Die kleinste Verpackung, die ich je in meinem Leben gesehen habe, war eine Tüte mit schwarzem Pfeffer. Sie war kaum größer als mein Fingernagel. Genau eine Portion. Nicht für eine Woche. Nicht für zwei Tage. Für ein einziges Essen.
Ich stand einen Moment davor und fragte mich, warum jemand Gewürze in so winzigen Mengen verkauft.
Die Antwort darauf sollte ich erst Jahre später verstehen.
Damals dachte ich noch, das sei einfach eine ungewöhnliche Art zu verkaufen. Doch je länger ich in Gambia lebte, desto öfter begegnete mir dieses Prinzip. Nicht nur beim Pfeffer. Eigentlich überall.
Als ich eines Tages den Kühlschrank meiner Schwägerin öffnete, erwartete ich ganz selbstverständlich das, was man eben in einem Kühlschrank erwartet: etwas Gemüse, Butter, vielleicht ein paar Eier oder Reste vom Vortag.