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Ausgabe #49 Analoge Vögel.

Es ist Frühling. Noch nicht laut Kalender, aber so viel Sonne hatten wir den gesamten Winter nicht wie in diesen Tagen. Ein Traum. Die Bäume knospen und die Vögel singen. Mein Schlafzimmer geht zur Straße raus, da höre ich keine Vögel, aber es gibt sie. So hört man.

Zum Beispiel bei unseren Freund*innen von The Kurious Magazine (Öffnet in neuem Fenster):

Das neue Magazin von Iris Borovčnik und Andreas Fischer aka sisigrant.

Iris und Andreas haben das Magazin für gelangweilte Millennials+, die keine Lust mehr auf Doom Scrolling haben und back to the Analogue World wollen, vor einigen Wochen herausgebracht. Du kannst es im gut sortierten Zeitschriftengeschäft erwerben oder auch hier Probe lesen. Sie erzählen darin von Freundschaften, zeigen Fotos von der noch besetzten Arena mit Personen, die wir leider nicht kennen. Vielleicht du? Schau mal:

Jedenfalls geht es im Kurious Magazine auch und vor allem um analoge Hobbies. Und um Vögel. Birding heißt die Beschäftigung, die ich mir selbst zur Aufgabe gemacht habe. Ich habe noch keinen Partner für mein Birding. Aber der oder die Birding-Partner*in wird sich schon finden.

Für alle, die nach Birding-Partner*innen suchen, gibt es von Iris und Andreas eine Postkarte. Wer sich unter der Telefonnummer meldet, bekommt eine zugeschickt.

Es geht darum, dass man sich auf die Suche nach Vögeln macht. Tatsächlich sind viele davon auch in und um Wien zu finden. Iris erzählte mir sogar, dass im Rathauspark vier Eulen gesichtet wurden. Es gibt dazu auch eine App. Hier finden sich Vogelspotter*innen zusammen und dokumentieren ihre Entdeckungen.

Bei den Apps bin ich etwas hängengeblieben. Das Unterfangen mit dem Vögelsammeln ist garnicht so leicht. Geendet bin ich jetzt mit drei Apps: Merlin Bird ID zur Erkennung von Vogelarten. Die App ist super! Diesen Sperling konnte ich dank dieser App identifizieren.

Sperling verspeist Taube im Innenhof in Wieden. © Skero

Entdeckt in einem Innenhof in Wieden. Die Taube hat es nicht geschafft, der Sperling schaffte es jetzt aber auf die Liste der gespotteten Greifvogelarten auf eBird (Öffnet in neuem Fenster). Hier werden die Funde dokumentiert und auf Karten gesammelt. Eine weitere, sehr lustige Handyerweiterung, um das Analoge nun endgültig zu verlassen, ist BirdBuddy. Dort kann man sich aus der Vogelhaus-Perspektive Eichhörnchen und Vögel anschauen, die gerade irgendwelche Kerne futtern. Traumhaft.

Auf Birdbuddy komme ich schwer ins Swipen. Die Videos von Vögeln und Eichhörnchen, die sich die Beute aus dem Häuschen holen, ist wirklich etwas anderes.

Mehr Birds im 4. Bezirk

Ob Daniela Hubers Vogelhäuschen im vierten Bezirk auch eine Kamera bekommen? Geplant ist es erstmal nicht. Aber die Küchenchefin des famosen Gasthaus Wolf hat mit ihrem Projekt „Ein Haus am Baum“ etwas in die Welt gerufen, das dem Großstadtvogel das Einnisten erleichtern soll.

Die Nistkästen sind nicht nur für Singvögel gedacht, sondern auch für Fledermäuse, die im Sommer ordentlich bei der Mückenbekämpfung helfen. Auf der kleinen Widmungstafel steht "Für Jutta und Fabian."

Die Genehmigungen vom Bezirk hat sie bereits. Alle Voraussetzungen für das perfekte Einnisten sind geprüft und erfüllt. Jetzt werden die Vogelhäuschen aufgehängt. Dabei braucht Daniela Hilfe und freut sich über Spenden, die bei der Finanzierung der Nistkästen helfen werden. Wenn du das Projekt spannend findest, schreib Daniela gerne eine Nachricht unter: einhausambaum@gasthauswolf.at (Öffnet in neuem Fenster)

AUS DER REDAKTION

Dass sich das Team des Wiener Flâneur vergrößern wird, habe ich schon vor ein paar Wochen erzählt. Langsam wird es ernst: Wir beginnen im März mit unserem ersten neuen Teammitglied. Ylvie ist eine meiner Studentinnen gewesen. Ich unterrichtete sie an der FH Wien der WKW. Aber lassen wir sie sich selbst vorstellen.

Hey, ich bin Ylvie. Ich studiere Journalismus und Medienmanagement und schreibe aktuell meine Bachelor Arbeit über vertrauenswürdigen Klimajournalismus. Klima und Umweltthemen interessieren mich generell besonders. In meiner Freizeit koche, lese und reise ich gern- je weiter weg desto besser- zurück nach Wien komm ich aber immer noch am Liebsten.

Ich freue mich sehr, dass sie Lust hat, bei mir ihr Praktikum zu absolvieren. Sie wird die vier kommenden Themen in diesem Newsletter mitgestalten.

KULTURTIPPS

Podcast

Warum nur davon träumen? Wie man (ohne Trustfund) über den Atlantik segelt. Eine Produktion von Kurios Radio.

(Öffnet in neuem Fenster)
Einfach auf das Bild klicken und reinhören.

Kino

Zum Beispiel in den Breitenseer Lichtspielen läuft der koreanische Film “No Other Choice 어쩔수가없다” von Park Chan-wook.

Am Montag, den 02.03.2026 um 20:30 Uhr (Öffnet in neuem Fenster)

Nachdem er mehrere Jahre arbeitslos war, entwickelt ein Mann einen einzigartigen Plan, um sich einen neuen Job zu sichern: Er eliminiert seine Konkurrenz. NO OTHER CHOICE ist Park Chan-wook neuester Film und feierte seine Weltpremiere bei den Filmfestspielen von Venedig.

Nominiert in drei Kategorien für die Golden Globe Awards, darunter als „bester nicht-englischsprachiger Film“.

Releases

Funk und Fernsehen ist vergangenen Samstag auf der Releaseparty abgefeiert worden. Fellowsoph und (quasi Namensvetter) Edi Flaneur erzählen von Gegenwart, Beobachtungen und kleinen Absurditäten – lässig, klug und ohne Eile. Wer Lust auf Hip Hop hat, höre sich das Album an (Öffnet in neuem Fenster). Am besten aber, du kaufst es dir gleich hier auf Vinyl. Klicke dafür einfach auf das Cover.

lightbox (Öffnet in neuem Fenster)
Erschienen auf Honigdachs.

Theater

DÖBLING BURNING: Ein Singspiel vom Rand von Ernst Molden

Rabenhof Theater
Rabengasse 3, 1030 Wien (Theaterbühne im 3. Bezirk)
Samstag, den 07.03.2026 um 20:00 Uhr
Sonntag, den 08.03.2026 um 20:00 Uhr

Der Dichter und Liedermacher Ernst Molden, vor Jahrzehnten aus Döbling nach Erdberg entkommen, hat seinem Geburtsbezirk einen fantastischen Totentanz gewidmet.

DÖBLING BURNING

Bis zum nächsten Mal wünsche ich dir eine gute Zeit!
Liebe Grüße,
Alexandra Folwarski

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