Passer au contenu principal

Warum du dich stuck fühlst, obwohl du kämpfst [mit kostenlosen Journal Fragen]

https://www.youtube.com/watch?v=9VsUnHoEC7Q&list=PLtdUz4pxtgbBIXkeTl1Q8lCyUwTo2RZZ4 (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)

Das hier hat mich zehn Jahre gekostet. Dich muss es das nicht.

Du funktionierst nach außen. Innerlich merkst du, dass du seit Jahren immer nur kämpfst und strugglest. Genau das habe ich vor zehn Jahren zum ersten Mal an mir selbst verstanden – und danach hat es mich zehn weitere Jahre gekostet, wirklich zu begreifen, woran das lag.
Am Ende des Artikels schenke ich dir einen Reflexionsbogen mit 7 Fragen, die dir zeigen, was die eigentliche Ursache ist, wenn du das Gefühl hast, nicht voranzukommen.

Ich war 30. In den meisten Jahren davor hatte ich schon gemerkt, dass etwas nicht stimmt: Ich wollte beruflich etwas anderes machen als das, was von mir erwartet wurde, und in Beziehungen hatte ich das Gefühl, dass nichts so funktioniert, wie ich es mir wünsche, ohne zu verstehen, woran das lag. Trotzdem hatte ich noch Hoffnung. Ich wusste plötzlich, dass ich keinen vorgegebenen Weg gehen muss – ich kann ein eigenes Business haben, von unterwegs arbeiten, frei sein. Ich dachte, ich hätte verstanden, wohin ich will.

Dann kam der Sommer, in dem sich alles verschlechterte. Ich habe mich selbst in eine Psychiatrie eingewiesen. Das war das Schwerste, was ich bis dahin gemacht hatte – niemand in meinem Umfeld verstand, warum ich das tue. Ich bin aufgewachsen mit der Botschaft, dass professionelle Hilfe zu suchen bedeutet, dass man übertreibt. Das ist für Menschen, die wirklich etwas Schlimmes erlebt haben, hieß es – und ich hätte es doch vergleichsweise gut. Also konnte ich mit niemandem darüber reden.

In dieser Zeit hatte ich fast täglich Zusammenbrüche. Ich hatte das Gefühl, dass mein Leiden niemanden interessiert – dass ich sichtbar leide und trotzdem niemand hinsieht oder hilft. Ich wollte einfach nicht glauben, dass mit mir grundlegend etwas falsch sein muss, weil ich so fühle, wie ich fühle. Dann bin wohl ich das Problem, oder was? Nein.

Es gab Phasen, in denen ich das Gefühl hatte, es nicht mehr zu schaffen – nicht, weil ich nicht leben wollte. Ich wollte immer leben, sehr sogar. Genau deswegen war das Leiden so groß: weil ich das Leben, das ich mir gewünscht habe, nicht erreichen konnte.

Das Wort, das ich damals zum ersten Mal für mich gefunden habe, war „Depression". Aber Depression war nur das erste Symptom, das ich benennen konnte. Es gab noch viel mehr, das ich nicht sofort erkannt habe: komplexes Trauma aus meiner Kindheit, und – das habe ich erst Jahre später verstanden – unerkanntes ADHS, ich erkenne bei mir auch Autismus.

Psychologisch erklärt: Wenn ein Kind über Jahre lernt, dass seine Art und echte Gefühle oder Bedürfnisse unerwünscht sind, entwickelt das Nervensystem eine Überlebensstrategie – anpassen, funktionieren, nichts zeigen, sonst Strafe oder Druck. Das ist keine Charakterschwäche. Das ist eine erlernte Reaktion auf wiederholten Stress.

In Therapien hatte ich oft das Gefühl, dass von mir erwartet wurde, nur wieder zu funktionieren. Aber niemand hat wirklich verstanden, was in mir vorgeht – und ich habe mich dabei nicht ernst genommen gefühlt. Also habe ich angefangen, mich selbst zu verstehen: Trauma, Schematherapie, Diagnosen, wie mein Gehirn Muster gebildet hat und warum. Autodidaktisch, weil niemand verstanden hat, dass ich das brauche.

Kein Mensch ist von Grund auf falsch oder unzulänglich. Jedes Verhalten, das du an dir nicht verstehst, hat eine Erklärung.

Das ist der Punkt, den ich dir mitgeben will: Kein Mensch ist von Grund auf falsch oder unzulänglich. Jedes Verhalten, das du an dir nicht verstehst, hat eine Erklärung. Wenn du seit Jahren das Gefühl hast, dass du kämpfst, um so zu funktionieren wie alle anderen es scheinbar tun, und nicht verstehst, warum es bei dir so schwer ist – dann ist wahrscheinlich nicht das Problem, dass du zu wenig funktionierst. Das Problem ist, dass du die eigentliche Ursache nie verstanden hast.

Das gilt vor allem, wenn Vergangenheit dein Verhalten heute noch beeinflusst, obwohl du denkst, dass sie keine Rolle mehr spielt. Muster, die du als Kind gelernt hast, um in deinem Umfeld zu bestehen, sind heute noch aktiv. Das erklärt, warum du nach außen funktionierst und innerlich trotzdem nicht vorankommst.

Was mir in dieser Zeit gefehlt hat, war nicht mehr Mitleid. Es war jemand, der mich nicht bewerten, sondern verstehen wollte. Wenn du gerade jemandem in deinem Umfeld nahestehst, dem es schlecht geht: Er muss nichts von dir gelöst bekommen. Er braucht, dass du dich interessierst, zuhörst und dich selbst informierst – anstatt zu erwarten, dass er dir alles erklärt, während es ihm schon schwer genug geht.

Ich habe Jahrzehnte gebraucht, um das zu verstehen, was ich dir gerade in wenigen Absätzen gesagt habe. Weil ich es allein und ohne Erklärung machen musste.

Das muss für dich nicht so sein. Du willst deine eigenen Muster erkennen statt nur Theorie zu lesen – ich hab einen Reflexionsbogen für dich erstellt, der das direkt anwendbar macht.

Du beantwortest 7 Fragen, die dir zeigen, was die eigentliche Ursache ist, wenn du das Gefühl hast, nicht voranzukommen.

Als Dank schenke ich dir außerdem Zugang zur kostenlosen Fesselnde Freiheit Mediathek mit vielen weiteren Tools:

Sujet Beiträge

0 commentaire

Vous voulez être le·la premier·ère à écrire un commentaire ?
Devenez membre de Fesselnde Freiheit et lancez la conversation.
Adhérer