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März oder gefühlt doch schon wieder ein halbes Jahr vorbei?

Hallo in die Runde, ich hoffe es geht euch gut (und wenn nicht ist natürlich auch ok in allerherzlichster Drinnie-Manier).

Ich bin ganz frei mit euch: Ich bin aktuell ziemlich schlapp. Mental als auch körperlich. Wer meinem persönlichen Instagram-Account folgt, hat vielleicht dort die eine oder andere private Angelegenheit mitbekommen, mit der ich mich für dieses Jahr stark beschäftige. Ansonsten zehren die politische Situation, das queermed_de Domainthema und viele andere Themen an mir, wodurch auch die Social Media Aktivitäten auf allen Plattformen etwas zum Ruhen gekommen sind. Aktuell fehlen einfach die Kapazitäten sich noch um die sinnhafte Bespielung der Social Media Plattformen zu beschäftigen. Gleichzeitig stehen viele bürokratische Themen für Queermed dieses Jahr an, weswegen ich mich beispielsweise die letzten Monate sehr viel mit dem Thema Buchhaltung kümmern musste.

Nachdem sich ein paar Dinge geklärt haben bzw. jetzt in der Klärung sind, hoffe ich, dass ich bald wieder mehr Kapazitäten habe und euch auch mehr Input liefern kann.

So transparent wollte ich an dieser Stelle sein.

In diesem Sinne, steigen wir ein:

Leitfaden zum sensibilisierten Umgang 2.0 - Euer Feedback wird gebraucht!

Vielleicht ist er für euch bereits längst ein Begriff oder ihr seid darüber auf Queermed gestoßen: Der Leitfaden zum sensibilisierten Umgang mit Patient*innen.

Letztes Jahr im April ging die erste ausgearbeitete Version raus, in print und Online. Zum jetzigen Stand lässt sich sagen:

  • über 362 Downloads seit April 2024

  • über 10.000 Printexemplare deutschlandweit rausgeschickt, verteilt, ausgehändigt

Erstaunlicherweise hatte ich auf der Suche nach Projektförderungen in Beratungsstellen den Hinweis bekommen, mich nur auf eine digitale Ausgabe zu konzentrieren, denn für die Printausgabe würde sich am Ende niemand interessieren. Tatsächlich kann ich anhand der Zahlen aber sehen, dass die Anfragen für die Printexemplare deutlich höher waren als die Downloads, obwohl gleichermaßen für beides geworben wurde. Dementsprechend erhielt dich von den mir aufgesuchten Beratungsstellen keinerlei Unterstützung bei der Suche nach passenden Fördertöpfen.

Als wären es nicht Überraschungen genug gewesen hatte sich in der Zwischenzeit ein Unternehmen bei mir gemeldet mit dem Interesse, Queermed zu unterstützen. Direkt zu Beginn habe ich mit offenen Karten gespielt und meine Skepsis gegenüber Firmenkooperationen geäußert. Nicht nur Firmenkooperationen allgemein, sondern auch die Problematik, welche Branchen sich damit versuchen besser zu positionieren. (Dies war noch vor der Kooperation mit Doctolib, die entsprechend ernüchternd gelaufen ist, was ich in einem vorangegangenen Newsletterbeitrag berichtet hatte.) Nach einem längeren Austausch war das Unternehmen dazu bereit, mir die notwendige Summe für den Leitfaden zur Verfügung zu stellen. Ohne jegliche Werbung, Scheckübergabe oder Sonstiges. Eine Spendenbescheinigung genügte. Dementsprechend werde ich auch an dieser Stelle keine Werbung für das Unternehmen machen, habe mich aber im direkten Austausch mit den jeweiligen Kontaktpersonen für diese wichtige Unterstützung bedankt. Denn leider befindet sich Queermed nicht in der Position um regelmäßig Projektanträge zu stellen, die notwendigen Fördertöpfe zu kennen als auch die ganzen bürokratischen Schritte zu einem Projektabschluss zu betreuen.

Ich mache das leider immer noch zu 90% alleine, neben Care-Arbeit, neben dem Vollzeitjob. Das heißt für mich, auch entsprechend Entscheidungen zu treffen, für den Zweck der Organisation. Nämlich eine nachhaltige Verbesserung der Gesundheitsversorgung von Patient*innen.

Bin ich absolut zufrieden damit? Nein. Finde ich aktuell andere Lösungen? Nein.

