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Sirāt (2025)

Luis sucht zusammen mit seinem zwölfjährigen Sohn Esteban auf einem Rave in der marokkanischen Wüste nach seiner spurlos verschwundenen Tochter Mar. Doch niemand hat Mar gesehen. So schließen sich die beiden einer Gruppe von Overlandern an, die mit ihren zwei LKWs durch das Wüstengebirge zu einem ganz besonderen Rave fahren wollen. Luis und Esteban hoffen, dort die verschollene Mar zu finden. Doch in dem verfluchten Land warten nichts als Leid und Tod auf sie.

Sirāt (manchmal auch Sirât geschrieben) ist ein französisch-spanischer Spielfilm von Óliver Laxe aus dem Jahr 2025. Die Hauptrollen übernahmen Sergi López und Bruno Núñez. Die eindrucksvolle Filmmusik stammt von Kangding Ray.

Das mehrfach ausgezeichnete Roadmovie, was zugleich Drama und - ganz im Hintergrund - auch Endzeitfilm ist, ist ein ganz besonderes Werk. Die Landschaftsaufnahmen zusammen mit der elektronischen, oft treibenden Musik haben eine hypnotische Wirkung. In etwa der Hälfte des Films schlägt die Stimmung um und die Handlung zieht einem den Boden unter den Füßen weg. Dann trifft ein Schlag nach dem anderen in die Magengrube sein Ziel. Was eher ruhig begann, entpuppt sich nun als echte Herausforderung.

Ein bisschen erinnert mich Sirāt an Danny Boyles The Beach (2000). Auch hier begeben sich zivilisationsmüde Menschen freiwillig in Gefahr und bereisen Risiko-Länder. Die Bilder von den Einheimischen bilden dazu einen Kontrast. Sie hatten im Geburtenroulette nicht so viel Glück, wie die europäischen Touristen, und würden wahrscheinlich gerne mit ihnen tauschen. Das Leben ist eben wie ein Minenfeld, den einen erwischt es, den anderen nicht. Genau diese Metapher erleben wir in dem Drama mit beängstigendem Realismus. Sirāt ist ein intensives und existentialistisches Filmerlebnis, was ich nur wärmstens empfehlen kann.

https://www.imdb.com/de/title/tt32298285/ (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)
Sujet Film