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Warum es oft mit der Sichtbarkeit nicht klappt und wie es wirklich funktioniert

Neulich war ich in einer Community bei einer Diskussion dabei, in der es auch wieder um Sichtbarkeit ging. Da beklagte sich eine Frau, dass sie viel zu wenig sichtbar wäre. Wir haben dann eine Weile darüber gesprochen, wie schwierig es gerade für Solounternehmerinnen ist, sichtbar für die richtigen Kunden zu werden, aber auch, was man tun kann, um es zu schaffen.

Heute haben wir eine Vielzahl an Möglichkeiten, um sichtbar zu werden und zu bleiben, viel mehr als vor 30 oder 20 Jahren.

Doch wie so oft kommt dann der Satz: Ich poste so viel, aber niemand sieht das. Woran könnte das liegen? So war es auch in der Community. Da schauen wir jetzt mal.

Einer der größten Fehler beim Posten in Social Media

Viele denken, wenn sie den Content von anderen Teilen, dann bringt das Reichweite. Manche teilen ausschließlich Content von anderen. Irgendwelche Videos oder Sprüche kann man sicher ab und zu mal teilen, jedoch nicht ausschließlich, denn dann sinkt die Reichweite drastisch und die Posts werden gar nicht mehr ausgespielt.

Und noch etwas: Wenn du Posts von anderen teilst, dann schreibe wenigstens dazu, warum du es teilst. Ich sehe so viele geteilte Posts und Videos, aber die Person, die sie geteilt hat, bleibt unsichtbar, weil sie nichts dazu schreibt.

Du zeigst nichts von dir und so weiß niemand so genau, wer hinter deinem Profil steckt

Du schreibst nicht, wer du bist, was du machst und wie du tickst. Schreibe ruhig auch mal etwas über dich. Betreibe Storytelling, indem du schreibst, wie du auf dein Business gekommen bist oder woran du jetzt gerade arbeitest. Wenn du magst, dann kannst du auch Einblicke in dein Leben geben oder auch mal über Hobbys schreiben.

Du postest nur Werbung für deine Angebote

In den sozialen Medien sollte man Werbung immer wohldosiert posten. Wenn du nur postest, was es demnächst wieder für Kurse bei dir gibt und warum man sie unbedingt kaufen muss, dann springen die Follower auch ab.

Schreibe doch stattdessen einfach mal, wie du einen solchen Kurs entwickelst und auf was für Hürden du dabei triffst. Lass die Menschen an dem Entwicklungsprozess teilhaben. So wirst du nahbar und authentisch.

Verführerisch, aber nicht förderlich: Wenn du ständig KI-Bilder postest

Ab und zu mal ein Bild posten, das von der KI generiert wurde, finde ich völlig okay. Wenn du das allerdings ständig macht, dann nutzt sich das irgendwann ab. Dann wird dein Account für andere schnell langweilig. Man scrollt drüber und nach ein paar Tagen werden deine Beiträge deinen Followern gar nicht mehr ausgespielt.

Deshalb mein Tipp: Wenn du Bilder posten willst, dann poste dich entweder bei der Arbeit. Oder poste Bilder, die zu dir und deinen Interessen passen. Vielleicht liebst du Architektur, dann kannst du Gebäude in der Stadt fotografieren und posten. Oder du zeigst Bilder von deinen Reisen.

Ich poste u. a. sehr gerne auch die Natur, Sonnenaufgänge und Blumen. So habe ich mich nicht nur als Schreibmentorin, sondern auch als „die mit den Blumen“ positioniert. Mit den Blumen mache ich vielen eine Freude und der eine oder andere wird dann sich vielleicht auch für meine anderen Themen und Angebote interessieren.

Mit was für Fotos kannst du dich positionieren? Überlege mal. Wenn du malst, dann liegt es natürlich nahe, dass du deine Bilder veröffentlichst. Das ist auch etwas, was in den sozialen Medien gerne gesehen wird, z. B. auf Instagram.

Wenn die Perspektive nicht stimmt, wirst du übersehen

Du schreibst immer nur aus deiner Perspektive und nicht aus der Perspektive deiner potenziellen Kunden. Das liest sich dann ungefähr so: Ich will, dass ihr mir helft. Ihr solltet dies eine unbedingt tun, aber natürlich mit meinem Kurs.

