst zu tun“.

  • Typische Aktivierungsangebote umfassen beispielsweise gemeinsames Malen, Singen, Musizieren, Kochen, Gedächtnistraining oder Spaziergänge. Diese Aktivitäten können das Wohlbefinden und die Stimmung positiv beeinflussen, Ängste nehmen und Sicherheit vermitteln.

  • Zugleich entlasten Betreuungsassistenten die Pflegefachkräfte, indem sie zusätzliche Tagesstruktur und Beschäftigung bieten.

  • Wichtig ist, dass Betreuungsassistenten als „verstärkende Pflege“ fungieren: Sie übernehmen keine Körperpflege oder Behandlungspflege, dürfen jedoch notwendige Hilfen leisten, wenn Pflegekräfte nicht sofort verfügbar sind.

Vor- und Nachteile der Tätigkeit

Die Arbeit als Betreuungsassistent bringt viele positive Wirkungen für Senioren mit sich: Regelmäßige Aktivierungsangebote erhöhen erfahrungsgemäß das Wohlbefinden, die Lebensfreude und das Selbstwertgefühl der Betreuten. Aktivitäten wie gemeinsames Musizieren oder Bilderbetrachtung wecken Erinnerungen und fördern Kommunikation; Spaziergänge oder leichte Gymnastik verbessern die Mobilität. Studien und Praxisberichte zeigen, dass sich durch aktivierende Betreuung oft der Gesundheitszustand etwas stabilisieren oder der kognitive Abbau verzögern lässt. Zugleich erleben Bewohner mehr soziale Kontaktmöglichkeiten und Glücksmomente, weil sie auf Aufgaben hingewiesen werden, die sie selbst gestalten können.

Herausforderungen ergeben sich vor allem durch den engen Kontakt mit zum Teil psychisch oder demenziell Erkrankten. Betreuungskräfte benötigen viel Geduld und Einfühlungsvermögen, da sie mit Verwirrtheit, Wutausbrüchen oder Rückzug umgehen müssen. Auch fällt es manchmal schwer, Erfolge sichtbar zu machen, weil Fortschritte in kleinen Schritten erfolgen. Des Weiteren ist der Aufgabenbereich recht eingeschränkt: Betreuungsassistenten dürfen keine regelmäßigen körperbezogenen Pflege- oder hauswirtschaftlichen Tätigkeiten übernehmen. Dieses Abgrenzen kann irritierend sein – zum Beispiel wenn ein Bewohner während einer Bastelrunde doch Hilfe beim Essen oder Anziehen braucht. Nicht zuletzt können enge Ressourcen im Personalstab und teilweise nur geringe Vergütung die Motivation belasten. Insgesamt erfordert der Beruf daher hohe soziale Kompetenz bei oft begrenzter Anerkennung.

Praktische Umsetzung und Zusammenarbeit

Zusammenarbeit mit Pflegekräften

Betreuungsassistenten arbeiten stets im Team mit dem Pflegefachpersonal. Das Pflegeteam plant gemeinsam mit den Betreuungsassistenten die Angebote und teilt Zeiten und Räume ab. Wichtig sind regelmäßige Absprachen, zum Beispiel bei Teambesprechungen oder Übergaben. Die Betreuungsassistenten stimmen ihr Programm mit Pflegekräften ab, damit Aktivitäten in den Tagesablauf passen und keine Pflegeaufgaben doppelt besetzt werden. Obwohl Betreuungskräfte keine medizinische Behandlungspflege leisten, unterstützen sie das Pflegepersonal indirekt: Sie entlasten die Pflegekräfte von Alltagsbeschäftigungen (z.B. Spiele, Spaziergänge), sodass Pflegefachkräfte sich auf pflegerische Kernaufgaben konzentrieren können. Die Leitung sichert, dass 43b-/53b-Kräfte im Dienstplan geführt werden und klare Zuständigkeiten vorliegen.

Planung und Durchführung von Beschäftigungen

Bei der Planung richtet sich der Betreuungsassistent nach den individuellen Bedürfnissen der Bewohner. Gemeinsam mit Pflegekräften oder Sozialdienst werden Wochenpläne erstellt, die alle anspruchsberechtigten Bewohner berücksichtigen. Dabei orientieren sich die Beschäftigungen an den Wünschen und Fähigkeiten – etwa an Hobbys oder früheren Berufen der Senioren. Gruppenaktivitäten bieten die meisten Bewohnern soziale Anregung, einzelne Angebote (Einzelbetreuung) kommen bei Bettlägerigen oder sehr zurückgezogenen Bewohnern zum Einsatz.

