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SEXSCHWEISS

Zwischen Jazz und Punk

Ox-Interview von Wolfram Hanke

Mitte Januar haben SEXSCHWEISS die Deutschpunk-Pioniere SLIME bei Konzerten in Schweinfurt und Lindau begleitet und dabei fulminant abgeliefert. Messerscharfes Geknüppel und das geniale Gekeife der wilden Frontfrau. Die klingt fast, als wäre jemand Annette Humpe von IDEAL gewaltig auf den Keks gegangen. In Summe ist das ein Monstertruck im Porzellanladen. Ziemlich smarter Hardcore-Punk aus München. Und im Dezember 2025 hat das Quartett aus der bayerischen Landeshauptstadt sein Debütalbum „Dada“ veröffentlicht. Höchste Zeit, sich mal zu erkundigen, wo diese Band eigentlich herkommt und was ihr Plan ist. Sängerin Claudia Röhrle und Gitarrist Maximilian Hirning haben unsere Fragen beantwortet.

Bandmitglieder von SEXSCHWEISS
Foto: Marie Lehmann

Wie hat das alles angefangen mit SEXSCHWEISS?

Maxi: Wenn ich nicht so viel auf Tour bin, arbeite ich viel im Import Export. Das ist einer der wenigen alternativen Läden in München, in dem cooles Programm läuft. Konzerte, Film, Workshops oder Diskussionen. Da ist Claudia mit ihrer anderen Band FRAUENSTRASSE aufgetreten. Die machen Technobeats und sie schreit drüber. Die ist mir sofort aufgefallen und ich habe sie angesprochen, weil ich schon lange den Plan hatte, wieder eine Rockband zu starten. Sie hatte Zeit und Bock, also haben wir uns ein Jahr lang ziemlich regelmäßig getroffen und viele Sachen ausprobiert. Auch elektronische Musik. Aber wir sind dann schnell auf Punk gekommen, diese Songs haben am besten funktioniert. Dann haben wir konkret nach Leuten gesucht, die das auch live spielen können. Wir haben dann schnell unseren Schlagzeuger Dominik gefunden, der im Metal unterwegs ist. Als letztes kam noch Basti dazu, der bei uns den Moog spielt als Ersatz für den Bass, obwohl er eigentlich Freejazz und sehr komplizierte Musik macht, aber er hatte Bock auf Punk. Und so hat sich der Sound langsam entwickelt.

Woher kommt diese Lust auf Krach?

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