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Drei Gedanken zum Play-off-Tag (2.4.26)

von Bernd Schwickerath und Christoph Fetzer

Zu jedem Play-off-Tag in der DEL gibt es von uns drei kurze Gedanken.

Die Ergebnisse von Donnerstag, 2. April:
DEL-Viertelfinale:
Adler Mannheim - Fischtown Pinguins 4:3 (Serie: 4:1)
Straubing Tigers - Eisbären Berlin 2:1 n.V. (Serie: 2:3)
EHC RB München - ERC Ingolstadt 6:3 (Serie: 3:2)

Genesungswünsche an Edwin Tropmann: Nicht nur in der Ingolstädter Fankurve war das Wagner-Foul und seine Auswirkungen allgegenwärtig. Foto: City-Press

1. Die Wagner-Sperre und ihre Folgen

14 Spiele. Die zweitlängste Sperre der DEL-Geschichte. Nach dem brutalen Foul von Fabio Wagner an Edwin Tropmann setzte die DEL ein Zeichen und zog den Münchner Verteidiger für lange Zeit aus dem Verkehr. Es gab ja den Zusatz, dass Wagner in diesen Play-offs auf keinen Fall mehr auflaufen wird, selbst wenn München noch mehr als 14 Spiele hat. Was auch uns überrascht hat. Wir waren uns im Podcast alle sicher, dass die DEL niemanden so lange sperren wird.

Falsch gedacht. Wobei gesagt werden muss, dass die Liga mit der Sperre eben nicht nur das Foul an sich bewertet und bestraft, es geht ihr vor allem um die Außenwirkung und das schlechte Licht, das die Aktion auf die DEL und das Eishockey insgesamt geworfen hat. Schließlich berichteten nahezu alle großen Medien, sprachen und schrieben von einem „Horror-Foul”, einem „Anschlag“, einem „Skandal-Spiel”. Da musste die DEL natürlich reagieren.

Führt das jetzt dazu, dass es in Zukunft längere Strafen gibt? Wohl kaum. Denn im gleichen Atemzug wie die 14 Spiele Sperre für Wagner wurden auch die zwei Spiele Sperre für Jeremy McKenna bekanntgegeben. Der hatte Daniel Schmölz gezielt mit dem Ellbogen gegen den Kopf gecheckt. Gesundheitsgefährdend, kaum weniger schlimm als das Foul von Wagner. Aber es ist möglich, dass McKenna im Viertelfinale in Spiel 7 noch einmal zurückkehrt. Und Schmölz eben nicht. Es gehört zu den Absurditäten dieser Sportart, dass sich die überharte Gangart für die Münchner vielleicht sogar auszahlt, weil sie den breiteren Kader haben und die Sperren besser kompensieren können als Ingolstadt seine Verletzungen.

Die Serie musste trotz all dieser Themen irgendwie weitergehen. Aber beiden Teams war im ersten Drittel von Spiel 5 anzumerken, dass sie nicht richtig wussten, wie sie mit der Situation umgehen sollen. Es war eigentlich gar keine Härte im Spiel, die Spieler fanden nicht in den Play-off-Modus. Erst ab dem zweiten Drittel wurde es emotionaler, kurz vor Schluss gab es sogar noch einen richtig harten Check von Morgan Ellis gegen Patrick Hager. Da schienen sich beide Mannschaften wieder daran zu erinnern: Ach ja, wir spielen hier ja Play-off-Eishockey.

2. Plachta trifft und blockt

Entscheidende Aktionen in Offensive und Defensive: Matthias Plachta. Foto: City-Press

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