Zur Durchführung gehört es, Materialien und Hilfsmittel bereitzustellen, einfache Regeln zu erklären und ggf. assistierende Hilfestellung zu geben. Die Betreuungsassistenten achten darauf, dass alle teilnehmen können (z.B. barrierefreie Sitzordnung) und dokumentieren Verlauf und Erfolge kurz. Sie setzen auch Technik ein (z.B. Tablet für Fotoalben oder Hörbücher). Beispielhaft könnte ein Assistent einen Nachmittag lang einen Malkurs anleiten: Er organisiert Farbe, Pinsel und Papier, erklärt ein Thema (z.B. Blumen malen) und ermutigt jeden, mitzumalen. Ein anderes Mal plant er mit dem Pflegepersonal einen Nachmittagsspaziergang, besorgt die Rollstühle und geht mit den Senioren hinaus. Die regel­mäßige Durchführung vielfältiger Angebote – von Spielnachmittagen über Musikstunden bis hin zu Spaziergängen – steht im Zentrum der Arbeit.

Kommunikation mit Bewohnern, Angehörigen und Team

Im Kontakt mit den Bewohnern nehmen Betreuungsassistenten eine begleitende und zugewandte Rolle ein. Sie führen einfache, wertschätzende Gespräche über Alltagsthemen und Sorgen und hören aktiv zu. Mit Menschen mit Demenz arbeiten sie in deren Welt (Validation, einfache Sprache) und geben emotionale Sicherheit. Kommunikation ist stets biografisch geprägt: Indem sie auf Lebensgeschichten eingehen (z.B. alte Hobbys ansprechen), fördern sie Teilhabe.

Angehörige werden eng eingebunden und informiert. Betreuungsassistenten berichten Familien regelmäßig von Aktivitäten und geben Neuigkeiten weiter. Sie können als Anlaufstelle fungieren, wenn ein demenzkranker Bewohner seinen Tag nicht mehr klar schildern kann – dann wissen Angehörige, dass ihr Angehöriger gut betreut wird. Oft ist eine Betreuungsassistenz derjenige Dienstleister, der den Angehörigen den Alltag des Bewohners vermittelt. Wichtig ist auch, Rückmeldungen der Angehörigen anzunehmen: Diese kennen Vorlieben der Senioren und können bei Biografiearbeit helfen.

Gleichzeitig berichten Betreuungsassistenten dem Pflegeteam kurz über auffällige Beobachtungen (Stimmung, Mobilität, vor allem bei Beschwerden oder Stürzen) – idealerweise in Teamrunden oder Tagesberichten. So bleibt das gesamte Team informiert und kann Pflege und Betreuung nahtlos abstimmen. Eine enge fachliche Abstimmung mit der Heimleitung und den Pflegefachkräften sorgt dafür, dass alle auf dem aktuellen Stand sind und die Qualität der Betreuung hoch bleibt.

Beschäftigungsarten der Seniorenbetreuung

Malen und Basteln

Material: Aquarellfarben, Buntstifte, Pinsel, Malpapier, Ton, Filz, Perlen, Kleber, Scheren.

Anleitung: Eine moderierte Mal- oder Bastelrunde gestalten. Jeder Bewohner kann ein eigenes Bild oder Bastelprojekt frei gestalten oder nach einem Thema malen (z.B. Blume im Frühling). Die Betreuungsassistenz gibt Hilfestellung (z.B. beim Halten des Pinsels, Aufspannen von Papier) und ermutigt zum Ausprobieren.

Beispiele: Einen Frühlingsbaum malen (mit Fingerfarben oder Pinsel), bunte Collagen aus Naturmaterialien kleben (Blätter, Zweige), Weihnachtsschmuck aus Ton formen.

Musizieren und Singen

Material: Radio/CD-Player, Seniorenliederbuch, Klang- und Rhythmusinstrumente (Glockenspiel, Tamburin, Rasseln, Trommeln).

Anleitung: Gemeinsames Singen bekannter Lieder (z.B. Volkslieder) oder Musizieren. Einfache Instrumente verabreichen (z.B. eine Trommel). Die Betreuungsassistenz spielt Instrumente oder singt mit und motiviert zum Mitsingen oder Mitklatschen. Bei Bedarf werden die Liedtexte gezeigt oder verteilt.

Beispiele: Gemeinsames Singen eines Kirchen- oder Volkslieds, Rhythmusübungen mit einer Trommel, eine kleine Sing-AG mit Gitarrenbegleitung.

Vorlesen und Geschichtenerzählen

Material: Große Schriftbücher, Kurzgeschichten, Gedichtbände, Bilderkarten, Hörbücher.

Anleitung: Die Betreuungsassistenz liest stundenweise aus einem Buch vor oder erzählt Geschichten. Dabei kann sie zwischen einzelnen Bewohnern herumlaufen oder in Kleingruppen lesen. Auch Bewohner können von eigenen Erlebnissen oder Erinnerungen erzählen (Erzählkreis).

Beispiele: Vorlesen einer Kurzgeschichte für Demenzkranke (mit Bildern), Lesestunde mit Seniorenzeitung, Austausch von Erinnerungen an Jugendzeit.

Brett- und Kartenspiele

Material: Schach, Dame, Mensch-ärgere-dich-nicht, Rummikub, Memo-Spiel, Spielkarten (Skat, Rommé).

Anleitung: Spielgruppen leiten, Regeln erklären und anleiten. Spiele werden nach Absprache ausgewählt – für Demenzkranke eignen sich einfache, bekannte Spiele. Die Betreuungsassistenz kann Gehilfen geben (z.B. das Hinhalten der Karten) und gemeinsame Siegesfreude teilen.

