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Transatlantische Eiszeit

Monkey Monday #53

Bild KI-generiert

Man kann nicht gerade sagen, dass es Europa einfach hat mit dieser US-Regierung. Da ist ein Präsident, der die Unterstützung für die überfallene Ukraine einstellt und, in den Augen die Dollarzeichen dicker Geschäfte mit Aggressor Putin, Europa erpresserisch vor sich hertreibt. Der gleiche Präsident, der ohne Sinn und Verstand, vor allem aber ohne strategischen Plan, ein brandgefährliches Land wie den Iran angreift, selbstverständlich ebenfalls ohne seine europäischen Partner zu informieren. Dass man dies aber bestenfalls mit Schulterzucken zur Kenntnis nehmen, keineswegs aber offen aussprechen darf, vor allem, wenn man ein europäischer Regierungschef ist, das zeigen die jüngsten Entwicklungen. Neben diplomatischen Verstimmungen bestraft Trump jetzt nämlich für diese Ungehörigkeit Deutschland auf gleich dreifache Weise: durch den Abzug von mindestens 5000 Soldaten, die Streichung der geplanten Stationierung von Raketen sowie zusätzliche Zölle auf Autoimporte aus Europa, was Deutschland besonders treffen dürfte.

Es ist müßig, über den Geisteszustand des US-Präsidenten zu spekulieren oder darüber, wie sinnvoll und zielführend derartige Strafmaßnahmen sind. Eher schon ist es erhellend, über die angemessene Kommunikation mit einem derart erratischen Gegenüber jenseits des Atlantiks nachzudenken, inklusive Erklärungssuche dafür, wie einem erfahrenen Politiker wie Bundeskanzler Friedrich Merz eine derart ungeschickte Kommunikation passieren konnte. Außerdem befasst sich dieser Monkey Monday mit den möglichen Folgen der Trump’schen Verärgerung für Deutschland und Europa, beziehungsweise mit der Frage, ob es auch diesmal ein TACO (Trump Always Chickens Out - Trump kneift am Ende doch) geben wird.

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