Achtung, jetzt wird geschwärmt…

Bitte ein Kurztripp, bei dem man ganz viel sieht, ein anderes Lebensgefühl inhaliert, etwas Kultur mitnimmt und mit neuen Puzzleteilen seiner Persönlichkeit heimfährt? Kein Problem! Fahr nach Elbflorenz. Kennst Du nicht? Nennt man auch Dresden. Und das sage ich nicht nur, weil ich dort 8 Jahre gelebt, gearbeitet und das erste Mal geheiratet habe, nein. Ich war nach langer Zeit als Touri da und war wieder mal begeistert.
Diese Stadt bietet einfach soviel und man muss dafür nicht mal wochenlang vorher das Grüne Gewölbe buchen. Es geht auch spontan. Grund: Kurze Wege- und es ist soviel Wunderschönes so zugänglich. Das weiß jeder, der einmal morgens über die Brühlschen Terrassen geschlendert ist, einen Schlenker Richtung Semperoper und Hofkirche einbaut hat und sich dann am Fürstenzug zur Frauenkirche entlang wow-t. Das Schöne ist: Das kann man sogar völlig stressfrei mit kleineren Kindern machen und danach hat man das Wichtigste gesehen.
Wem das noch nicht reicht, fährt mit einem Schaufelraddampfer Richtung Pillnitz und zeigt seinen Kindern, wie das Leben als sächsische Prinzessin so war. August der Starke hat's architektonisch so wunderbar krachen lassen, dass meine Mädels das Träumen angefangen haben. Als sie die Fassung wieder gefunden hatten, mussten sie Räder durch alle Gärten schlagen. Was schön war. Und in Sachsen niemanden stört. Der Ton mag manchmal etwas schnodderig wirken, nu, aber Kinder lieben alle. Fast mehr als in Hamburg, möchte ich behaupten.
Da das Wetter in der Regel immer gut ist, Nieselregen gibt es auch nicht, existiert ein Biergartenleben, das ich- als Heizpilz-Norddeutsche in ganzjähriger Frühlingsdaune- sehr liebe. Das Leben hat eine Unkompliziertheit, die entspannt. Und da überall Ästhetik lauert, ist selbst eine simple Autofahrt nie langweilig:
Ich empfehle eine Tour über den Weißen Hirsch, vorher bitte in "Der Turm" reinlesen, gefolgt vom Loschwitzer Alpenpass mit 18 % Steigung und Zwischenstopp Magnetschwebebahn. Oder einfach einmal die Goetheallee rauf und am Standesamt mit Schlösserblick wieder runter. Ja, Dresden hat was.
“Wann fahren wir wieder hin?"
wollten meine Töchter auf der Rückfahrt wissen. Und ich dachte an die herrliche Behandlung im In- Kosmetikstudio Brendler unter den Händen von Uta Dreykluft, an Matcha und Selleriesaft im Café Milchmädchen und die sonnigen Gärten in Pillnitz.
“Ganz bald!"

Meine Dresden- Tipps
Wohnen: INNSIDE Meliá in der Salzgasse 4 liegt in Fußnähe von allem Historischen und kann ein Schnapper sein bei rechtzeitger Buchung, auch das Motel One am Zwinger ist völlig okay.
Wer es krachen lassen will, geht natürlich ins Taschenbergpalais, aber die Lage in den anderen Hotels ist genau so ideal
Toll frühstücken mit Match, Selleriesaft und High-Protein-Cake könnt ihr im Café Milchmädchen in der Grunaer Strasse 27
Unbedingt eine Behandlung oder Schminkschule “beim Brendler “buchen: www.ronald-brendler.de (Öffnet in neuem Fenster)
Dinnieren mit Genuss immer im elements Deli Restaurant, Königsbrücker Straße 96
Unbedingt besuchen: Schloss Pillnitz, August-Böckstiegel-Strasse 2, am besten mit dem Schauffelraddampfer hin und vorher noch in den Schillergarten am Schillperplatz 9 am Blauen Wunder gehen
Magnetschwebebahn: Sierksstrasse, 01326 Loschwitz, hier führt auch die Alpenpaßstrasse entlang, die strasse mit 18 Prozent Steigung ist die Robert-Diez-Strasse, wirklich ein Erlebnis für alle Flachlandnorddeutschen
Shoppen? Eher Fehlanzeige! Es ist erschütternd, aber ich kenne keine fancy kleinen Boutiquen. Früher war ich viel in der Neustadt, aber das ist nicht mehr so mein Revier mit drei Kindern.