Beispiele: Runde Memory spielen, um Gedächtnis anzuregen; eine Partie Bingo oder Domino; gemeinsames Kartenspiel wie Rommé oder Quartett.

Gesprächs- und Erzählkreis

Material: Fragekarten (z.B. zu Familiengeschichte), Erinnerungsgegenstände, Kaffeetisch.

Anleitung: In der Gruppe oder im Einzelgespräch mit offenen Fragen „Was war dein schönstes Fest?“ oder anhand alter Fotos ins Gespräch kommen. Die Betreuungsassistenz moderiert den Kreis, ermutigt schüchterne Teilnehmer und hört aktiv zu. Die Gesprächsrunde kann mit Kaffee oder Tee begleitet sein.

Beispiele: Biografie-Sprechen über Kindheitserinnerungen, Austausch über aktuelle Tageszeitung-Nachrichten in einfacher Sprache.

Spaziergänge und Ausflüge

Material: Rollstühle, Rollatoren, festes Schuhwerk, Regenschirm.

Anleitung: Moderierte Spaziergänge im Garten oder nahegelegenen Park. Die Assistenz achtet auf Sicherheit (z.B. langsames Tempo, Haltegriffe). Regelmäßig innehalten zum Anschauen von Blumen oder für Bewegungsspiele an frischer Luft. Auch Ausflüge (z.B. zum Dorffest) sind möglich, nach Absprache mit Pflegepersonal.

Beispiele: Morgendlicher Rundgang zum Füttern der Tauben, Mittagsspaziergang nach dem Essen, Spaziergang zur Kirche am Sonntag.

Gymnastik und Sitztanz

Material: Stühle, Radio oder Lautsprecher, bunte Tücher für Bewegungen.

Anleitung: Leichte Bewegungsübungen im Sitzen (Armkreisen, Nackenrollen) oder Sitztanz nach Musik (z.B. Volkstänze auf dem Stuhl). Die Betreuungsassistenz gibt laut Anweisungen und macht mit. Musik fördert die Motivation.

Beispiele: „Seniorengymnastik“ zu Volksliedern, gemeinsames Kreistanz-Lied mit bunten Tüchern, Sitz-Yoga mit sanften Dehnungen.

Tanznachmittag

Material: Tanzmusik (z.B. Walzer, Rock’n’Roll), ggf. Rollstühle oder Stühle zum Halten.

Anleitung: Organisieren eines kleinen Tanzfestes. Musik auflegen und Bewohner zum Mitswingen oder leichten Mittanzen animieren. Wer mobil ist, kann auch vom Stuhl aufstehen. Die Betreuungsassistenz führt einfache Tänze an oder begleitet einen Tanzpartner (z.B. Polonaise).

Beispiele: Gesellschaftstanzrunde im Gemeinschaftsraum, Polonaise durch den Flur, gemeinsamer Abschluss mit dem „Ententanz“.

Biografiearbeit und Erinnerungsbücher

Material: Fotoalben, Scheren, Kleber, Aufkleber, alte Postkarten, Zeitungsausschnitte.

Anleitung: Zusammen mit dem Bewohner ein Erinnerungsalbum gestalten. Dazu schaut man alte Fotos an, sortiert Bilder oder gestaltet Seiten mit Stichworten (z.B. „Unsere Hochzeit 1965“). Die Betreuungsassistenz interviewt dazu beiläufig und notiert Stichworte, die dann gesammelt werden.

Beispiele: Gemeinsames Erstellen eines Lebenslauf-Poster mit Fotos, Anfertigen eines Familienbuchs mit Kleber und Stiften.

Tiergestützte Aktivitäten

Material: Bilder von Tieren, Stofftiere, ggf. ein Therapiehund unter Aufsicht oder ein Haustier (Kaninchen, Meerschweinchen).

Anleitung: Einmalige oder regelmäßige Besuche eines Therapiehundes ermöglichen (mit Zustimmung der Einrichtung). Ansonsten gibt es Streicheltiere. Die Assistenz bringt Fotos von Tieren mit und erzählt Geschichten darüber oder lässt die Bewohner mit einem kaschierten Stoffhund „Gassi gehen“.

Beispiele: Begleitung eines Bewohners, der Angst vor Hunden hat, beim Kennenlernen eines Therapiehundes; Füttern einer Katzenfigur oder eines echten Kleintiers im Innenhof.

Snoezelen (Sensorik-Raum)

Material: Sensorische Materialien – bunte Lichter, weiche Decken, Leuchtvorhänge, Klangschale, Duftlampen, leichte Rollenspielzeuge.

Anleitung: Eine ruhige Zeit im Snoezelraum oder -wagen gestalten. Bewohner können dort ungestört liegen/sitzen und sich Sinnesreizen hingeben. Die Betreuungsassistenz begleitet sanft und erklärt nicht zu viel, sondern lässt Bewohner auf die Reize reagieren. Zusätzliche Wahrnehmungsstimuli (z.B. Luftballon mit Duft) werden angeboten.

