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The Paper / Staffel 1 (2025)

Das selbe Dokumentarfilmteam, was vor Jahren die Mitarbeiter des Papiergroßhändlers "Dunder Mifflin" in Scranton begleitete, nimmt sich nun die Tageszeitung "Toledo Truth Teller" und die zugehörige Toilettenpapierfirma vor. Wieder stehen die Beschäftigten mit ihren privaten Befindlichkeiten und ihren Jobgeschichten im Mittelpunkt, allen voran der etwas linkische Sonderling Ned Sampson, der den Job als Chefredakteur jüngst angenommen hat. Er will die Tageszeitung, das Problemkind im Portfolio der Firma, von einer zeitgeistigen Gazette voller Werbung, Clickbait und Promi-Trash wieder zum korrekten Journalismus führen.

Die Serie aus dem Jahr 2025 stammt von Greg Daniels und kann als Spin-Off von The Office (2005) verstanden werden. Neben Domhnall Gleeson, Sabrina Impacciatore und Chelsea Frei in den Hauptrollen ist auch Oscar Nunez mit dabei, der wieder den Oscar Martinez aus The Office US spielt.

The Paper hat mir vergegenwärtigt, warum ich zumeist einen großen Bogen um US-amerikanische Gegenwartsserien mache. Wenn diese nämlich nicht auf irgendeine Weise besonders lustig oder abgründig sind, geht mir das schnell auf die Nerven. Hier ist es vor allem eine unerträgliche "Sex and the City-Tante" mit ihrem italienischen Akzent. Doch sie ist nur der Gipfel des dämlichen Gelabers und der hektischen Rennerei. Die wuseligen und ungeschickten Figuren zeigen ständig auf ihre Telefone und sprechen über etwas, was für mich nicht nachvollziehbar ist. Manche englischen Begriffe sind nicht übersetzt worden, was zusätzlich zu Verwirrung und Unverständnis beiträgt. Hier steht im Vergleich zu The Office US kein einziger ebenbürtiger Darsteller zur Verfügung, der mit seinem Spiel und seinem Humor die Serie trägt.

The Paper folgt, wie zu erwarten, dem amerikanischen Zeitgeist und ist um einiges progressiver als noch The Office US, wobei sich auch hier schon wieder die obligatorischen Paarbeziehungen zwischen Männern und Frauen andeuten, die in weiteren Staffeln sicher zu Hochzeiten führen werden. Mit mehr nicht-weißen Protagonisten und etwas wokem Tokenismus lässt sich sicher auch diese Serie gut verkaufen. Mich kann sowas überhaupt nicht mitnehmen. Nach The Paper benötige ich einen ehrlichen Barbarenstreifen, einen blutigen Horrorschocker oder einen intelligenten europäischen Film, um diesen amerikanischen Alltagsbullshit zu vergessen.

https://www.imdb.com/de/title/tt32159809/ (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)
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