Solange ich nicht Ehrenamtliche finden, die mich beispielsweise beim Thema Crowdfunding, Projektanträge, Fundraising verantwortungsvoll und eigenverantwortlich unterstützen möchten, muss ich selbst schauen, wie sich Queermed finanziert. Und aktuell sind das weiterhin drei Säulen:

  • Steady-Mitgliedschaften

  • Spenden

  • Honorare für Workshops und Vorträge

Das Feedback für den Leitfaden war immens positiv, dennoch weiß ich, dass es noch besser werden könnte. Es sind bestimmte Aspekte noch gar nicht angemessen vertreten (bspw. Klassismus) als auch intersektionale Beispiele für Patient*innen in der Gesundheitsversorgung. Vieles Wissen kam tatsächlich durch meine stetige Weiterbildung dazu. Andere Aspekte kamen über das letzte Jahr hinzu, wie das Selbstbestimmungsgesetz. Vereinzelt kam auch spezifisches Feedback zu Leitlinien aus der Gesundheitsversorgung.

Nun möchte ich gerne die Arbeit an einer 2. verbesserten Auflage beginnen und habe bereits Menschen angefragt, deren Expertise ich sehr schätze um mit mir an diesem Leitfaden zusammen zu arbeiten. Bisher gibt es keine Deadline, da es erneut ein finanzielles Thema sein wird, wann die Designarbeiten an der zweiten Auflage beginnen kann. Der redaktionelle Part kann unabhängig davon starten.

Falls ihr Feedback zum Leitfaden habt, könnt ihr dieses gerne an info@queermed-deutschland.de (Öffnet in neuem Fenster) formulieren. Idealerweise auch mit Seitenangaben.

Die Hände einer Person sind zu sehen, wie sie den Leitfaden zum sensibilisierten Umgang mit Patient*innen von Queermed halten.
Credits: Jana Rodenbusch

Erneuter Aufruf: Queermed braucht Ehrenamtliche

Wie bereits in vorangegangenen E-Mails hier ein erneuter Aufruf, dass Queermed Ehrenamtliche sucht, die sich vorstellen können, die Organisation in regelmäßigen Abständen zu unterstützen.

Aktuelle Bedarfe liegen hierbei:

  • Menschen, die bereits Erfahrungen haben mit Kooperations- Partner*innenmanagement auf Vereins- /NGO-Ebene

  • Menschen mit Erfahrung zum Thema Fundraising / Spendenkampagnen / Förderanträge 

  • Menschen mit Erfahrung in Social Media

  • Menschen, die bei Events unterstützen möchten (bspw. Abendkasse, Ansprechperson am Infotisch, Fotos & Videos für Social Media während des Events) —> im Raum Köln

Falls ihr Leute kennt, die Kapazitäten dafür hätten oder ihr selbst solche Kapazitäten habt, meldet euch gerne über info@queermed-deutschland.de (Öffnet in neuem Fenster) , idealerweise mit den bisherigen Erfahrungen im besagten Bereich.

Im Gespräch: Diskriminierende Medizin, Trauma und mehr

Mit der angehenden psychologischen Psychotherapeutin Paula Kittelmann dürfte ich in ihrem Podcast "Mythos Psyche" über diskriminierende Medizin, Macht, Trauma und Psychotherapie sprechen.

Ich bedanke mich herzlich bei Paula für diese tolle Möglichkeit, über diese Themen sprechen zu können und lade alle dazu herzlich ein, mal reinzuhören und dem Podcast zu folgen. 🎧

https://open.spotify.com/episode/40wDq8kmE9feDlMSntozeZ?si=96de5d0d3f534973 (Öffnet in neuem Fenster)

Queermed liest

Wie seit den letzten beiden Newslettern gibt es auch dieses Mal wieder eine Buchhempfehlung aus der Queermed-Bücherliste.

Die Queermed-Bücherliste auf der Website, auf der eine Menge handverlesene Empfehlungen zu Büchern zu allen möglichen Themen dabei sind. Hierbei handelt es sich um unbezahlte, freiwillige Buchnennungen, die im Rahmen von persönlicher Weiterbildung gelesen wurden. In dieser Rubrik gebe ich euch eine meiner neuesten Empfehlungen:

Machtübernahme" online kaufen

Arne Semsrott - Machtübernahme. Was passiert, wenn Rechtsextremisten regieren.

Wer kontrolliert die Macht? Und wer kann sich dagegen wehren?