Beispiele: Gemeinsames Liegen auf weichen Matten mit leisen Klängen, Fühlen unterschiedlicher Stoffe mit verbundenen Augen, leichtes Wippen in einer Hängematte.

Handmassage und Fingergymnastik

Material: Natives Öl oder Lotion, kleine Massagebälle, weiche Tücher.

Anleitung: Sitzende Bewohner erhalten an Händen und Armen sanfte Massagen. Dabei werden Nacken und Schultern leicht mit bewegt, um Verspannungen zu lösen. Danach folgen Feinmotorik-Übungen mit kleinen Bällen oder Kneten. Die Betreuungsassistenz erklärt die Griffe, massiert und motiviert zum Mitmachen (z.B. Faust öffnen).

Beispiele: Durchführen einer Parfüm-Fläschchen-Übergabe („Duftübung“) oder Anbieten von Seidenstoffen zum Streicheln („Tastspiele“).

Duft- und Aromatherapie

Material: Duftöle (Lavendel, Zitrone, Orange), getrocknete Kräuter (Kamille, Lavendel), Aroma-Kerzen.

Anleitung: Duftende Kräuter oder Öle dem Raum zufügen. Bewohner können an Gefäßen riechen oder an einem Lappen riechen. Die Assistenz sprüht etwa Lavendelwasser, um zu beruhigen, oder spritz Zitrone, um munter zu machen. Parallel erzählt sie Geschichten über Blumen/Gewürze.

Beispiele: Duftwolke durch Kurkuma und Zimt einatmen (erfrischend), gemeinsam Handcreme mit ätherischem Öl herstellen.

Backen und Kochen leicht gemacht

Material: Rührschüssel, Teigutensilien, Teigzutaten (Mehl, Eier, Butter), Backblech.

Anleitung: Gemeinsam einen einfachen Kuchen- oder Plätzchenteig zubereiten. Die Betreuungsassistenz gibt Handreichungen (z.B. Eier aufschlagen) oder leitet eine Bewohnerin an. Durch nachfolgendes Backen entsteht ein gemeinsames Erfolgserlebnis und ein duftendes Ergebnis. Ein moderierter Essensteilerichtranz fördert die Partizipation.

Beispiele: Verrühren eines Rührkuchenteigs, Ausstechen von Weihnachtsplätzchen, Zubereiten eines Obstsalats zum Nachmittag.

Kaffeerunde und Plauderstunde

Material: Kaffeekanne oder Kaffeemaschine, Tassen, Kekse, Servietten.

Anleitung: Eine gemütliche Runde beim Kaffee halten. Der Betreuungsassistent bringt den Kaffee herum, hilft beim Einschenken und deckt den Tisch. Anschließend unterhält man sich in der Gruppe über Alltagsthemen. Ein ruhiger, informeller Rahmen regt zum Erzählen an und fördert soziale Kontakte.

Beispiele: Geburtstagskaffee mit selbstgebackenem Kuchen, „Kaffeklatsch“ über vergangene Zeiten, Münchener Kaffeehaus-Atmosphäre nachstellen.

Modenschau oder „Kleiderkarussell“

Material: Ausgewählte Kleidungsstücke, Stoffmuster, Spiegel.

Anleitung: Bewohner dürfen fröhlich Kleidungsstücke anprobieren und sich im Spiegel betrachten. Die Betreuungsassistenz präsentiert abwechselnd ein Teil als „Modenschau“. Dabei können Fragen zur Farbe oder Jahreszeit gestellt werden („Welches Kleid ist schöner?“). Dies fördert Selbstwert und Erinnerungen an eigene Zeiten als festliches Event.

Beispiele: Bunte Schals herumreichen, Mini-Laufsteg im Flur mit Lieblingsmusik, gemeinsames Kombinieren eines Outfits für den nächsten Ausflug.

Näh- und Handarbeitsrunde

Material: Bunte Stoffreste, Garn, Nähnadeln, große Stopfnadeln, Fäden.

Anleitung: Wer noch feinmotorische Fähigkeiten hat, näht einfache Dinge. Die Betreuungsassistenz kann Stiche vormachen, Nadeln reichen und Hilfestellung leisten. Auch Nichtnäher schnippen mit Wolle oder weben Stoffstreifen ein. Wichtig sind kleine Erfolgserlebnisse (z.B. einen Knopf befestigen).

Beispiele: Einen bunten Stoffbeutel nähen (ein Bewohner schleift die Nadel), Knöpfe annähen an zusammengelegte Hemden, einen Schlüsselanhänger aus Filz applizieren.

Erinnerungsinterview („Zeitzeugen-Gespräch“)

Material: Aufnahmegerät (optional), Kaffeetisch, eventuell selbst geschriebene Fragenliste.

Anleitung: In einem Gespräch stellt der Betreuungsassistent einfache Fragen zum Leben („Was hast du früher gearbeitet?“). Der Bewohner antwortet mündlich, während die Assistenz Notizen macht oder Audio aufnimmt. So entstehen Geschichten aus erster Hand, die auch andere interessieren können. Gleichzeitig fühlt sich der Bewohner wertgeschätzt.

