Liebe Baseballgemeinde, willkommen zum Rückblick auf Woche 11 in der Major League Baseball.
Heute will ich mal einen Gruß in die Schweiz senden. Der Blog bekommt täglich einen Klick aus der Schweiz, also viele Grüße dahin und danke, dass Du vorbei schaust :).
Standings
American League East
Die AL East ist eine Zweiklassengesellschaft. Die Tampa Bay Rays (37-25, +7) führen die Division an, obwohl sie diese Woche nur eins von fünf Spielen gewinnen konnten, darunter ein Sweep gegen die Detroit Tigers. Ihr Run Differential ist positiv, aber sie performen aktuell rund fünf Spiele über, das ist eine der größten Abweichungen in der Liga. Drew Rasmussen warf für die Rays den besten Start der Woche: 7.0 IP, 0 ER, 9 K, 0 BB. Auf Platz zwei stehen die New York Yankees (38-26, +96), das Team mit dem weitaus besten Run Differential in der Division aufgrund ihres expected W-L von 42-22 müssten sie eigentlich auf Platz 1 liegen. Dazu kommt die Nachricht, dass Aaron Judge mit einer Stressfraktur in der ersten rechten Rippe diagnostiziert wurde mindestens vier bis sechs Wochen ausfällt. Dahinter klafft schon eine gewaltige Lücke und die Toronto Blue Jays (32-34, -13) folgen auf Platz drei und gewannen drei ihrer sechs Spiele gegen die Braves und Orioles. Die Baltimore Orioles (31-35, -31) folgen wiederrum auf Platz vier und sind weiter mit negativen Run-Differential unterwegs. Die Boston Red Sox (27-36, -9) schließen die Division ab und splitteten dieses Wochenende die Serie mit den Yankees, allerdings wurde ein Spiel wegen Regens verschoben.
American League Central
Die Cleveland Guardians (37-30, +1) führen die AL Central an, allerdings mit einem Run Differential von gerade mal +1, was zeigt, wie knapp es in dieser Division zugeht. Anfang letzter Woche konnten sie die Serie gegen die Yankees gewinnen (siehe Serien der Woche). Auf Platz zwei folgen die Chicago White Sox (34-31, +8), die nach einer 2-4-Woche ein bisschen Boden verloren haben. Die Minnesota Twins (30-37, -26) stecken auf Rang drei fest und verloren zuletzt die Serie gegen die Royals, nachdem sie Anfang der Woche noch die Serie gegen die White Sox gewinnen konnten. Rang vier und fünf teilen sich die Detroit Tigers (27-39, -24) und die Kansas City Royals(27-39, -48), beide liegen 9.5 Spiele zurück. Detroit scheint aktuell etwas Momentum zu gewinnen, denn sie spielten mit Abstand die stärkste Woche in der Division und gewannen 5 aus 6 inklusive eines Auswärtssweeps in Tampa Bay. Die Offensive wird getragen von Dillon Dingler, er verzeichnete sieben Hits in 23 At-Bats, drei Homeruns, zehn RBI und einen OPS von 1.110. Die Royals gingen ebenfalls 5-2, mit Noah Cameron als Pitcher der Woche: 7.0 IP, 1 ER, 8 K, 0 BB.
American League West
Die Seattle Mariners (34-32, +29) führen die AL West an, und sind das einzige Team der Division mit einer positiven Bilanz. 10 Siege aus den letzten 15 Spielen brachten sie an die Divisionsspitze. Die Texas Rangers (32-33, +14) liegen auf Platz zwei 1.5 Spiele zurück und gewannen vier ihrer sechs Spiele und haben trotz negativer Gesamtbilanz ein positives Run Differential. Rang drei belegen die Athletics(31-34, -43), die akuell knapp 3 Spiele überperformen. Am Wochenende verloren sie die Serie gegen die Houston Astros (30-37, -29) 1-2, die ihrerseits auf Platz vier der Division stehen. Isaac Paredes lieferte mit drei Homeruns, neun RBI, OPS 1.132 in 21 At-Bats die beste Hitter-Woche des Teams. Die Los Angeles Angels (25-41, -51) schließen die Division ab, gingen 2-4 und performen leicht unter ihrer erwarteten Bilanz von 28-38.
