Auf mysteriöse Weise erwachen in Oslo die Toten zum Leben. Sie wandeln apathisch zu ihren Familien zurück, wo sie zunächst freudig von ihren Angehörigen empfangen werden. Doch die anfängliche Begeisterung über die Rückkehr der verstorbenen Liebsten wandelt sich bald in ein befremdliches Grauen, denn die untoten Familienmitglieder sind nicht dieselben wie früher.
Thea Hvistendahls Horrorfilm aus dem Jahr 2024 fußt auf dem gleichnamigen Roman von Bestseller-Autor John Ajvide Lindqvist, der durch sein Erstlingswerk und den darauf basierenden Film So finster die Nacht (2008) große Bekanntheit erlangte. Der norwegische Film ist mit vielen skandinavischen Stars besetzt, wie z.B. Bjørn Sundquist, den ich aus Hänsel und Gretel: Hexenjäger (2013) und Dead Snow (2009) kenne.
Durch seine düstere und graue Optik und die trostlose Stimmung schafft es auch dieses Werk, den nihilistischen Stil vieler skandinavischer Filme zu vermittelt. Leider quält Handling the Undead aber auch die Zuschauer enorm mit seiner Wortkargheit und den extrem ruhigen und langen Einstellungen. Die überwiegende Darstellung von Alltagstätigkeiten trägt dabei nicht gerade zu einer packenden Unterhaltung bei. Ähnlich wie bei So finster die Nacht ist auch dieses Werk kein reiner Genrefilm, es werden lediglich Elemente des Horror-Genres verwendet. Wo aber ersterer zu Fesseln verstand, da will hier einfach keine Spannung aufkommen. Dramaturgisch ist Handling the Undead richtig schlecht gemacht und insgesamt schrecklich langweilig.
https://www.imdb.com/de/title/tt2118648/ (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)