
Willkommen auf dem neuen Coffeeteller-Blog! Schön, dass du hier bist. Falls du es noch nicht mitbekommen hast: Coffeeteller ist ab sofort eine reine, digitale Kaffeeschule. Kein Shop mehr, dafür 100% Fokus auf das, was wirklich zählt – das Handwerk an deiner Maschine.
Und genau damit fangen wir heute an. Lass uns über den Elefanten im Raum der Filterkaffee-Welt sprechen.
Du kaufst dir einen fantastischen, hell gerösteten Specialty Coffee aus Äthiopien. Du freust dich auf Noten von Jasmin und Pfirsich. Du brühst ihn im V60 auf – und das Ergebnis? Schmeckt flach, grasig und zieht dir vor lauter Säure fast die Schuhe aus. Oder es ist so bitter, dass dein Mund sich trocken anfühlt.
Woran liegt das? In den allermeisten Fällen nicht an der Bohne, nicht am Wasser und auch nicht an deiner Gießtechnik. Es liegt an der Extraktion – und damit an deinem Mahlgrad.
Hier ist die wichtigste Grundregel für Filterkaffee, die du dir am besten direkt neben deine Mühle hängst:
🍋 Szenario 1: Dein Kaffee schmeckt sauer, wässrig oder salzig
Das ist die klassische Unterextraktion. Das Wasser ist zu schnell durch das Kaffeebett gerauscht und hatte keine Zeit, die süßen und komplexen Aromen aus der Bohne zu lösen. Es wurden nur die hellen, sauren Noten extrahiert, die sich als Erstes lösen. 👉 Die Lösung: Du musst feiner mahlen. Dadurch vergrößerst du die Oberfläche des Kaffees, das Wasser fließt langsamer durch (der Drawdown dauert länger) und die Extraktion steigt.
🪵 Szenario 2: Dein Kaffee schmeckt extrem bitter, schwer oder pelzig
Das ist die Überextraktion. Das Wasser hing zu lange im Kaffeebett fest und hat angefangen, die unerwünschten Bitterstoffe und Gerbsäuren aus der Bohne zu waschen. Das passiert oft, wenn sich der Filter zusetzt (das sogenannte "Clogging"). 👉 Die Lösung: Du musst gröber mahlen. Das Wasser kann schneller abfließen, die Kontaktzeit verringert sich und die Bitterstoffe bleiben in der Bohne, wo sie hingehören.
💡 Der Coffeeteller Profi-Tipp für zu Hause:
Verändere immer nur eine Variable auf einmal! Wenn dein Kaffee nicht schmeckt, ändere nicht gleichzeitig den Mahlgrad, die Wassertemperatur und die Kaffeemenge. Sonst weißt du hinterher nicht, was eigentlich zum Erfolg geführt hat.
Lass dein Rezept (z. B. 15g Kaffee auf 250g Wasser bei 94°C) immer gleich und spiele ausschließlich mit dem Mahlgrad, bis der Kaffee in der Tasse balanciert und süß schmeckt. Das ist der sogenannte "Sweet Spot".
Du findest diesen Sweet Spot bei deiner eigenen Mühle (egal ob Handmühle oder elektrisch) einfach nicht? Der Kaffee läuft entweder in 1:30 Minuten durch oder tröpfelt ewig vor sich hin?
Genau dafür habe ich mein neues 1:1 Live-Coaching entwickelt. Wir gehen via Google Meet gemeinsam an dein Setup. Ich analysiere deinen Workflow, wir justieren deine Mühle und bringen die perfekten Aromen in deine Tasse.
Habt eine großartige Woche und happy brewing!
Euer Daniel SCA Brewing Professional
Hast du Fragen zu diesem Beitrag? Antworte einfach auf diese E-Mail, ich lese jede Nachricht persönlich!
Du kommst an deinem eigenen Setup nicht weiter? Egal ob V60, Chemex oder AeroPress – ich unterstütze dich live in deiner Küche. Lass uns in einem 1:1 Video-Call (via Google Meet) deinen Mahlgrad und deine Pouring-Technik perfektionieren.
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Daniel Frank | SCA Brewing Professional
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