National League East
Die Atlanta Braves (45-21, +116) bleiben weiterhin das dominierende Team der National League und bauen ihren Vorsprung weiter aus. Letze Woche gewannen sie 5 der 6 Spiele und sweepten am Wochenende die Pirates (mehr dazu in der Serie der Woche). Auf Platz zwei stehen die Philadelphia Phillies (35-30, -19), die letzte Woche ebenfalls 5 Spiele gewinnen konnten, inklusive Heimsweep gegen die struggelnden Padres. Allerdings liegen sie fast fünf Spiele über der erwarteten Bilanz, das ist einer der größten Overperformance-Werte der Liga. Die Washington Nationals (33-33, +4) folgen auf Platz drei und verloren vier ihrer sechs Spiele, darunter ein Sweep zu Hause gegen Miami. Das war allerdings die erste Serienniederlage seit Anfang Mai, ebenfalls gegen die Marlins. Die Miami Marlins (31-35, -20) folgen wiederrum auf Rang vier und hatten eine starke Woche mit 5 Siegen. Neben der Serie gegen die Nationals konnten sie auch die Serie gegen die Rays gewinnen. Die New York Mets (29-36, -5) schließen die Division auf Platz fünf ab und spielten eine ausgeglichene Woche.
National League Central
Die NL Central hat zum ersten Mal seit April wieder ein Team unter .500, denn die Reds fielen mit einer vier Spiele Niederlagenserie erstmals unter diese Marke. Die Milwaukee Brewers (40-23, +105) dominieren dagegen die NL Central klar und führen sie mit 5 Spielen Vorsprung an. Sie gewannen 5 ihrere 7 Spiele letzte Woche, inklusive einem Sweep bei den Rockies. Auf Platz zwei stehen die St. Louis Cardinals (35-28, -2) mit einem aktiven Winning Streak von vier Spielen, darunter ein Heimsweep gegen die Reds. Ihr Run Differential ist leicht negativ, sie performen aktuell ca. 4 SPiele über ihrer erwarteten Bilanz von 31-32. Rang drei und vier teilen sich die Pittsburgh Pirates (34-32, +30) und die Chicago Cubs (34-32, +3). Pittsburgh verlor drei Spiele in Folge und konnten nur 2 ihrer 4 diese Woche gewinnen. Die Cubs gingen, trotz Pete Crow-Armstrongs überragender Woche: 11/25, vier Homeruns, OPS 1.401, ebenfalls nur 2-4. Die oben erwähnten Cincinnati Reds (31-33, -51) schließen die Division ab, verloren vier in Folge und gewannen nur ein einziges Spiel in der gesamten Woche gegen die Royals.
National League West
Die Los Angeles Dodgers (42-24, +133) führen die NL West souverän an. Ihr Run Differential ist das beste in der gesamten Liga, und auf dieser Basis wäre eine Bilanz von 47-19 zu erwarten, fast fünf Spiele besser als die tatsächliche Bilanz. Roki Sasaki warf diese Woche gegen die Angels sieben scoreless Innings mit zehn Strikeouts, Yamamoto, ebenfalls gegen die Angels, acht Innings mit einem Run, die Rotation funktioniert also bei den Dodgers (okay, es waren auch nur die Angels...). Auf Platz zwei folgen die Arizona Diamondbacks (34-31, -10), die sich an den San Diego Padres (33-31, -18) vorbeimogeln, da die eine schwache Woche erlebten und nur eins der sechs Spiele gewannen. Von den letzten 15 Spielen gewannen sie nur 4. Außerdem gingen die letzen 4 Serien verloren, dabei wurden sie 2x von den Phillies gesweept. Rang vier belegen die San Francisco Giants (27-39, -48). Matt Chapman lieferte die wohl bemerkenswerteste individuelle Hitting-Performance der Woche: 8/21, drei Homeruns, 14 RBI, OPS 1.321. Mehr zu den Giants aber, wie immer, weiter unten. Den letzten Platz nehmen die Colorado Rockies (24-42, -99) ein, die aktuell einen vier Spiele Losing Streak haben und sich damit den längsten Losing Streak der Liga mit den Reds teilen.
Serien der Woche
Cleveland Guardians @ New York Yankees
Die Cleveland Guardians standen vor der Saison kaum im Fokus der Prognosen, führten die AL Central nach mehr als einem Drittel der Spielzeit aber mit einem Spiel Vorsprung auf die White Sox an. Trotz eines verhaltenen Saisonstarts von José Ramírez trugen vor allem vier Spieler unter 25 Jahren die Offense: Travis Bazzana (139 wRC+) und Chase DeLauter (120 wRC+) überzeugten an der Plate, während Brayan Rocchio und Angel Martínez defensiv wie offensiv über Erwartung performten. Nun kam es also zum Duell gegen die Yankees, die in der AL East auf Platz 2 mit einem Spiel Rückstand auf die Rays lagen. Daher wollte ich mir dieses Duell etwas genauer ansehen.
