
Wiebke?
Ja, Schreibtisch?
Geht’s dir besser?
Etwas, ja.
Tut mir leid, dass es mit den Buchverkäufen gerade nicht so läuft.
Danke, Schreibtisch. Lieb von dir.
Und wie doof, dass es mit dem Crowdfunding für das Hörbuch nicht geklappt hat.
Nett, dass du mich daran erinnerst.
Ups. Ich Klotz.
Tatsache.
Wo wir gerade so schön unsensibel sind - kannst du eigentlich vom Schreiben leben?
Sagen wir mal so, ich kann mir von den gelesenen eBook-Seiten meiner Romane und vom Autorinnenanteil an den verkauften Taschenbüchern wöchentlich ein halbes Heißgetränk leisten. Darüber gibt’s übrigens einen Song:
https://www.youtube.com/watch?v=PrBdty4TFwk (Öffnet in neuem Fenster)Hörst du jetzt etwa auf mit dem Schreiben?
Nee. Ich versuche im Moment nur nicht, davon leben zu wollen.
Also Timeout.
Eher Funout. Ich schreibe das, was mir Spaß macht. Keine Posts für den Algorithmus, kein suchmaschinenoptimierter Content. Und erst recht keine KI-generierten Texte. Hab ich sowieso nie gemacht.
Klingt vernünftig. Was ist mit der Musikroman-Trilogie?
Daran arbeite ich natürlich weiter. Ich will ja wissen, wie es weitergeht mit Mona und Ole. (Öffnet in neuem Fenster) Aber ich lass mir Zeit mit dem letzten Teil.
Der Vergleich kam jetzt von dir.
Und was ist mit … mit uns?
Ach, Schreibtisch. Auf die Diskussionen mit dir will nicht verzichten. Ebenso wenig wie auf die Musikempfehlungen und Buchtipps.
Awww!
Jepp.
Dann hau mal raus.
Gerne.
💌 Neu dabei? Hier kannst du die monatlichen Impulse abonnieren💌 (Öffnet in neuem Fenster)
4 Songs, die mich im Juni glücklich gemacht haben
Jessica Pratt: This Time Around. (Öffnet in neuem Fenster) Tröstend, bezaubernd und schlicht. Wie Sonnenlicht, das durch die Bäume fällt.
Aaron Frazer: Bring You A Ring. (Öffnet in neuem Fenster) Smooth, soulig, mit lässigem Querflötensolo.
The Girl And The Ghost: A Little Longer. (Öffnet in neuem Fenster) Groovy und cool. Klingt wie Sommer in der Großstadt, kurz bevor der Morgen dämmert.
Harry Styles & Jules Buckley Orchestra: Bridge Over Troubled Water (Öffnet in neuem Fenster). Klug gecovert, engelsgleich gesungen. Oh, Harry.
3 Menschen, von denen ich was lernen konnte
Wenn man vom Schreiben nicht leben kann, muss man sich einen Job suchen. Blöd nur, dass ich meine letzte Bewerbung vor 25 Jahren verfasst habe. Auftritt Volker Klärchen. (Öffnet in neuem Fenster) Sein Onlinekurs Einfach Bewerben ist hervorragend aufgebaut, voll mit Insiderwissen, motivierend und unterhaltsam. Riesenempfehlung.
Im Juni habe ich mich nebenjobbedingt mit Tee beschäftigt. Ich fand den YouTube-Kanal vom Tee Kontor Kiel (Öffnet in neuem Fenster) und zack, landete ich in einem wohlriechenden Rabbit Hole voller Matcha, Sencha und Darjeeling. Olli vom Tee Kontor erklärt und verkostet sehr sympathisch und ohne “wenn du deinen Bancha heißer als 80 Grad aufgießt, wird dich der Teegott in seinem gusseisernen Mörser zerquetschen”.
Wenn ich nicht gerade Tee trinke oder mich bewerbe, singe ich. Jeden Tag. Singen hilft. Immer. Die besten und unaufgeregtesten Warm-ups für Einsteiger und Fortgeschrittene hat Kathleen Hansen, (Öffnet in neuem Fenster) immer mit Fokus auf einen gesunden Umgang mit der Stimme. Money Money Mo, Yo Ho Ho! (Öffnet in neuem Fenster)
2 Bücher, die ich jetzt auch endlich mal gelesen habe
Rutger Bregman: Im Grunde gut. (Öffnet in neuem Fenster) Eine Einladung, die Menschheit aus einer freundlicheren Perspektive zu betrachten. Die Lektüre hat mir gutgetan. Wenn du keine Zeit oder keinen Nerv für das ganze Buch hast, empfehle ich dir den Epilog mit den zehn Lebensregeln.
Saša Stanišić: Möchte die Witwe angesprochen werden, platziert sie auf dem Grab die Gießkanne mit dem Ausguss nach vorne. (Öffnet in neuem Fenster) Geschichten vom Zufall und von ungelebten Möglichkeiten. Oh Gott, kann der schreiben.
“Sag! Was treibt den Künstler?” Das war Mo, auf einmal hinter uns, der Blick entrückt in die Ferne über dem Netto. “Was treibt den Künstler, sein Ideal aus dem Lande der Ideen zu ziehn?” Hä und schön (S. 135)
1 Sache, die du im Juli ausprobieren solltest
Mach am letzten Tag des Monats doch auch mal so eine 4-3-2-1-Liste. Beobachte dich selbst: Welche Musik entdeckst du neu? Welche Bücher ziehst du aus dem Regal und pustest ihnen den Staub vom Haupt? Welche Menschen inspirieren dich? Was findest du Hä und schön? Du wirst dich wundern, was bei dir kulturell und kreativ alles los ist.
Danke, dass du bis zum Ende gelesen hast. Ich kann vom Schreiben gerade nicht leben, und das ist okay so. Wenn du mich mental unterstützen willst, dann leite diesen Newsletter weiter - an die Person, die einen kreativen Impuls gerade echt gut gebrauchen kann:
Wir sehen uns Ende Juli!
Bis dahin,
Deine Wiebke