Und? Hast du schon einen Tanzschein? Ich kann mir den TikTok-Tanz zum COSMÒ-Song (Öffnet in neuem Fenster) immernoch nicht merken, aber er scheint der Internetwelt Freude zu bereiten. Ein Hoch darauf.
Worauf sich ganz Wien im Mai aber vielleicht ein bisschen mehr freut, wollen wir heute besprechen.
Außerdem möchte ich eine kurze Zwischenbilanz unserer letzten Verkehrsumfrage (Öffnet in neuem Fenster) teilen. Also. Echt. Der Unmut unter den Teams Fahrrad und Auto, Fußgänger*innen und Fahrrad oder Auto ist durchaus intensiv. Gefühlt kämpfen hier alle gegen alle.
Aber weißt du, was am Ende doch interessant ist? Egal, ob wir mit dem Auto, mit dem Fahrrad oder mit den Öffis unterwegs sind, eines eint uns alle: Das Zufußgehen. Hier sind wir wieder vereint in unserer Aufregung über zu kurze Ampelschaltungen und rasende Vehikel jeglicher Art. Wie schön.
Wir bleiben an dem Thema trotzdem dran und beobachten die Entwicklungen der einzelnen Verkehrsteams. Nennen wir sie so. Es wird nämlich im Laufe des Jahres zahlreiche Baustellen geben, um die Verkehrssituation zu verbessern. Für wen diese aber spürbar besser wird, müssen wir noch herausfinden. Die E-Bike- und E-Moped-Fahrer*innen müssen ab 1. Mai mit einigen Veränderungen rechnen. Dazu mehr weiter unten.
Kommen wir zum Thema der Woche
Der Eurovision Song Contest bringt einiges an Wirbel in die Stadt, aber worauf sich viele nach den langen, kalten Monaten freuen, ist der Saisonstart der Wiener Freibäder.
„Besonders wichtig ist mir der Erhalt der Leistbarkeit unserer Bäder. Deshalb gibt es auch künftig von meiner Seite ein klares Nein zu Privatisierungen, denn nur Bäder in öffentlicher Hand sind leistbare Bäder.“, betont Klima- und Bäderstadtrat Jürgen Czernohorszky.
Während für den Contest Beträge in zweistelliger Millionenhöhe ausgegeben werden, mussten die Wiener Bäder 2,3 Millionen Euro einsparen.
Wohlbemerkt: Die erwarteten Erlöse aus dem Eurovision Song Contest machen den Aufwand plausibel. Doch auch der Aufwand, den das Team der Wiener Bäder betrieben hat, um Sparpläne einzuhalten und den Badespaß trotzdem fast wie gewohnt zu ermöglichen, ist nicht ohne.
Die Umsetzung scheint für die meisten gut gelungen. Eine Gruppe von Personen gibt es jedoch, die im Sommer ihre Gewohnheiten deutlich anpassen muss.
Die durch die Einsparungen bedingten Änderungen seien vertretbar, heißt es im Presseservice der Rathauskorrespondenz.:
Schauen wir mal.
Die Tagesticketpreise werden um 20 bis 50 Cent erhöht. Der Preis für die 6-Monatskarte steigt um insgesamt 10,50 Euro – also weniger als zwei Euro pro Monat.
Große Freude herrscht über das fünf Jahre lang ersehnte Comeback der Monatskarte. Hier lohnt sich der Kauf bereits ab dem siebten Besuch in einem der Bäder.
Die Öffnungszeiten der elf Familienbäder werden vor den Sommerferien gekürzt. Dort können Personen, die Kleinkinder betreuen, erst ab 13 Uhr baden gehen – statt wie bisher ab 10 Uhr.
Wer ein Kleinkind an einem 28-Grad-Vormittag im Mai abkühlen möchte, muss sich etwas anderes einfallen lassen.
Die wichtigsten Informationen zu geschlossenen und geöffneten Bädern sowie Saunabereichen und geänderten Öffnungszeiten der Ticketschalter haben wir hier zusammengefasst.
Call for Journalists & Creatives
In der letzten Ausgabe habe ich geschrieben, dass ich mich auf die International Journalism Conference nach Perugia begeben habe, um neue Formate und Wege für richtig guten Lokaljournalismus mitzubringen. Tatsächlich hat sich der dreitägige Marathon gelohnt, und ich habe viele interessante Ideen für den Wiener Flaneur mitgebracht.
Für die Umsetzung werde ich jedoch Verstärkung aus den unterschiedlichsten Bereichen brauchen: Journalist*innen sowie Personen aus den Bereichen Videografie, Audio- und Podcast-Formate, Grafik für Printprodukte, Motion Graphics und Illustration. Zurzeit werden ausschließlich Freelance-Aufträge auf Projektbasis vergeben.