Die Yankees verloren das erste Spiel der Serie gegen die Guardians mit 4:9, und das Spiel offenbarte die strukturellen Schwächen des Kaders. Cam Schlittler, bis dahin der zuverlässigste Starter der AL, hatte seinen schlechtesten Start der Karriere: acht hard-hit Balls, ein Two-Run Home Run im vierten Inning, und ein etwas langsamerer Fastball. Die Offense beschränkte sich weitgehend auf Paul Goldschmidts Beitrag, zu wenig, um einen schwachen Start aufzufangen. Aus dem Bullpen kam dann Camilo Doval, er lud aber zunächst die Bases mit 0 Outs, ehe Travis Bazzana ein Bases-Clearing-Double ins Right Field schlug und Cleveland damit auf fünf Runs Vorsprung davon zog. Anthony Volpe lieferte immerhin ein defensives Highlight im siebten Inning.
Die Cleveland Guardians sicherten sich dann im zweiten Spiel mit einem 5:4-Sieg schon den Seriensieg und demonstrierten dabei ihre offensive Power gegen Gerrit Cole. Kyle Manzardo eröffnete das Scoring im zweiten Inning mit seinem siebten Homerun der Saison, ehe Jazz Chisholm Jr. mit einem 409-Fuß-Blast ausglich. José Ramírez, der gegen Cole ohnehin eine starke Karrierebilanz vorweist, führte Cleveland mit einem RBI-Single von Rhys Hoskins und einem späteren Solo-Homerun auf 4:2. Cole verließ das Feld nach dem sechsten Inning in Line for the Loss. Die Yankees konnten zweimal verkürzen, zuletzt durch ein Sac Fly von Cody Bellinger im sechsten Inning und einen weiteren im neunten, kamen aber nicht mehr an Cade Smith vorbei, der die letzten zwei Outs sicherte.
Die Yankees sicherten sich dann wenigstens das Serienfinale mit 2:1 und verhinderten damit einen Home-Sweep. Carlos Rodón lieferte seinen dritten starken Auftritt in Serie: sechs Innings, ein Run, mit verbesserter Command nach den schwachen Starts von Cole und Schlittler zuvor. Cleveland ging durch ein Fairchild-RBI-Single im vierten Inning in Führung, nachdem José Ramírez erneut mit einem Leadoff-Single und Stolen Base Druck erzeugt hatte. New York glich durch ein Chisholm-Sacrifice-Fly aus. Den entscheidenden Moment lieferte Ryan McMahon im siebten Inning: Nach einer Stolen Base und Wild Pitch stand der Go-ahead-Run auf Third und McMahon schlug einen Grounder durch die rechte Seite für das 2:1. David Bednar sicherte seinen 13. Save der Saison.
Die Guardinas konnten den Yankees somit eine empfindliche Serien-Heimniederlage zufügen. Mit Carlos Rodón konnte auf der Seite der Yankees der einzige Pitcher wirklich überzeugen (6.0 IP, 1 ER, 7 K, 3 BB), während auf der Seite der Guarians Kyle Manzardo mit einem OPS 2.044, 2 HR und 3 RBI überzeugte.
Pittsburgh Pirates @ Atlanta Braves
Am Wochenende hat sich dann so richtig keine Serie angeboten daher habe ich mich einfach für die Serie mit den meisten kombinierten Wins entschieden (76). Beide Teams haben aus den letzten 15 Spielen 10 gewonnen. Die Braves führen die NL East und auch die gesamte NL mit einer Bilanz von 42-21 an, haben also doppelt so viele Spiele gewonnen wie verloren. Die Pirates stehen auf Platz 2 der NL Central, 4.5 Spiele hinter den Brewers.
