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Kalt wie Eis (1981)

Der junge Dave sitzt im Gefängnis, nachdem er ein paar Motorräder gestohlen hat. Doch ihm gelingt die Flucht, bei der jedoch ein Mensch zu Tode kommt. Mit der Gewissheit, dass es nun keinen Weg mehr zurück gibt, macht sich Dave auf die Flucht vor der Polizei und taucht im West-Berliner Underground der 1980er Jahre ab. Dort trifft er seine Freundin Corinna wieder und sucht sich weiteren Ärger. Nun wird er nicht nur von der Polizei, sondern auch von einer Rockerbande und den Prügelknaben von Corinnas Zuhälter gejagt. Am Ende bleibt Dave nur noch ein wahrhaft explosiver Abgang.

Kalt wie Eis ist ein deutscher Spielfilm aus dem Jahr 1981. Regie führte Carl Schenkel, der später den um Längen bekannteren Film Abwärts (1984) mit Götz George, Hannes Jaenicke und Wolfgang Kieling inszenierte. Die Hauptrollen übernahmen Dave Balko, Brigitte Wöllner, Rolf Eden und Otto Sander. Cameo-Auftritte haben u.a. Blixa Bargeld, Gudrun Gut und Bettina Köster.

Die triviale Story kann hier nicht wirklich überzeugen. Das Setting ist dafür umso interessanter. Mit Musik von Tempo, Mekanik Destruektiw Komandoe, Extrabreit, Blixa Bargeld, Neon Babies, Malaria! und vielen mehr ist Kalt wie Eis auch ein Musikfilm und gibt einen stimmungsvollen Einblick in die damalige Kunst- und New Wave-Szene von West-Berlin.

Das düstere Werk hat einige surreal-künstlerische Momente, viel Gewalt, blutige Exzesse und für einen deutschen Film dieser Zeit ein paar recht explizite Sexszenen zu bieten. Kalt wie Eis ist ein unheimlicher, seltsamer Film mit dem kaputten Charme des West-Berlins der frühen 80er-Jahre und einem genialen Soundtrack.

https://www.imdb.com/de/title/tt0206851/ (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)
Sujet Film