Beispiele: Aufzeichnen einer Geschichte über den ersten Schultag des Bewohners, gemeinsam alten Soldatenkameraden-Briefe anschauen und über Kriegserinnerungen sprechen.

Gemeinsames Lesen in Großschrift

Material: Zeitschriften/Großdruck-Bücher, Lesebrillen.

Anleitung: Vorlesen großer Drucktexte, die Senioren selbst mitverfolgen. Zum Beispiel liest man Zeitungsauszüge oder große Bücher rundum den Tisch. Auch ökumenische Geschichten oder Gedichte mit großem Schriftbild sind geeignet. Bewohner können abwechselnd einzelne Absätze vorlesen.

Beispiele: Vorlesen eines Heimatromans in großen Lettern, Zeitung vorlesen und über Nachrichten diskutieren, Gedichtzitate raten lassen.

Therapeutisches Kneten (Ergotherapie-Übung)

Material: Weiche Therapieknete, Knetball, Ton.

Anleitung: Knetball mit den Händen drücken, ausrollen und formen. Dies stärkt Hände und fördert die Feinmotorik. Die Betreuungsassistenz kann mit unterschiedlichen Farben Knetformen vorgeben oder kleine Figuren einbauen (z.B. Formen eines Herzens aus Knete). Eine warme Handmassage danach steigert das Wohlbefinden.

Beispiele: Teig aus Knete rollen und Plätzchen formen, „Knet-Strickliesel“ für Bewegung, einen kleinen Tennisball kneten zur Stärkung.

Gartenarbeit leicht

Material: Kleine Pflanztöpfe, Erde, Zimmerpflanzen (z.B. Kräuter, Blumen), Pflanzscheiben.

Anleitung: Bewohner können Pflanzen gießen oder erden nachfüllen. Die Betreuungsassistenz richtet Pflanzgefäße und erklärt einfache Pflegeschritte. Gemeinsam kann man Kräutertöpfe bepflanzen (z.B. Basilikum) oder Blumen nach Farben sortieren. Dabei spricht man über Gartenwissen und Jahreszeiten.

Beispiele: Einen Minigarten im Wohnbereich anlegen (Kräuterschale für die Küche), bunte Blumen pflanzen, Erdbeerpflanzen in Töpfe setzen, Blätter in der Gießkanne sammeln.

Tisch decken und einfache Haushaltsaufgaben

Material: Geschirr, Gläser, Besteck, Servietten, Tischdecke.

Anleitung: Die Betreuungsassistenz lässt Bewohner einfache Vorbereitungen treffen, z.B. das Tischgedeck zu richten. Dabei erklären und demonstrieren, wie Teller, Besteck und Gläser korrekt hingestellt werden. Bewohner übernehmen kleinschrittige Aufgaben (z.B. Servietten falten oder Salzstreuer füllen). Durch solche Tätigkeiten erhalten sie Selbstwirksamkeitserfahrungen im Alltag.

Beispiele: Gemeinsames Eindecken des Nachmittagskaffees, eine Bewohnerin faltet Serviettenfiguren, andere helfen beim Gläserstellen.

Gemeinsames Feiern und Runden

Material: Luftballons, Geburtstagskerzen, kleines Geschenkpapier, Plätzchen.

Anleitung: Rituale wie Geburtstagsfeiern, Festtage oder jahreszeitliche Anlässe im Team vorbereiten. Die Betreuungsassistenz plant mit den Senioren zusammen das Programm (z.B. Dekoration, Lieder auswählen) und führt moderierend durch die Feier. Auch gemeinsame Spiele (z.B. Stühlerücken) können Teil sein.

Beispiele: Geburtstagskaffee mit Lied und Kerzen auspusten, gemeinsames Singen eines Laternen-Liedes am Martinstag, Ostereiersuche im Garten.

Andacht und geistliche Angebote

Material: Gesangbuch, Andachtskerze, Bibel, Kreuz.

Anleitung: In Zusammenarbeit mit Seelsorge oder freiwilligen Helfern eine kurze Andacht oder Gebetsrunde veranstalten. Die Betreuungsassistenz liest Texte vor, spielt Orgelmusik oder singt Kirchenlieder mit den Anwesenden. Auch ruhige meditative Phasen (z.B. Kerzen anzünden) können angeboten werden.

Beispiele: Sonntägliche Licht-Andacht mit beruhigender Musik, gemeinsames Singen der Sonntagsmesse-Lieder, Rosenkranz-Gebet im Gruppenraum.

Gleichgewichts- und Koordinationsübungen

Material: Handtuch (für Balancetests), Sessel zum Festhalten, Softball.

Anleitung: Kleine Balanceübungen im Stehen oder Sitzen. Zum Beispiel einen Fuß vor den anderen setzen, sich wie an einer imaginären Linie langbalancieren. Die Betreuungsassistenz hält sich schützend an einem Arm bereit. Alternativ: Sitzballspiele (Ball fangen und rückwärts werfen) schulen Koordination.

Beispiele: Ballwürfe unter Anleitung, auf einem Bein stehen (mit Halt), Balancieren entlang einer Bodenlinie.

