Es ist Ende November, der erste Frost knistert zwischen den Blättern. Ich puste in meinen Tee, Wolkengrau vor dem Fenster, das jetzt eine neue Aussicht bietet, denn ich habe den Tisch verschoben. Und dann denke ich daran, dass es gerade noch zwei Monate sind, bis ich diese Aussicht jeden Tag habe. Jeden Tag schreiben. Jeden Tag ich sein. Jeden Tag Angst, da bin ich mir sicher. Und trotzdem bereue ich nichts.

Ich beginne diesen Beitrag an einem Freitagmorgen, seit ein paar Monaten ist das mein Schreibtag. Erkauft mit weniger Stunden, weniger Geld, klar, dafür werde ich mit dem Gefühl bezahlt, in die richtige Richtung zu laufen. Und ich weiß nicht, ob man das aufwiegen kann. Womöglich erfahre ich es im nächsten Jahr …
Datum
19.12.2025
Kategorie
Schreiblebenliebe
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