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Well darling, I am in love with England

Als mich die Freundin im Winter fragte, ob ich mit ihr nach England zu einem Schreib-Retreat nach Lee Abbey (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)reisen möchte, sagte ich mit klopfendem Herzen Ja.

Manchmal muss man sehr schnell Ja zu Einladungen, Vorschlägen, Plänen sagen, bevor einem tausend Gründe für ein Nein über die Lippen kullern (Ich reise doch im Mai auch nach Ruanda / Wer gießt meinen Garten? / Ich muss noch soviel Steuern nachzahlen / Ich habe keine Lust auf Kofferpacken / In England regnet es).

Ich sagte Ja.

Und dann fragte ich: Wollen wir noch ein paar Tage dranhängen, um auf dem South West Coast Path zu wandern?

Die Freundin sagte: Ja.

Ich holte den Koffer, an dem noch der Staub Ruandas haftete wieder aus dem Keller, packte Wanderschuhe und Tagebuch und Regenjacke ein. Dann ging es ohne große Erwartungen nach Devon. Die Anreise? Ein Abenteuer für sich (merke: Ein Auto mieten in England ist eine komplexe Sportart).

Und dann: ein paar Tage im schönsten Küstenörtchen (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre). Wanderungen auf spektakulären Pfaden. Wildpferde!! Fingerhut überall! Hobbit-Wälder. Eine kleine Kirche mitten im Wald mit einem laminierten Gebet, das mich ins Herz traf. Deeptalk mit der Freundin. Britischer Humor. Loaded Bananabread zum Frühstück. Britische Freundlichkeit. Und natürlich Cream Tea am Nachmittag. Sonnenuntergänge. Heidelandschaft. Schreiben in einer alten Bibliothek. Lesen in einer alten Bibliothek. Träumen in einer alten Bibliothek. Übernachten in einem Herrenhaus, das mich ein bisschen an Downton Abbey erinnert. Der Blick aus besagtem Haus auf Schafweiden und Klippen und Meer und Wälder. Sonnenschein, 30 Grad. Die Regenjacke blieb im Koffer.

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