Tast- und Fühlspiele

Material: Fühlbox mit unterschiedlichen Materialien (Sand, Stoff, Kork, Knete), Tastbilder.

Anleitung: Bewohner ertasten mit geschlossenen Augen unbekannte Gegenstände in Boxen. Die Assistenz moderiert Rate-Spiele („Was fühlst du?“, „Ist es hart oder weich?“). Solche Spiele sprechen den Tastsinn und die Fantasie an. Dabei wird sanft über die Hände gestrichen oder verschiedene Stoffe gereicht.

Beispiele: Fühlbox mit unterschiedlichen Früchten, Tastbilder (Strukturkarten). Bewohner ertasten einen Muschel- oder Sand-Behälter und beschreiben, was sie spüren.

Instrumente basteln (Klangspiele)

Material: Leere Dosen, Reis, Bohnen, Klebeband, Strohhalme, Kerzenreste.

Anleitung: Einfache Instrumente basteln: Eine leere Dose mit Reis füllen, Deckel befestigen – schon ist eine Rassel fertig. Mit einem Strohhalm und Papier entsteht eine Flöte. Die Assistenz zeigt den Bau, bemalt die Instrumente ggf., und danach wird gemeinsam Musik damit gemacht.

Beispiele: Basteln einer Musikhörnchen (Dose mit Reis), Bau eines Windspiels aus Holzstäbchen und Bändern, Trommeln mit Hockern.

Quiz- und Ratespiele

Material: Quizkarten (Fragen zu Allgemeinwissen, Promis), Würfelspiele, Tafeln.

Anleitung: Kleine Quizrunden organisieren. Die Betreuungsassistenz liest Fragen vor und lässt Bewohner antworten. Alle können mitraten. Dies fördert kognitive Fähigkeiten. Belohnungen (Punkte oder ein Lächeln) motivieren zum Mitmachen.

Beispiele: Einfache „Wer wird Millionär?“-Fragen anpassen, Buchstabensuppe-Spiel, Alltagsrätsel („Was essen wir mittags?“).

Bingo

Material: Bingo-Karten, Zahlenmarker (Bohnensäckchen).

Anleitung: Klassisches Bingo spielen: Zahlen werden aufgerufen, Bewohner markieren diese auf ihren Karten. Die Assistenz achtet darauf, dass alle Karten lesbar sind, und ruft die Gewinnzahlen laut an. Dieses einfache Gesellschaftsspiel fördert Aufmerksamkeit und ist stark emotional: Jubelrufe bei „Bingo!“ heben die Stimmung.

Beispiele: Bingo mit großen Kartennummern, thematisch angepasst (z.B. Bild-Bingo mit Tieren, statt Zahlen).

Puzzle-Gruppe

Material: Große Puzzles (Karton, 50–100 Teile) mit klaren Motiven.

Anleitung: Mehrere Bewohner setzen im Gemeinschaftsraum gemeinsam ein Puzzle. Die Betreuungsassistenz hilft beim Sortieren der Teile (Rand zusammenlegen) und spricht über das Motiv. Jeder kann mitmachen, oft führt das erfolgreiche Legen eines Teils zu sichtbarem Stolz.

Beispiele: Landschafts-Puzzle in einer Woche gemeinsam lösen, jeden Tag ein kleines Motiv vervollständigen.

Basteln mit Naturmaterialien

Material: Frische oder getrocknete Blätter, Äste, Tannenzapfen, Moos, Kleber, Fäden.

Anleitung: Bewohner sammeln unter Anleitung Material aus dem Garten. Danach gestalten sie z.B. Herbstgestecke oder Türkränze. Die Assistenz gibt Ideen (z.B. Faltblätter aufkleben) und hilft beim Zusammenfügen. Dies spricht Kreativität und Feinmotorik an.

Beispiele: Blätter pressen und als Lesezeichen laminieren, Floristisches Gesteck aus Tannenzapfen, Aufhängen bunter Blättergirlanden.

Kerzen ziehen oder -verzieren

Material: Kerzenwachsplatten, Dochte, Kerzenhalter, Wachsreste, Buntstifte oder Glitzer für Verzierung.

Anleitung: Wachsplatten werden um einen Docht gerollt, so entstehen eigene Kerzen. Die Betreuungsassistenz erklärt das Prinzip und hilft beim Rollen. Anschließend können die Kerzen bemalt oder mit Glitzer dekoriert werden. Ein schönes Andenken entsteht, das beim nächsten Kerzenziehen Freude macht.

Beispiele: Einen Geburtstagskerzen-Workshop: Bewohner stellen Kerzen für anstehende Geburtstage her.

Schmuck basteln

Material: Perlen, bunte Schnüre, elastisches Band, Dosenringe.

Anleitung: Auffädeln von Perlen oder Dosenringen zu Armbändern oder Halsketten. Die Assistenz steckt größere Perlen vor, bei kleinen Perlen helfen geübtere Bewohner. Solche manuellen Tätigkeiten fördern die Fingerfertigkeit und ermöglichen Stolz auf ein kleines Geschenk.

