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„Taktvoll bedeutet für mich auch, zuhören zu können“

Der Taktvoll-Fragebogen mit der Pianistin Mona Asuka

Eine junge Frau mit dunklen, langen Haaren sitzt an einem Flügel.
(Foto: Christian H. Hasselbusch)
🎼

„Perlende Läufe und hämmernde Akkorde in einem atemberaubenden Tempo“: Die Kritik lobt das Spiel der Pianistin Mona Asuka, die bereits als 13-Jährige Konzerterfahrungen machte.

Ihre erste CD widmete die in München lebende Künstlerin Werken von Schubert und Liszt. In ihrem zweiten Album stellte sie bekannte und unbekannte Stücke von Wolfgang Amadeus Mozart vor. Asuka tritt regelmäßig bei Musikfestivals auf. Zum Beispiel dem Klavierfestival Ruhr, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern und dem Rheingau Musikfestival, aber auch bei internationalen Veranstaltungen.

Aktuell ist sie mit dem Programm „Bach in Space“ unterwegs: Musik und den Kosmos gleichzeitig erleben. Bach live vor einer riesigen Leinwand mit Bildern ferner Galaxien, Sternnebeln und der Erde, zum Beispiel noch am 7. März in Freiburg, am 6. April in Dresden und am 16. April in Hamburg.

https://www.youtube.com/watch?v=KbuUJlwAtJI (Öffnet in neuem Fenster)

Je nachdem, was gerade ansteht, übt die Künstlerin (Öffnet in neuem Fenster), zwischen einer Stunde täglich bis zu einem ganzen Tag lang, manchmal auch in die Nacht hinein. Ein Leben ohne Klavier wäre so ziemlich das Schlimmste, was sie sich vorstellen könnte. Mona Asuka und ihre Schwester, die Pianistin Alice Sara Ott, sind die Töchter einer Klavierpädagogin. Beide saßen schon als Kleinkinder (Öffnet in neuem Fenster) am Klavier.

Mona Asuka hat neben dem Klavierspiel noch eine zweite Leidenschaft: das Backen. Auf Instagram findest du unter #monascakeparadise ihre Backtutorials.

1. Lerche oder Eule?

Eule.

2. Was gehört für Sie unbedingt zu einem guten Start in den Tag?

Wenn ich mir nach dem Aufstehen die Zeit nehmen kann, eine große Tasse grünen Tee in Ruhe zu trinken, startet mein Tag optimal.

3. Pflegen Sie eine spirituelle Praxis?

Nein.

4. Wie bereiten Sie sich auf ein besonderes Ereignis vor (einen Wettkampf, ein Konzert, ein schwieriges Gespräch …)?

Mit guter und präziser Vorbereitung, wie z. B. dem frühzeitigen Beginnen mit dem Üben der Stücke, damit ich nicht unnötig gestresst bin oder Ängste habe.

5. Was bringt Sie aus dem Takt?

Ungerechtigkeiten.

6. Welche Jahreszeit mögen Sie besonders? Warum?

Den Frühling. Es wird wieder wärmer, die Bäume fangen an zu blühen und die Menschen versprühen auf den Straßen Freude und Leichtigkeit.

7. Schreiben Sie Tagebuch?

Nein. Aber wenn mir etwas sehr schwer auf dem Herzen liegt, schreibe ich manche Gedanken in meine Notizen auf und fühle mich dadurch leichter.

8. Welche Rituale Ihrer Kindheit praktizieren Sie heute noch, evtl. jetzt mit den eigenen Kindern?

Meine Mutter hat immer abends warm gekocht, was ich beibehalten habe. Ohne warmes Essen fühlt sich der Tag nicht abgeschlossen an.

9. Tanzen Sie?

Das Rhythmusgefühl, das ich im Körper habe, kommt in meinen Händen an, jedoch nicht in den Füßen. Ich bin keine sonderlich begabte Tänzerin.

10. Sie kommen nach einem anstrengenden Tag nach Hause, welche Musik hören Sie?

Ich höre zu Hause selten Musik. Aber im Auto oder in der Bahn höre ich meistens Pop/Rock aus den 70er- und 80er-Jahren.

11. Ein freier Tag liegt vor Ihnen, was machen Sie am liebsten?

Ich lebe in den Tag hinein, stelle mir keinen Wecker und unternehme gerne etwas mit Freund*innen.

12. Welche Rhythmen in der Natur begeistern Sie?

Das Wellenrauschen im Meer und Vogelgesänge.

13. Wie sehen kleine Atempausen in Ihrem Alltag aus?

Auf der Couch die Füße hochlegen und Schokolade genießen.

14. Zeitung lesen: Papier oder digital?

Digital.

15. Urlaub: immer das gleiche Ziel oder jedes Mal Neues entdecken?

Lieber Neues entdecken, aber wenn mir ein Ort besonders in Erinnerung geblieben ist, dann gehe ich ganz sicher mindestens ein zweites Mal dorthin.

16. Wie wichtig sind Ihnen gemeinsame Mahlzeiten mit dem Partner/der Partnerin, der Familie?

Sehr wichtig. Mir ist es auch extrem wichtig, dass während des Essens keine digitale Ablenkung läuft und dass man die Zeit nutzt, um das Essen bewusst zu genießen und Raum für Gespräche hat.

17. Partnerschaft, Ihre Erfahrung: „Gegensätze ziehen sich an“ oder „Gleich und gleich gesellt sich gern?“

Komplett gleich könnte auf Dauer langweilig werden, aber es sollten mehr Gemeinsamkeiten als Gegensätze sein – vor allem, wenn es um Zukunft, Ethik und Politik geht.

18. Lesen Sie vor dem Einschlafen? Welches Buch liegt gerade auf Ihrem Nachttisch?

Ich kann vor dem Einschlafen nicht lesen. Wenn ich lese, geistert der Inhalt danach eine Weile in meinem Kopf herum, was mich wiederum vom Einschlafen abhält.

19. Gibt es eine Zahl, die eine besondere Bedeutung in Ihrem Leben hat?

Nein, aber ich freue mich immer, wenn ich auf die Uhr schaue und zufällig eine Schnapszahl erscheint. Dabei rede ich mir ein, dass dies jetzt sicher Glück bringt.

20. Welche Rituale oder Rhythmen sind Ihnen unangenehm?

Monotone Rhythmen wie das Ticken einer Uhr machen mich wahnsinnig.

21. Was fällt Ihnen zum Begriff „taktvoll“ ein?

Taktvoll bedeutet für mich, Feingefühl und Respekt im Umgang mit anderen zu zeigen – und auch zuhören zu können.

Falls du meine Arbeit an “Taktvoll – über die Rhythmen des Lebens” unterstützen möchtest, kannst du das hier tun:

Danke💚
https://steady.page/de/taktvoll/posts/ee7bb41f-c906-4cdd-980b-1efe926588d4 (Öffnet in neuem Fenster)https://steady.page/de/taktvoll/posts/751754dd-7dc1-4cd9-93bb-7eb1fe035671 (Öffnet in neuem Fenster)https://steady.page/de/taktvoll/posts/0727e0df-480c-47c4-9190-54ba05c85aea (Öffnet in neuem Fenster)

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Kategorie Kultur + Rhythmus

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