SACHBILDERBUCH (Öffnet in neuem Fenster)-KINDERBUCH-KRITIK (Öffnet in neuem Fenster)
Gestern war der Tag des Haustiers und morgen ist der Ehrentag der Pflanze. Und was liegt dazwischen? Richtig: Die Vögel. Jedenfalls bei uns ergibt das Sinn. Kein Grund nun einen Streit vom Zaun zu brechen, wir sind ja keine Grünfinken. Die streiten nämlich gern, wie wir im Soundbuch Vögel in unserem Garten aus der Reihe Nature Zoom im Coppenrath Verlag (Öffnet in neuem Fenster) erfahren.

Das Kinder-Sachbuch (empfohlen ab 5 Jahren) stellt zwölf heimische Vögel in den Kategorien „Aussehen und Gesang“ (Größe und Gewicht inklusive), „Lieblingsspeisen“, „Erstaunlich!“ (quasi Fun Facts), „Nest und Nachwuchs“ und „Wenn es Winter wird“ vor. Wir lernen, dass sie Heckenbraunelle quasi polygam lebt, die Singdrossel saisonales Essen von Wurm bis Beere und Schnecken in ihrer Drosselschmiede liebt und dann ans Mittelmeer reist oder die Mönchsgrasmückenmännchen unfertige Nester bauen, das Weibchen sich eines aussucht und fertig baut. Und statt nach Spanien fliegt sie im Winter mittlerweile eher nach England. Zwar ist's dort kälter, dafür gibt’s mehr Futter von den Menschen.

Die Amsel hat sich in den letzten 150 Jahren vom Wald eher in den Garten verlagert. Muss diese Gentrifizierung sein. Der bunte Stieglitz aka Distelfink darf nur dann zu Hause gehalten werden, wenn der Vogel aus einer Züchtung stammt. Ob ich da wohl zuerst gelesen habe, wenn „der Vogel seine Zustimmung gibt“? Ja. Das Buch Der Distelfink von Donna Tartt um das gleichnamige Gemälde von Carel Fabritius kann mensch auch einfach so zu Hause haben. Muss aber nicht – es ist nicht besonders gut.
Noch so ein flinker Fink: Der Buchfink ist Deutschlands häufigster Brutvogel und das Rotkehlchen isst sogar Gift! Das erklärt vermutlich, warum ich eines tiefenentspannt im Garten einer psychiatrischen Klinik (Öffnet in neuem Fenster) gesehen habe. Müssen diese hotten Benzos sein, die die Abhängigen immer verordnet bekommen... Und der Vogel, der im Winter gern in die kalten Berge fliegt, hat im Schnabel eine Art Magnetkompass. Krass!

All sowas und einiges mehr gibt’s also zu erfahren und/oder zu erinnern. Dazu natürlich die echten Stimmen aller Vögel – mitsamt des „Krah-krah“ der Raben- wie Nebelkrähe, die sich in unterschiedlichen Hoods rumtreiben. Hübsche Fotografien und zugängliche Texte machen diese Vögel in unserem Garten zu einer Bucherfahrung für nahezu jedes Alter und jede Stimmung.
Eine fröhlich gezwitscherte Empfehlung nicht nur für Vogel-Neugierige mit lecker Regenwürmchen (Öffnet in neuem Fenster)!
AS
PS: Mittwoch ist der Alles-ist-Scheiße-Tag. Da finden wir doch noch was für euch. 😏
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Vögel in unserem Garten (Öffnet in neuem Fenster); Februar 2026; 24 Seiten, Pappband mit Soundleiste; Format: 24,5 x 21,0 cm; ISBN: 978-3-649-65219-9; Coppenrath Verlag; 18,00 €
https://steady.page/de/thelittlequeerreview/posts/c95aa507-c9f4-40ce-99e8-bf10603d8860 (Öffnet in neuem Fenster)