Beispiele: Freundschaftsbänder knüpfen, Perlenarmbänder mit je zwei Farben anfertigen.

Weben (kleine Stoffstücke)

Material: Pappkarton-Webrahmen (Schlitze an den Enden), Wolle in verschiedenen Farben.

Anleitung: Jeder Bewohner webt nach Anleitung ein kleines Muster in einen Papp-Webrahmen. Die Assistenz bereitet den Rahmen vor, zeigt den Webschlag. Bewohner ziehen das Garn vor und zurück. Das Ergebnis kann als Kissenhülle oder Bilderrahmen verwendet werden.

Beispiele: Weben eines bunten Streifenmusters, später Aufziehen eines Bildes in den fertigen Rahmen.

Perlenarmbänder knüpfen

Material: Bunte Bänder oder Gummibänder, Perlen, Verschlüsse.

Anleitung: Bewohner fädeln große Perlen auf ein Band. Ältere Menschen können einfache Knoten mit Anleitung binden. Die Assistenz hilft beim Verschließen und unterstützt bei feinmotorischen Herausforderungen.

Beispiele: Freundschaftsarmband mit Namensperlen, einen farbigen Schlüsselanhänger knüpfen.

Internationale Feste und Musik

Material: Musiktitel aus verschiedenen Ländern, passende Snacks oder Getränke.

Anleitung: Zu einer thematischen Runde (z.B. „Abend in Frankreich“) spielt man Landestypische Musik und probiert kleine Köstlichkeiten. Bewohner werden zu dem Land befragt, manche erinnern sich vielleicht an Reisen. Die Assistenz moderiert Geschichten zu den Liedern und bindet ggf. Angehörige ein, die Rezepte beisteuern.

Beispiele: Kartoffelsuppe aus Polen kochen bei polnischer Folkloremusik, „Italienischer Abend“ mit Pasta und Neapel-Liedern, Frühlingsfest mit Blumenmusik.

Schattentheater

Material: Taschenlampe, Pappfiguren (z.B. ausgeschnittene Tiere), Leinwand oder weißes Tuch.

Anleitung: Gemeinsam eine kurze Geschichte mit Schattenfiguren aufführen. Die Assistenz schneidet Figuren aus, befestigt sie an Stäbchen. Im abgedunkelten Raum leuchtet sie mit Taschenlampen auf die Wand. Bewohner können bei der Erzählung mit einer Glocke mitwirken oder selbst Figuren halten.

Beispiele: Ein Märchen nachstellen (z.B. „Hans und die Bohnenranke“ als Schatten), Tiergeschichten mit Schattenbildern.

Geschichtenwürfel

Material: Würfel mit Bildern oder Themen, Schreibblock (optional).

Anleitung: Würfel mit sechs verschiedenen Bildern werden geworfen. Danach erzählt die Gruppe gemeinsam eine Geschichte, die alle gewürfelten Bilder einbindet. Die Assistenz würfelt, zeigt die Bilder, und jeder fädelt eine Satzzeile an. Dies trainiert Fantasie und Sprache.

Beispiele: Würfel: (Haus, Baum, Katze, Auto, Sonne, Buch) – daraus entsteht eine Geschichte vom Samstagsausflug.

Zeitungs- oder Zeitschriftenrunde

Material: Ausgeschnittene Artikel aus Seniorenzeitschriften oder Zeitungen (in großer Schrift), Kopien.

Anleitung: Artikel werden vorgelesen und diskutiert. Besonders geeignete Themen: Reiseberichte oder Rätsel. Die Assistenz erleichtert das Verstehen, stellt Rückfragen („Wie findest du das?“). Dies fördert Gemeinschaft und Aufmerksamkeit.

Beispiele: Vorlesen einer Kurznachricht und darüber sprechen, Kreuzworträtsel aus der Zeitung lösen.

Tablet/Computer-Vorführung

Material: Tablet oder einfacher Laptop mit Bildergalerie, altem Fotos digitalisiert.

Anleitung: Digitales Fotoalbum präsentieren (z.B. Urlaubsbilder). Die Assistenz führt durch die Bilder, zoomt ein, erklärt kurz, und lässt Bewohner eigene Erinnerungen erzählen. Auch einfache Apps (Malen auf dem Tablet, Tierbilder anschauen) sind möglich.

Beispiele: Multimediale Diaschau alter Familienfotos, gemeinsames digitales Memory mit Fotos der WG-Bewohner.

Pflanzenkunde-Quiz

Material: Bilderkarten von Pflanzen/Blumen, echtes Kräuterstrauß.

Anleitung: Einfache Fragen raten („Welche Farbe hat die Rose?“) mithilfe von Karten zeigen. Die Assistenz bindet die Pflanzenküche ein („Riecht mal an der Kamille“). Dieses Spiel verbindet Wissen mit sinnlicher Erfahrung.

Beispiele: Ratequiz mit bunter Blütenkarte, Benennen von Küchenkräutern nach Geruch.

Erlebnisbericht/Zeitreise

Material: Historische Fotos oder Zeitungsausschnitte, alte Alltagsgegenstände.