Und der Favorit gewann dann auch das erste Spiel der Serie mit 6:3, angetrieben von einer erneut überragenden Leistung Mauricio Dubóns (OPS 1.144, 1 HR, 3 RBI über die Serie). Martin Pérez startete für Atlanta und warf fünf Innings mit fünf Strikeouts und zwei Walks. Nach zwei sauberen Innings ließ er im dritten drei Runs zu, darunter ein Sacrifice Fly und ein RBI-Grounder. Mitch Keller startete für Pittsburgh, doch Dubón erzwang nach 3:1-Rückstand zunächst mit einem Solo-Homerun den Ausgleich, sein dritter Homer in drei Spielen, und drehte das Spiel im fünften Inning mit einem RBI-Single. Dominic Smith ergänzte mit einem Sacrifice Fly, Austin Riley traf zum 6:3. Kurios war, dass es in diesem Spiel acht ABS-Challenges gab, wovon sechs overturnt wurden.
Die Braves bezwangen die Pirates am Samstag dann zum zweiten Mal in Folge mit 6:3 und sicherten sich damit bereits die Serie. Spencer Strider überstand fünf Innings, erlaubte drei Earned Runs auf fünf Hits, darunter drei Doubles im vierten Inning, und sicherte sich drei Strikeouts bei zwei Walks. Bereits im ersten Inning gelangen Acuña und Dubón Leadoff-Singles, bevor ein Sacrifice Fly von Albies und ein Double von Austin Riley die Braves auf 2:0 in Führung brachten. Nachdem die Pirates im fünften Inning durch ein Sacrifice Fly von Brandon Lowe auf 3:3 ausglichen, antworteten die Braves prompt: Ein Doppelsteal von Acuña und Olson bereitete das entscheidende Momentum vor, ehe Dominic Smith einen Two-Run-Homer ins Opposite Field schlug und den Vorsprung auf 6:3 ausbaute. Der Bullpen bestehend aus Dodd, Lee, Kinley und Iglesias, ließ danach nichts mehr anbrennen und hielt die Pirates über vier Innings in Schach.
Mit einem 3:2-Sieg sicherten sich die Braves dann gestern den Series Sweep und schlossen einen 5-1-Homestand ab. Bryce Elder kämpfte sich durch sechs Innings und erlaubte zwei Runs, darunter einen Leadoff-Homer von Spencer Horwitz, sowie mehrere Walks, die in einer Bases-loaded-Situation im dritten Inning mündeten. Ein Nick-Gonzales-Double Play begrenzte dann den Schaden glücklicherwise auf einen Run. Die Braves-Offense blieb gegen Bubba Chandler bis zum siebten Inning weitgehend harmlos, ehe ein Throwing Error, zwei Walks die Bases lud. Michael Harris II trat dann als Pinch-Hitter an und brachte mit einem bases-clearing-Double gegen Reliever Evan Sisk alle drei Läufer nach Hause. Didier Fuentes, zehn Tage vor seinem 21. Geburtstag, navigierte durch ein nervenaufreibendes neunte Inning mit Läufern on the Corners und sicherte sich mit dem abschließenden Strikeout gegen Endy Rodríguez seinen ersten Career Save.
Die Braves stehen nun bei einer Bilanz von 45-21 und sind weiterhin eines der Top Teams der Liga. Diese Woche müssen sie nun zu den White Sox und Mets. Die Pirates stehen nun bei 34-24 und vielen durch den Sweep von Platz 2 auf Platz 4 der Divison zurück.
Around the League
Ich hatte ja nicht gedacht, dass Max Kepler nochmal ein Team in der MLB findet, aber die Arizona Diamondbacks verpflichteten ihn nun. Er absolviert noch eine 80-Game-Suspension wegen eines positiven PED-Tests und kann erst am 25. Juni zum Team stoßen. In der vergangenen Saison bei den Phillies schlug der 33-jährige Deutsche .216 mit 18 Home Runs und 52 RBIs.
Kurz nachdem beide Seiten ihre Eröffnungsvorschläge für ein neues Collective Bargaining Agreement ausgetauscht hatten trafen sich die MLB-Eigentümer diese Woche in New York. Commissioner Rob Manfred bekräftigte die Forderung nach einem Hard Salary Cap und räumte ein, dass das bisherige Competitive Balance Tax-System gescheitert sei. Trotz massiver finanzieller Unterschiede, die Dodgers zahlten allein 2025 rund 169,4 Millionen Dollar Luxury Tax, soll laut Manfred einstimmige Eigentümerunterstützung für eine vollständige Zentralisierung der TV-Einnahmen bestehen. Die MLBPA bezeichnete den Eigentümervorschlag hingegen als schlechtestes Spielersystem aller großen Sportligen. Einen nächsten Verhandlungstermin gab es noch nicht und ein Lockout für 2027 scheint auch nicht unwahrscheinlich.