Du meinst vielleicht, dass du damit Follower und sogar Käufer gewinnst, aber das ist meistens nicht so. Hier ist es absolut wichtig, dass du dich in deine potenziellen Kunden hineinversetzt. Frage dich: Was brauchen sie wirklich von mir und mache ein Brainstorming. Welche Themen fallen dir ein?

Oder du machst Storytelling und erzählst etwas über dich, wie du vielleicht mit ähnlichen Problemen gekämpft hast, diese aber dann lösen konntest. Das macht immer neugierig.

Du orientierst dich nur an SEO (Suchmaschinenoptimierung)

Neulich war ich in einem Gespräch mit mehreren Solounternehmer:innen. Eine von ihnen sagte: „Jetzt habe ich einen langen Blogartikel geschrieben und mich total daran orientiert, was Suchmaschinen brauchen.“

Noch wichtiger ist es jedoch, den Menschen dabei nicht zu vergessen. Schreibe mit Herz und aus dem Herzen! Frage deine Intuition, was deine Zielgruppe wirklich braucht. Eine gute Mischung von beidem – SEO und Herz macht einen guten Beitrag auf dem Blog oder Post aus.

Du drehst keine Videos, weil du zu perfektionistisch bist

Gerade Kurzvideos kommen gut an. Ein Tipp in einem Kurzvideo erzeugt Reichweite, gerade auf Instagram und YouTube.

Doch – und das kenne ich selbst – manchmal zögert man, Videos zu drehen. Ach, ich bin doch nicht perfekt genug. Das sieht laienhaft aus, sind die Gedanken, die einem da durch den Kopf gehen.

Vergiss diese Gedanken. Meine Erfahrung ist, dass oft gerade die Videos, die weniger perfekt waren, am meisten geklickt oder gelikt wurden.

Du verwendest langweilige Überschriften

Egal, ob du ein Video postest oder einen Blogbeitrag schreibst: Die Überschrift ist wichtig. Sie sollte auf jeden Fall neugierig machen. Über das Thema habe ich hier auf der Plattform schon öfters geschrieben.

Hier hast du auch wieder die Gelegenheit, auf die Probleme deiner Zielgruppe einzugehen. Du kannst entweder negativ formulieren, so nach dem Motto: Tu dies nicht, wenn du erfolgreich sein willst. Beispiel: Wenn du XYZ nicht beherzigst, hast du keinen Erfolg.

Oder du erzeugst ein positives Gefühl. Beispiel: 10 Tipps, wie es bei fast jedem mit XYZ klappt.

Allerdings sollte der folgende Text dann den Leser auch nicht enttäuschen, sondern wirklich die Tipps bringen, die die Überschrift verspricht. Ich sehe im Internet oft Artikel, die eine Überschrift haben, bei der ich einfach klicken muss, weil sie mich so neugierig macht. Im Artikel geht es dann um etwas anderes oder die Tipps, die versprochen wurden, bekomme ich gar nicht.

Du interagierst nicht, sondern du postest immer nur

In dem Wort „Social Media“ steckt das Wort „Social“, das bedeutet, dass es nicht nur eine Einbahnstraße gibt. Ich sehe so viele Kontakte in den sozialen Netzwerken, die nur posten, nicht bei anderen auch mal liken und kommentieren oder die auch nicht auf die Kommentare anderer Menschen zu ihren Beiträgen antworten.

Ein solches Verhalten kostet Reichweite.

Nutze deshalb auch die Möglichkeit, intelligente Kommentare bei anderen zu hinterlassen, indem du z. B. einen Tipp gibst oder eine Frage beantwortest oder auch mal deine Sichtweise hinterlegst. Natürlich sollte das alles immer wertschätzend sein. Und Kommentare, die du auf deine Beiträge bekommst, solltest du relativ zeitnah beantworten.

Wenn du all dies beherzigst und regelmäßig dranbleibst, dann sollte sich auch deine Reichweite steigern. Probiere es aus und habe Geduld mit dir und denjenigen, mit denen du interagierst.

© 2025 - Schreiben mit Herz und Seele – Anne-Kerstin Busch

Kategorie Schreiben & Business