Auf den ersten Aufruf hin haben sich bereits über 60 sehr interessante Personen gemeldet. Ich bin mir aber sicher, dass sich auch in deinem Umfeld Expertinnen finden, die den Wiener Flaneur bereichern können. Wenn du also jemanden kennst, derdie gut zum Flaneur passt, dann gib die Info gerne weiter.
(Öffnet in neuem Fenster)Wusstest du, dass der Reparaturbon seit 22. April wieder zum Download verfügbar ist?
55.859 Gegenstände wurden bisher mit der Förderung repariert – und damit, optimistisch betrachtet, ebenso viele nicht weggeworfen oder neu gekauft. Auch wenn die Zahl in der Praxis geringer ausfällt: Für die Umwelt ist es eine feine Sache.
Das bringt dir der Reparaturbon:
bis zu 50 % der Reparaturkosten ersetzt (max. 100 €)
oder bis zu 55 € für einen Kostenvoranschlag, falls du nicht reparieren lässt
Neue Spielregeln auf Wiens Straßen
Ab 1. Mai wird es auf Wiens Radwegen ein bisschen ernster.
E-Scooter sind längst kein Spielzeug mehr. Wer mit ihnen unterwegs ist, wird künftig als Verkehrsteilnehmende*r entsprechend behandelt. Für unter 16-Jährige gilt Helmpflicht, und auch die 0,5-Promille-Grenze wird eingeführt.
E-Bikes werden ähnlich geregelt: Hier gilt eine Helmpflicht bis zum 14. Lebensjahr.
Und dann sind da noch die E-Mopeds. Sie müssen ab Oktober mit größeren Veränderungen rechnen. Die Grauzone zwischen Radweg und Straße verschwindet. Künftig gilt: Straße statt Radweg, dazu kommen Kennzeichen, Führerschein und Helmpflicht.
Was das für die rund 2.000 Essenslieferant*innen bedeutet, werden wir weiterverfolgen.
Apropos Essen…
Kulinarisches
Wer heute noch spontan in den Prater flanieren und in die kulinarische Welt Thailands eintauchen möchte: Dich erwarten 20 Stände mit köstlichen Street-Food-Schmankerln.
Thai Street Food Festival im Prater (Öffnet in neuem Fenster)
Freitag, 24. April bis Sonntag, 26. April, jeweils von 10 bis 22 Uhr
Praterzelt | Liliputbahn im Prater | Prater 99
—> Zur Website (Öffnet in neuem Fenster)
Der Schanigarten des Café Azzurro öffnet ab 2.05.2026. Wer die Liste der freundlichsten Lokale Wiens bereits kennt und schon begonnen hat, die Lokale zu testen, weiß vielleicht schon, worauf man sich im AZZURRO freuen kann. Für alle, die Café noch nicht kennen, unsere Kulinarik-Expertin, Nina Mohimi, schreibt über das Azzurro folgendes:
Ein Besuch im Azzurro ist wie ein Abend bei Freunden – nur, dass hier niemand fragt, ob man beim Abwasch hilft. Mara Feisst und ihr Team servieren Charme, Pasta und gute Laune mit einer Leichtigkeit, die fast verdächtig wirkt. Die Speisekarte bietet bewährte Klassiker und wechselnde Überraschungen, die zum Teilen einladen (wenn man denn teilen möchte).

Wo? Urban-Loritz-Platz 5- 1070 Wien
Öffnungszeiten:
Montag bis Samstag ab 18.00 bis 23.00 Uhr
Küchenschluss 21.30 Uhr
cafe-azzurro.at (Öffnet in neuem Fenster)
PIRATI CICLISTI ANTIFASCISTI
Wann? 30.4. – 27.5.2026
Eröffnung: 29.4.2026 ab 18 Uhr
Wo? In den SOHO Studios: Liebknechtgasse 32 in 1160 Wien.
(Öffnet in neuem Fenster)Sportliche Subkulturen und Gegenbewegungen in Wien: Im Zentrum stehen Initiativen, Vereine und Künstler:innen, die für Vielfalt, Toleranz und gegen rassistische und patriarchale Diskriminierung auftreten. An den Schnittstellen von sportlichen und künstlerischen Bewegungen entsteht ein kollektiv erzähltes Stück Wiener Sportgeschichte zwischen Fußballplatz, Fahrradclubs, DIY Kultur und Netzwerken der Solidarität.
Öffnungszeiten:
Mi-Fr 15-19 Uhr
Sa-So 13-17 Uhr
Bis zur nächsten Ausgabe wünsche ich dir eine gute Zeit!
Liebe Grüße,
Alexandra Folwarski
Herausgeberin Wiener Flâneur