Es ist bereits Anfang März, als ich dieses Logbuch beginne, der Frühling kam hereingepoltert und draußen vor dem Fenster toben die Eichhörnchen über die Äste. Vorgestern erreichten mich die ersten Exemplare meines Buches mit der Post, und seitdem gucke ich immer mal nach, ob es wirklich echt ist - ja, ist echt. Träume sind seltsam, wenn man sie plötzlich in der Realität lebt. Irgendwie unaufgeregt, Lesen-auf-der-Couch-mäßig, und wir wissen doch alle, dass das die besten Tage sind.

Seit einem Monat bin ich jetzt ohne festen Job, und ich stolpere direkt über meine eigene Formulierung. Warum sage ich das so? Ich arbeite doch. Ich arbeite sogar sehr viel und sehr viel lieber noch dazu, wer hätte das gedacht? (Spoiler: Alle, mit denen ich darüber gesprochen habe.) Und trotzdem gehe ich fest davon aus, mir hier eine Art Urlaub zu gönnen, eine Auszeit vom echten Leben, das im Sommer, spätestens im Herbst dann wieder beginnt, oder wann auch immer mein Sparbuch eben kein monatliches Gehalt mehr hergibt.