Fragen und Antworten zu ADHS
Verbessern ADHS-Medikamente auch die Schmerzverarbeitung / Schmerzwahrnehmung bei chronischen Schmerzen?
In unregelmässigen Abständen greife ich hier auch mal Fragen / Kommentare aus dem Blog ADHSSpektrum auf. Oder würde DEINE Frage zu ADHS und Neurodiversität natürlich auch beantworten.
Eben ging es darum, ob eben auch bei der lebenslangen ADHS-Disposition vielleicht chronische Schmerzen besser werden, wenn man eine Medikation störungsspezifisch beginnt.
Hier meine Kurzantwort :
"Hallo! Ja, chronische Schmerzzustände sind häufig auch bei der Reizoffenheit bzw Filterstörung bei ADHS zu finden. Die ADHS-Medikation verbessert die Filter. Es kann sein, dass man dann die Schmerzen erstmal "echter" wahrnimmt. So hatte ich eine Krankengymnastin mit chronischen Schmerzen, die unter Elvanse dann einfach gezielter ihren Schmerz lokalisieren und verändern konnte (u.a. wirkte dann das, was sie sonst ihren Klienten immer rät). Aber das ist natürlich jetzt nicht so, dass Methylphenidat oder Elvanse dann automatisch ein Schmerzmittel ist..."
Vielleicht noch ein paar Sätze mehr hier :
Schon vor vielen vielen Jahren haben Frau Dr. Johanna Krause und ihr Mann Studien zur Fibromyalgie und ADHS gemacht. Sie haben damals den irreversiblen Mao-Hemmer Moclobemid (Aurorix) eingesetzt und zeigen können, dass es da Zusammenhänge und Wirkungen gibt.
Inzwischen gibt es wirklich viel Literatur zu Chronischen Schmerzen und ADHS. Aber vielleicht auch genauso viele Meinungen und Erfahrungen.
Meine Erfahrungen sind sehr positiv mit Lisdexamphetamin (Elvanse®).
Vielleicht können wir ja Erfahrungen auch hier in den Kommentaren sammeln