Transparenz ist oft ein Privileg - und genau das macht sie für viele so gefährlich. Wer hat die Ressourcen, sich mit den Machtsystemen auseinanderzusetzen, die unser Leben bestimmen? Wer kann sich wehren, wenn Staat und Konzerne in unsere Privatsphäre eindringen?

In Machtübernahme beleuchtet der Journalist und Aktivist Arne Semsrott die Strategien, mit denen Informationen vor der Öffentlichkeit verborgen werden - und wie wir sie dennoch ans Licht bringen können. Er erzählt von den Hürden, die Whistleblowerinnen, investigative Journalistinnen und engagierte Bürger*innen überwinden müssen, um Zugang zu dem Wissen zu bekommen, das uns allen zusteht. Dabei wird deutlich: Wissen ist nicht nur Macht, sondern auch Widerstand.

Mit vielen Beispielen zeigt Semsrott, wie sich Menschen gegen Intransparenz und Willkür wehren - und warum das oft ein Kampf gegen ein übermächtiges System ist. Ein Buch für alle, die sich fragen, wie Demokratie in einer zunehmend abgeschotteten Welt wirklich funktionieren kann.

(Dieses Buch ist privat erworben worden)

Kommende Termine

Für das Ende des Jahres als auch das kommende Jahr erhalte ich bereits einige Anfragen. Fest stehen bereits diese Termine bzw. Blocker:

    1. März 2025 - Präsenzworkshop an der TH Köln für TIN*-Studierende mit dem Thema “Zwischen den Zeilen lesen: Queerness, mentale Gesundheit und Minoritätenstress im Studium”

    1. März 2025 - Besuch beim Berliner LSVD e.V.

    1. März 2025 - Online Input zum Thema “Gesundheitsbedarfe intersektional gedacht” für die SPD Queer Frankfurt am Main

    1. April 2025 – Workshop für Jugendliche zum Thema “Das erste Mal allein beim Arzt”, Dortmund

    1. April 2025 – Online-Vortrag für Endokrinolog*innen, Psychotherapeut*innen und anderen medizinischen Fachkräften zum Thema „Queere Lebensrealitäten im Gesundheitswesen: Bedarfe, Barrieren und Handlungsspielräume“

    1. April 2025 - Queermed liest: Lesung mit Hengameh Yaghoobifarah und dem neuen Roman Schwindel, eine Betrachtung von polyamoren Beziehungen, in der wohngemeinschaft in Köln. (AUSVERKAUFT)

    1. Mai 2025 - Stand auf der Prisma-Expo der deutschen Pfadfinder*innenschaft St. Georg, Westernohe

    1. Mai - 14. Mai 2025 - Teilnahme an den Deutschen Antidiskriminierungstagen, Berlin 

    1. Juni 2025 - Firmeninterner Vortrag

    1. September 2025 - Multiplikator*innenworkshop für die Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen Bremen e. V, Bremen  (Öffnet in neuem Fenster)

    1. September 2025 - Save the Date. 3. re:Respekt in Köln

Sobald es mehr Informationen zur Anmeldung oder weiteren Veranstaltungen gibt, werden diese zeitnah auf der Website hinterlegt:

Bei Interesse an Webinaren, Workshops, Vorträgen oder was auch immer ihr euch wünscht, hier eine kleine Übersicht an Themen, die bisher das größte Interesse hatten:

  • Vorstellung und Funktionalität von Queermed

  • Queere Lebensrealitäten und Versorgungsbedarf von queeren Menschen im Gesundheitswesen

  • Sensibilisierte Gesundheitsversorgung

  • Medical Gaslighting

  • Patient*innenempowerment

  • Kritische Selbstreflektion / Privilegien bei der Arbeit mit Patient*innen

  • Machtstrukturen im und außerhalb des Gesundheitswesens

  • Intersektionale Lebensrealitäten und deren Versorgungsbedarfe im Gesundheitswesen

  • Diskriminierungsebenen im Gesundheitswesen

  • Empowerment von Kindern und Jugendlichen / "Das erste Mal allein beim Arzt"

  • (mentale) Belastung von Diskriminierungserfahrungen

Meldet euch gerne jederzeit mit eurer Anfrage unter Angabe von Datum, Formatwunsch, Länge, Honorar (mit Übernahme von Reise- und Übernachtungskosten unter: info@queermed-deutschland.de (Öffnet in neuem Fenster) )

Credits: Jana Rodenbusch

Das war es wieder für diesen Monat. Danke, wenn ihr bis hierhin gekommen seid. Passt auf euch auf!

Solidarische Grüße

Euer Samson

Steady Support

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