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Re-Skilling meets Sauerteigbrot

Wie wir uns auf Fähigkeiten besinnen, die wir längst vergessen haben

Okay, ich geb´s zu - ich bin zwar “late to the party”, also ein Spätzünder in Bezug auf das Sauerteig-Game, aber ich sag mal so: Besser spät als nie!

Jetzt ist das ja hier kein Back-Blog, da sind andere Menschen eindeutig die vertrauenerweckenderen ExpertInnen, aber: Mein Sauerteigbrot hat mich etwas über Kreativität gelehrt und war der perfekte Aufhänger für ein Thema, das mich schon lange beschäftigt:

Re-Skilling! Alles, was Oma konnte, wir aber verlernt haben

Abgesehen davon, dass Oma und Opa gesagt hätten, “Re-Skilling? Was ist das denn wieder für´n Tinneff!”(Meine Großeltern waren Münsterländer;)), meint das Wort korrekt übersetzt: “Neuqualifizierung”.

Die Definition laut Haufe Akademie lautet: "Reskilling" bedeutet "Umqualifizierung" oder "Neuqualifizierung". Reskilling bezieht sich auf das Erlernen neuer Fähigkeiten, um auf veränderte Anforderungen im Arbeitsmarkt zu reagieren.”

Gut, klingt nach Wirtschaftskauderwelsch. Wie kommt jetzt das Sauerteigbrot ins Spiel?

Re-Skilling bedeutet für MICH nämlich noch etwas anderes: Das kreative (Wieder)erlernen von “altem” Wissen, um unabhängiger von immer extremerer Digitalisierung zu werden.

Bevor jetzt die ersten ihre Mitgliedschaft kündigen, weil sie denken, sie sind hier auf einem Verschwörungs-Kanal gelandet: Niemand spricht davon, dass wir lernen müssen, eine Erdbehausung zu bauen, in das wir uns am Tag des Weltuntergangs zurückziehen können.

Ich mache ein Beispiel - (der Sauerteig kommt gleich, versprochen):

Wann bist Du das letzte Mal ohne Navi gefahren? E-B-E-N!! Ich kann mich auch nicht mehr daran erinnern. Das hat aber zur Folge, dass ich, wenn die Verbindung in meinem E-Auto zu meinem Google-Navi auf der Autobahn abbricht (und das tut sie manchmal, während aber das Sicherheitssystem meines Autos nicht erlaubt, während der Fahrt daran rumzuspielen), ich ordentlich ins Schwitzen gerate.

Warum ist das so? Weil wir den größten Teil unseres Lebens bequem von digitalen Routenhelfern gelotst wurden und eher selten noch in Landkarten gucken.

Dabei ist Orientierungsfähigkeit und ein bisschen Vorbereitung vor der Fahrt, eine super Sache, um ein deutlich entspannteres Gefühl zu haben. Gleichzeitig lernen wir mit jedem Mal mehr über Umgebung und Strecken. Und wenn man sich verfährt, heißt es ja so schön: “Umwege erhöhen die Ortskenntnis.”

Jetzt verstehe ich aber, dass das vielleicht (noch) etwas zu hochgegriffen ist. Ein Navi erleichtert einem eine Menge, das gebe ich zu - vorallem spart es Zeit. Gleichzeitig finde ich es absolut beeindruckend, wenn meine Eltern noch aus dem Schlaf heraus sagen können, welche Abfahrten sie nehmen müssen, um von Koblenz (Rheinland-Pfalz) nach Neuruppin (Brandenburg) zu kommen.

Kategorie Persönliche Einblicke

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