Anleitung: Gemeinsam eine „Reise in die Vergangenheit“ unternehmen. Die Assistenz erzählt von früheren Zeiten und zeigt Bilder (z.B. Berlin 1950er). Bewohner ergänzen mit Erzählungen. Oder man schreibt eine kurze Geschichte („So war das Leben früher“) zusammen.

Beispiele: Durchblättern alter Schlagzeilen, Bewohner schildert eigene Konfirmation oder Kindheit, Vorlesen einer zeitgenössischen Kurzgeschichte.

Töpfern mit Ton

Material: Spezieller lufttrocknender Ton, Plastikmesser, Glanzlack.

Anleitung: Bewohner formen eigenhändig einfache Gebilde (Schalen, Figuren) aus weichem Ton. Die Assistenz modelliert vor und hilft beim Glätten. Nach dem Trocknen können die Ergebnisse bemalt werden.

Beispiele: Einen Seestern formen und bemalen, Schälchen für Bonbons herstellen.

Indoor-Minibowling

Material: 5–6 Plastikflaschen oder kleine Kegel, leichter Ball.

Anleitung: Flaschen im Raum aufstellen, Bewohner mit kleinem Ball abrollen lassen. Die Assistenz richtet die „Pins“ auf und zählt Treffer. Einfache Ziele motivieren und trainieren Koordination.

Beispiele: Kegelspiel im Flur, Bemalen der „Kegel“ als Zwerge.

Sitz-Basketball

Material: Großer Papierkorb oder Karton als Korb, weicher Stoffball.

Anleitung: Im Sitzen werfen die Bewohner den Ball nacheinander in den Korb. Die Betreuungsassistenz hält das Ziel, zieht Abstand oder gibt Tipps zum Zielen. Dieses Spiel stärkt Oberkörper und Augen-Hand-Koordination.

Beispiele: Papierkorb-Dart: Mehrere Körbe aufstellen, Bewohner wählen aus, zählt die Körbe.

Karaoke und Singen

Material: Mikrofon (abwesender Bedarf), Musik-CD mit bekannten Liedern, großer „Becher“ als Mikrofonersatz.

Anleitung: Musik auflegen und Bewohner einzeln oder in der Gruppe singen lassen. Die Assistenz kann Texte halten oder singen. Auch ohne Technik ergibt das Singen in der Gemeinschaft ein Erlebnis.

Beispiele: „Atemlos durch die Nacht“-Runde, gemeinsames Singen zum Mitklatschen, Karaoke-Auftritt im Gemeinschaftsraum.

Licht- und Klangparcours

Material: Bunte Lichter (LED-Streifen), verschiedene Klangquellen (Windspiel, Glöckchen).

Anleitung: Ein kleiner „Parcours“ wird aufgebaut, z.B. ein leuchtendes Tuch, durch das man gelangt, oder Klangspiele, die man betätigen kann. Im Dunkeln werden Lichtimpulse gesetzt. Die Betreuungsassistenz führt behutsam und erklärt die Wirkung. Dies stimuliert Sinne spielerisch.

Beispiele: Dunkelraum mit Lampion-Stationen, Gongschlag auf Kommando, Lichtmalen mit LED-Stift.

Basale Stimulation (Körper und Sinne)

Material: Sanft duftende Tücher, weiche Bälle, vibrierende Kissen.

Anleitung: Bewohner erhalten taktile Reize: z.B. sanfte Berührungen mit Feder oder Massagebürste auf Armen und Schultern. Auch rhythmisches Klopfen kann die Eigenwahrnehmung anregen. Die Assistenz begleitet behutsam, fragt nach Empfindungen.

Beispiele: Eine Bewohnerin wählt Duftöl (Lavendel) für Handmassage, Kuschelkissen mit leichtem Vibrieren legen, beruhigende sanfte Berührung auf dem Rücken.

Zimmerpflanzen gießen und pflegen

Material: Gießkanne mit Wasser, Zimmerpflanzen (farne, Kaktus, Blumen).

Anleitung: Bewohner übernehmen das Gießen. Die Assistenz erklärt, wie viel Wasser jede Pflanze braucht. Beim Wässern unterhält man sich über Gartenpflege. Dabei beobachten die Senioren das Wachstum ihrer Pflanzen.

Beispiele: Betreuungskraft hilft beim Einpflanzen von Ablegern, Blumengießen nach Plan anleiten, beim Gießen Geschichten über Gärten erzählen.

Fotobox und Verkleiden

Material: Alte Hüte, Tücher, Kostümteile, Fotokamera.

Anleitung: Bewohner verkleiden sich mit bereitgelegten Accessoires und posieren für Fotos. Die Betreuungsassistenz macht Bilder und druckt sie aus oder zeigt sie auf dem Tablet. Oft entstehen lustige Situationen und Erinnerungsfotos, die alle zum Lachen bringen.

Beispiele: Verkleidung als Königin/König (Krone aufsetzen), Hut-Roulette, Foto eines Pärchens im historischen Stil.

Kategorie Material, Spiele, Bücher

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