
In dieser Folge widmen wir uns einem der meistdiskutierten und widersprüchlichsten Fälle der österreichischen Kriminalgeschichte: dem Prostituiertenmord von Linz und der dramatischen Flucht des verurteilten Zuhälters Tibor Foco.
Im März 1986 wird die 23-jährige Prostituierte Elfriede Hochgatterer tot auf Bahngleisen in Linz aufgefunden. Sie wurde gefoltert, geschlagen und durch einen Kopfschuss getötet. Rasch gerät die Linzer Rotlichtgröße Tibor Foco ins Visier der Ermittler. Er wird wegen Mordes verurteilt – doch der Fall ist von Anfang an von massiven Widersprüchen überschattet:

Der Prozess: Geständnisse unter Folterverdacht, ein fragwürdiger Gerichtsmediziner-Eklat und forensische Beweise (kein Blut an der mutmaßlichen Tatwaffe, Spermaspuren unbekannter Männer am Opfer), die ignoriert wurden.
Die Flucht: Nach sechs Jahren Haft und aus Angst vor einem Komplott plant Foco minutiös seine spektakuläre Flucht im Jahr 1995 aus der Justizanstalt Stein während eines Ausgangs an der Linzer Universität – auf einer getunten Kawasaki.
Der Wendepu

nkt: Der angebliche Komplize L. wird aufgrund neuer Beweise (widerrufene Zeugenaussage, entlastende DNA) freigesprochen. Daraufhin wird auch Focos Urteil aufgehoben.
Die erneute Anklage: Trotz der Aufhebung des Urteils wird Foco erneut angeklagt, da modernere forensische Methoden neue Indizien (Nagellack-Spuren, Hundehaare, Schmauchspuren auf seiner Jacke) zutage fördern.
Der meistgesuchte Mann: Foco schlägt Angebote der Justiz für ein "freies Geleit" aus und ist bis heute flüchtig. Er gilt als einer der meistgesuchten Verbrecher Europas, auf den eine Belohnung von 20.000 Euro ausgesetzt ist.
Wenn du diesen Podcast unterstützen möchtest, aber keinen zusätzlichen Abbucher am Konto haben möchtest, kannst du mir per Paypal eine kleine Spende zukommen lassen. (Öffnet in neuem Fenster) Vielen lieben Dank!
Auf Instagram (Öffnet in neuem Fenster)poste ich ebenfalls mehr Material zu den Fällen (und Katzenfotos).