Die Dodgers transferierten Tyler Glasnow auf die 60-Day Injured List, nachdem seine Rückenprobleme gravierender ausfielen als zunächst erwartet. Der Rechtsänder hatte seinen Start am 6. Mai in Houston nach nur einem Inning abbrechen müssen und stand seitdem nicht mehr auf dem Mound. Sein Wurfprogramm wurde inzwischen vollständig eingestellt, frühestens ab dem 6. Juli wäre eine Aktivierung möglich.
Jacob Misiorowski warf am Samstag gegen die Colorado Rockies einen 103,7-mph-Fastball, das war der schnellste Pitch eines Starting Pitchers seit Beginn des Trackings im Jahr 2008. Der 24-jährige Rechtsänder ließ dabei in sieben Innings nur einen unearned Run zu, bei 8 SO und senkte seinen ERA auf 1,50. Insgesamt warf er 52 Pitches mit mindestens 100 mph, darunter 45 mit mindestens 101 mph. Mit 203 Karriere-Strikeouts in 28 Appearances erreichte er den 200er-Meilenstein als siebtschnellster Pitcher der MLB-Geschichte.
Giants Corner
Die Serie gegen die Brewers verlief, sagen wir mal, anders als erwartet und das Spiel letzten Sonntag gegen die Rockies war wohl doch nicht der erhoffte Dosenöffner, zumindest was den Anfang der Serie angeht. Den nach den 19 Runs, die wir am Sonntag scoren konnten, kassierten wir am Montag dann direkt 16 gegen uns. Wir waren damit das zweite Team in den letzten 25 Jahren mit 16+ Runs scored und 16+ allowed in aufeinanderfolgenden Spielen. Am Dienstag erledigte uns dann Kyle Harrison mit, career high, zwölf Strikeouts, drei davon gegen Rafael Devers. Spätestens nach diesem Auftakt rechnete ich mit einem Sweep in der Serie, allerdings dominierte dann am Mittwoch Logan Webb mit einem Beinahe-Perfect-Game über sieben Innings. Erst Brice Turang brach den Zauber im siebten mit einem Single. Rookie Victor Bericoto lieferte dann den einzigen Run per erstem MLB-Homerun. Am Donnerstag gewannen die Giants dann u.a. durch einen Grad Slam von Eric Haase. Dieser Grand Slam war der 5. Grand Slam in den letzten 17 Spielen, was ein neuer Franchise Record darstellt. Die kürzeste Zeitspanne von 5 Grand Slams waren bisher 23 Spiele in der Saison 1970. 2 Spieler, die nicht im Giants Series Recap (Öffnet in neuem Fenster) auftauchten, aber in Milwaukee überragende Zahlen auflegten waren Jung Hoo Lee 14 PA, .571 BA, 1.214 OPS und Bryce Eldridge 14 PA, .500 BA, 2 BB, 1.154 OPS. Besonders Eldridge ist aktuell nicht mehr aus dem Lineup wegzudenken.
Ab Freitag stand dann die Serie der Giants in Chicago bei den Cubs an. Und Spiel eins war wieder ein offensives Highlight, welches die Giants mit 18:3 gewannen. Die Superlative über die offensiven Leistungen reißen nicht ab, hier (Öffnet in neuem Fenster) ist eine Auflistung derer. Die Giants konnten die Serie am Ende mit 2-1 gewinnen (Öffnet in neuem Fenster), wobei die beiden Spiele am Samstag und Sonntag offensiv nicht mehr so spektakulär waren und beide im 10. Inning jeweils an eines der beiden Teams ging.
Den Roadtrip in Denver, Milwaukee und Chicago (der letzte 3-Städte-Roadtrip dieser Saison) konnten die Giants mit einer Bilanz von 5-5 und 68 Runs (fast 7 Runs per Game) abschließen. Nach den ersten beiden Spielen in Denver, ist das durchaus noch eine annehmbare Bilanz. Im Saisonschnitt scoren die Giants gut 4 Runs per Game. Man sieht also schon, dass die Offensive langsam in Fahrt kommt. Auf dem Roadtrip hatten sie einen BA von .312, einen OPS .900 und 28 Walks, bei 17 Homeruns. Allein Adames, Schmitt und Chapman schlugen zusammen 10 Homeruns und 10 Spieler sammelten mindestens 1 HR. Defensiv performen sie im Infield auch gut (vor allem Arraez), allerdings muss das Pitching, vor allem der Bullpen, noch etwas aufholen (ERA von 6.01 auf dem Roadtrip), aber das war von Anfang an wohl das Kalkül: Mehr Runs scoren als kassieren. Zumindest auf diesem Roadtrip hat das ganz gut geklappt.
