✨✨ Tl;dr: ich habe dir den Bonusvortrag “Umgang mit herausfordernden Gefühlen” (ca. 30 Minuten) nochmal auf Spotify gepackt! Eine passende PDF und den Link zur Folge findest du am Ende der Mail. ✨✨
Hej,
mit Menschen in Beziehung zu sein, heißt ganz schön oft: viele Gefühle fühlen. Und das kann manchmal ganz schön anstrengend sein!
Denn da, wo Menschen in uns so wunderbare Gefühle wie Vertrautheit, Zuneigung, Freude, Unbeschwertheit oder eben auch Liebe auslösen können, können über dieselbe “Pipeline” auch echt unangenehme Gefühle ausgelöst werden.
Und klar - am liebsten hätten wir vermutlich nur die angenehmen, warmen und herzlichen Gefühlsregungen. Aber welcher Tag würde besser passen als der überrosarote Valentinstag, um mit dir über die herausfordernden Gefühle zu sprechen, die eher unangenehm sind. 😅
Wenn du mich fragst, liegt hier nämlich die allerwichtigste Beziehungskompetenz: auch herausfordernde Gefühle (aus)halten, verstehen und sich selbst und dem anderen übersetzen können.
Bevor wir uns also in 2026 weiter Stück für Stück dem tieferen Verständnis für eure Beziehung und ihre Dynamiken widmen können, braucht es aus meiner Perspektive zuerst ein anderes Fundament:
Deine Fähigkeit, mit unangenehmen und herausfordernden Gefühlen umzugehen.
Wir beschäftigen uns jetzt also nochmal ganz bewusst mit herausfordernden Gefühlen und ein paar Gedanken/Erklärungen, die dir dabei helfen sollen, dich selbst besser zu verstehen - und in einem zweiten Schritt auch deiner Partnerperson verständlich zu machen.
Denn solange wir von Gefühlen wie Wut, Angst, Verzweiflung und Co geplagt werden, schaltet unser Gehirn in einen “Notfallmodus”. Der Teil unsers Gehirns, der uns besonnen und klar und vorausschauend denken lässt (der sogenannte präfrontale Cortex), wird quasi vom Strom genommen.
Was dagegen “übrig bleibt” und mit ordentlich Energie versorgt wird, ist der älteste Teil unseres Gehirns, der es schon mit der Frage: Ein Säbelzahntiger! Flucht, Angriff oder Totstellen?! aufgenommen hat.
Dass das da im Flur in der Regel kein Säbelzahntiger ist, sondern nur unsere Partnerperson, die (mal wieder 🙈) vergessen hat, den Elektriker anzurufen, damit endlich die kaputte Lampe ausgetauscht wird…. Das sind Details, mit denen sich unser Gehirn in dem Moment nicht mehr beschäftigt.
Genau deshalb bekommst du nochmal eine Erinnerung an einen kompakten Werkzeugkoffer für genau diese Momente.
Um da halbwegs gut rauszukommen und nicht den 723.sten Streit über ein und die selbe Sache anzufangen, ist es elementar, dass wir in dem Moment des Konflikts selbst halbwegs ruhig bleiben können (aka einen guten Umgang mit den herausfordernden Gefühlen finden).
Und zwar nicht - stell dir vor, ich haue gerade mit der Faust auf den Tisch - um es dem anderen möglichst angenehm zu machen oder das “Vergehen” und ggf. unsere Verletztheit zu relativieren.
Sondern um überhaupt eine beziehungsfreundliche Chance zu haben, die Dinge auf der Sachebene zu klären und gemeinsame, tragfähige Lösungen zu finden.
Dein Partner muss nicht merken, wie scheiße du das findest. In der Regel ist ihm das sehr, sehr klar. Was er bisher noch nicht verstanden hat, sind vermutlich zwei Dinge:
1.) dass es dir nicht nur um die Lampe geht, sondern du dich auf einer ganz generellen Ebene alleine gelassen, ignoriert und teilweise verhöhnt fühlst
2.) wie ein besserer Umgang mit seinen eigenen Versäumnissen aussehen kann bzw. warum er selbst fast am meisten davon hat, wenn er die Dinge erledigt.
Und diese beiden Erkenntnisse kommen nicht an, wenn er emotional im Verteidigungsmodus steckt.
Das ist scheiße. Und unfair. Deine Wut hat eine Berechtigung und es wäre toll, wenn sie einfach sein dürfte. Aber weißt du: Wut hat nicht nur einen unglaublich kraftvollen Selbstausdruck, sondern auch eine Zerstörungskraft.
Auch, wenn ich dich ermutigen möchte, deine Wut zu spüren und der Welt zeigen zu dürfen, muss ich aus psychologischer Perspektive und mit ganz viel Wohlwollen für dich auch sagen: es kommt auf die Art und Weise an, ob es dir am Ende hilft oder schadet. ❤️
Damit es dir leichter fällt, in diesen Momenten von Wut, Angst, Scham, Reue etc. einen halbwegs kühlen Kopf zu bewahren und handlungsfähig zu bleiben, ohne deine Beziehungen (zu anderen oder zu dir selbst) zu beschädigen, habe ich meinen Bonusvortrag “Umgang mit herausfordernden Gefühlen (Öffnet in neuem Fenster)” nochmal für dich als Podcastfolge hochgeladen und Jana hat eine Zusammenfassung erstellt.