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Sado - Stoß das Tor zur Hölle auf (1979)

Der reiche Tierpräparator Frank verfällt nach dem Tod seiner Verlobten Anna dem Wahnsinn. Der grenzdebil blickende Mann gräbt Annas Leiche aus, präpariert sie fachgerecht und legt sie in sein Bett. Unterstützt und gleichzeitig manipuliert wird er dabei von seiner teuflischen Haushälterin Iris, die ihm gerne die Brust gibt. Frank tötet zwei junge Frauen und Iris hilft ihm dabei, die Überreste zu zerstückeln und in Säure aufzulösen. Als Annas Zwillingsschwester Elena auf dem Anwesen auftaucht und das düstere Geheimnis der beiden aufdeckt, eskaliert das mörderische Treiben vollends.

Sado - Stoß das Tor zur Hölle auf ist ein italienischer Horrorfilm aus dem Jahr 1979. Regie führte Joe D’Amato, der allseits bekannt ist für aufrüttelnde Filmwerke wie Nackt unter Kannibalen (1977), Man-Eater - Der Menschenfresser (1980) und In der Gewalt der Zombies (1980). Die Hauptrollen sind mit Kieran Canter als Frank Wyler, Franca Stoppi als Iris sowie Cinzia Monreale als Anna und Elena Völkl besetzt. Die aufreibende Synthesizer-Musik im Film stammt von der legendären italienischen Progressive-Rock-Band Goblin.

Dieser erst im Jahr 2023 von seiner Indizierung und Beschlagnahmung befreite Klassiker ist ein wahres Freudenfest für Liebhaber. Mit drastischen Ekel- und Splatterszenen, der typisch italienischen Atmosphäre und einer zutiefst nihilistischen Story schafft es das Werk, Handlungen zu ästhetisieren, die die meisten Menschen als grauenvoll und widernatürlich bezeichnen würden.

Buio Omega - so der Originaltitel des Films - kam nie wirklich im Mainstream-Kino an, regte dafür oder deswegen aber ungemein die Subkulturen an. So war er nicht nur eine wichtige Inspirationsquelle der Death-Metal- und Grindcore-Szene der späten 1980er- und frühen 1990er-Jahre, auch der ebenso zum Kult erhobene Soundtrack von Goblin war wichtig für die Dungeon-Synth- und Synthwave-Szene. Die deutsche Dark-Metal-Band Eisregen etwa griff die Handlung des Films in ihrem Song “Jenseits der Dunkelheit” auf. Auch ein im Jahr 1999 gegründeter Filmclub im Ruhrgebiet entlehnte seinen Namen dem Originaltitel: “Der geheimnisvolle Filmclub Buio Omega” wollte sich von der Plage der US-amerikanischen Massenfilmware befreien und die Wiedergeburt des eurozentrierten Exploitationfilms der 60er- bis 80er-Jahre einleiten. Darüber hinaus wurde Joe D’Amatos Werk immer wieder als Wegweiser für das französische Terrorkino der 2000er-Jahre genannt.

Sado - Stoß das Tor zur Hölle auf ist ein transgressiver Exploitation-Horrorfilm voller unnötigem Sadismus und anderer Perversitäten, wie ich ihn nur lieben kann. Wahrhaft ein Kultfilm.

https://www.imdb.com/de/title/tt0078916/ (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)
Sujet Film