Giants Stats
Standings
Gesamt: 27-39 (#25 in MLB) | L10: 5-5 | Streak: W1
NL West: #4 | GB: 15.0 | WCGB: 7.5
Home: 12-16 | Away: 15-23
Run Differential: -48 (#26 in MLB) / -0.73 pG
Offense
AVG: .256 (#2 in MLB) | OPS: .718 (#11 in MLB)
HRs: 66 (#18 in MLB) | HR-Leader: Casey Schmitt (15)
Runs: 272 (#21 in MLB) / 4.12 pG | SB: 18 (#30 in MLB)
Pitching
ERA: 4.46 (#22 in MLB) | WHIP: 1.41 (#24 in MLB)
Strikeouts: 518 (#23 in MLB)
Runs Against: 320 / 4.85 pG
Best Hitters – Last 7 Days
Matt Chapman | 8/21 (0.381) | OPS 1.321 | 1 2B | 3 HR | 14 RBI
Willy Adames | 6/25 (0.240) | OPS .985 | 1 2B | 3 HR | 6 RBI
Casey Schmitt | 7/34 (0.206) | OPS .671 | 3 HR | 5 RBI
Best Pitchers – Last 7 Days
Logan Webb (3.6.) | 7.0 IP | 0 ER | 4 K | 1 BB | GS 78
Robbie Ray (5.6.) | 5.0 IP | 0 ER | 4 K | 5 BB | GS 62
Landen Roupp (6.6.) | 5.2 IP | 1 ER | 5 K | 3 BB | GS 61
Stats Corner
Top 5 Teams – Last 15 Games
Los Angeles Dodgers | 11-4 | 0.733
Milwaukee Brewers | 10-5 | 0.667
Philadelphia Phillies | 10-5 | 0.667
Seattle Mariners | 10-5 | 0.667
Atlanta Braves | 10-5 | 0.667
Worst 5 Teams – Last 15 Games
San Diego Padres | 4-11 | 0.267
Chicago Cubs | 5-10 | 0.333
Minnesota Twins | 5-10 | 0.333
Colorado Rockies | 5-10 | 0.333
Athletics | 5-10 | 0.333
Top Hitters – Last 7 Days
Matt Chapman (SF) | OPS 1.321 | 3 HR | 14 RBI | 28 PA
Hunter Goodman (COL) | OPS 1.302 | 4 HR | 8 RBI | 28 PA
Dillon Dingler (DET) | OPS 1.110 | 3 HR | 10 RBI | 27 PA
Isaac Paredes (HOU) | OPS 1.132 | 3 HR | 9 RBI | 27 PA
Pete Crow-Armstrong (CHC) | OPS 1.401 | 4 HR | 6 RBI | 27 PA
Top Pitchers – Last 7 Days
Drew Rasmussen (TB, 5.06.) | 7.0 IP | 0 ER | 9 K | 0 BB | GS 84
Roki Sasaki (LAD, 5.06.) | 7.0 IP | 0 ER | 10 K | 2 BB | GS 81
Noah Cameron (KC, 2.06.) | 7.0 IP | 1 ER | 8 K | 0 BB | GS 79
Logan Webb (SF, 3.06.) | 7.0 IP | 0 ER | 4 K | 1 BB | GS 78
Yoshinobu Yamamoto (LAD, 6.06.) | 8.0 IP | 1 ER | 4 K | 0 BB | GS 78
Vorschau auf die kommende Woche
Am Anfang der nächsten Woche steht das "Rückspiel" der Yankees bei den Guardians auf dem Plan. Außerdem spielen die Phillies bei den Blue Jays, in einem Matchup der Mannschaften, die dieses Jahr bisher unter den Erwartungen performen.
Zum Wochenende spielen dann die Dodgers bei den White Sox. Außerdem die müssen die Phillies bei den Brewers ran, können die Phillies ihren guten Lauf auch gegen die Brewers aufrecht erhalten? Die Yankees müssen gegen die Blue Jays ran, die Mariners bei den Nationals und es kommt zum Rückspiel der Cubs bei den Giants.
Das war’s für diese Woche – wir lesen uns nächsten Montag wieder, wenn es wieder heißt: Inside the Dugout – der deutsche MLB-Wochenrückblick!