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Unerwartete Schwangerschaft – Stillstand statt Aufbruch?

Autorin: Alyssa Schwarz Grafik&Empfehlungen: Judith Beständig

 

Ich stehe in der Schlange zur Sicherheitskontrolle am Flughafen. Es geht nur im Schneckentempo voran. Menschen um mich herum blicken nervös auf ihre Uhren, zücken ihre Handys und murmeln genervt, es müsste doch schneller gehen. Nach ein paar zähen Schritten im Stop-and-Go kommen wir zum nervenaufreibenden Stillstand. 

Rucksäcke werden seufzend auf dem Boden abgestellt. Unzufriedene Stimmen mischen sich mit tiefem Stöhnen. Ich bin froh, heute ohne Kinder und mit ausreichend Zeit unterwegs zu sein. Noch habe ich keinen Stress, doch natürlich will auch ich irgendwann weiter, um schließlich ans Ziel zu kommen. 

Plötzlich schreit ein Baby im Kinderwagen. „Selbst ihm dauert es zu lange“, denke ich schmunzelnd und verstecke meine Belustigung vor den gestressten Leuten, die das vermutlich nicht lustig fänden. Doch kaum liegt das Kind auf dem Arm seines Vaters, strahlt es seine Mutter an. Es scheint ihm letztlich doch egal zu sein, ob es gerade vorwärts geht oder nicht. Wichtig ist ihm nur, mit wem es diesen Moment verbringt. 

Stillstand.  

Warum klingt das Wort so bedrohlich? 

Kategorie Herz & Haltung

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