Die beiden amerikanischen Touristinnen Rachel und Sarah machen Urlaub in Israel und wollen sich natürlich auch das berühmte Jerusalem, die Hauptstadt dreier Weltreligionen, anschauen. Doch statt dort Kultur und Party zu erleben, verwandelt sich ihr Trip schnell in einen Albtraum. Am Jom Kippur springt eines der Tore zur Unterwelt auf und die Hölle spuckt Legionen von Dämonen aus, die die Menschen in zombieartige Besessene verwandeln. Während die Stadt vom Militär abgeriegelt wird und geflügelte Dämonen die Bewohner angreifen, versuchen Rachel, Sarah und einige andere verzweifelt, einen Fluchtweg aus der Stadt zu finden, der im labyrinthartigen Untergrund der Jerusalemer Altstadt zu finden ist.
JeruZalem ist ein israelischer Horrorfilm von Doron Paz und Yoav Paz aus dem Jahr 2015. Die Hauptrollen werden von Yael Grobglas, Yon Tumarkin, Danielle Jadelyn und Tom Graziani gespielt.
Der Found-Footage-Film ist aus der Point-of-View-Perspektive einer Smart-Glass-Brille erzählt und durch folgenden Satz aus dem Talmud inspiriert: "Es gibt drei Tore zur Hölle, eins davon in der Wüste, ein anderes im Meer und ein weiteres in Jerusalem."
Im Film begegnen wir dem so genannten Jerusalem-Syndrom, einem interessanten psychiatrischen Phänomen, bei dem Touristen oder Pilger während ihres Besuchs in Jerusalem eine akute psychotische Episode mit religiösen Wahnvorstellungen erleben, von der jährlich etwa 100 Besucher der Stadt betroffen sind. Im Film kommen einige antike Bauwerke, religiöse Stätten und historische Sehenswürdigkeiten vor, über die die Zuschauer immer wieder kleinere Hintergrundinformationen erfahren.
Ich habe seit [Rec] (2007) nicht mehr so einen stimmungsvollen und unheimlichen Zombie-Found-Footage-Film gesehen. Die Zombies und Dämonen sehen aus wie aus einem Hieronymus Bosch-Gemälde entsprungen und bieten eine mythologische Authentizität, wie man sie nur selten in Horrorfilmen zu sehen bekommt. Jeruzalem ist eine echte Offenbarung.
https://www.imdb.com/de/title/tt4552524/ (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)