Liebe Politikinteressierte
Heute feiert die Schweiz Geburtstag. Am diesjährigen 1. August liegt zwar fast überall ein Hauch Patriotismus in der Luft. So richtig Feierstimmung kommt aber trotzdem nicht auf. Zumindest wenn man die offiziellen Feierlichkeiten der Gemeinden aussen vor lässt. Das mag daran liegen, dass unser Nationalfeiertag mitten in den Sommerferien stattfindet und viele irgendwo im Süden am Strand Cocktails schlürfen oder sich bei einer Kulturreise in Museen die Beine in den Bauch stehen. Vielleicht ist die gewisse Gleichgültigkeit aber darin begründet, dass wir das grosse Ganze aus den Augen verloren haben.
Ja, die Schweiz ist keine Insel der Glückseligkeit. Wir haben durchaus Probleme: Menschen, die am Existenzminimum leben, die Alpen, die als Lebensraum durch den Klimawandel bedroht sind, oder eine Armee, die im Ernstfall nur eingeschränkt verteidigungsfähig wäre. Und da wäre noch US-Präsident Donald Trump, der unsere Industrie mit sehr hohen Importzöllen abzustrafen versucht. Interessierte verweisen wir in diesem Zusammenhang auf unseren Artikel vom April mit dem Titel “Kinderbetreuung stärken oder Steuern senken: Mögliche Zürcher Rezepte gegen die drohende Wirtschaftskrise”. (Öffnet in neuem Fenster)
Trotzdem leben wir in einem Paradies – insbesondere im Vergleich mit vielen anderen Orten auf der Welt. Viele Schweizerinnen und Schweizer sind durch pures Glück hier zur Welt gekommen und haben darum herzlich wenig dafür geleistet, hierzulande leben zu dürfen. Eine Mehrheit der Bevölkerung musste nicht ihr Leben riskieren, um in der Schweiz einwandern und sich bei uns eine Existenz aufbauen zu können. Ganz im Gegensatz zu vielen Asylsuchenden, die sich in der Eidgenossenschaft eine bessere Zukunft erhoffen. Umso mehr müssen wir dazu beitragen, dass es in der Schweiz lebenswert bleibt.
Unseren Newsletter-Abonnentinnen und Newsletter-Abonnenten brauchen wir das eigentlich gar nicht erzählen: Politik ist keine Nebensache, die man zwischen zwei Tiktok-Videos einschieben kann. Das Abstimmungscouvert gehört nicht ungeöffnet in den Züri-Sack und Demokratie ist nicht langweilig.
Wir können mitbestimmen, in welche Richtung sich unser Land entwickeln soll. Darum ist es wichtig, dass Menschen aller politischer Couleur ihren Einfluss wahrnehmen. Mit Rathuus möchten wir einen Beitrag zur politischen Bildung leisten, indem wir über politische Ereignisse, Hintergründe und Zusammenhänge berichten.
Gemeinsam können wir die Herausforderungen der nächsten Jahre meistern.
Wir wünschen euch einen schönen 1. August.
Lorenz Steinmann und Pascal Turin
Was diese Woche aktuell ist
„Mich beschäftigt das, was die Menschen um mich herum bewegt“
Mikhail Shalaev ist Vizepräsident der Zürcher Jungfreisinnigen. Nun will er einen Sitz im Stadtrat von Zürich erobern. Er hat unseren indiskreten Rathuus-Fragebogen ausgefüllt. “Für mich ist es jedes Mal ein Erfolg, wenn ich jemanden bei einer Standaktion überzeugen oder insbesondere junge Menschen für Politik begeistern kann”, sagt Shalaev. Direkt zum Artikel. (Öffnet in neuem Fenster)Frauen-EM: Zürcher Behörden stellen sich gutes Zeugnis aus
Die Uefa Women’s Euro 2025 hat hierzulande viele Menschen vor den Fernseher gelockt. 2,75 Millionen Menschen verfolgten die Frauen-EM bei SRF. Auch der Bund, der Kanton und die Stadt Zürich zeigen sich zufrieden mit dem Megaanlass. Direkt zum Artikel. (Öffnet in neuem Fenster)Ein Zürcher Blick in die Sonntagspresse
Was gibt es Schöneres als an einem Sonntagmorgen die Zeitung aufzuschlagen? Wir haben eine Blattkritik gewagt und in drei Sonntagszeitungen nach Spuren Zürcher Politik gesucht. Dabei ist uns einiges ins Auge gestochen. Direkt zum Artikel. (Öffnet in neuem Fenster)