Passer au contenu principal

Zwischen elaboriert und „random“ – ein Selbstgespräch in Worten

Ich gebe es unumwunden zu: Ich liebe klare, elaborierte Sprache.

Ich mag Wörter, die klingen wie handgeschliffene Kiesel – alt, wohlgerundet, von Bedeutung durchtränkt. Wörter, die beschreiben, was moderne Termini nicht mehr zu fassen vermögen.

Und doch – ehe ich mich versehe, purzeln sie auch aus meinem Mund: diese modernen Fremdlinge namens random, chillen, deep talk.

Autsch. Sprachästhetisch ein Dolchstoß.

Aber offenbar hat sich selbst in meinem eloquenten Wortschatz der Zeitgeist eingenistet.

Vielleicht liegt es an meinen Teens. Sie reden längst nicht mehr so, „wie ihnen der Schnabel gewachsen ist“, sondern wie ihre Freunde – oder besser: wie der Algorithmus.

Mein Wiesel oszilliert dabei zwischen „noch mehr Denglisch, bitte!“ und „was hat der gerade gesagt?“ – ein inneres Wechselspiel aus Neugier, Verzweiflung und mildem Kulturpessimismus.

Meine Wasserbüffelin hingegen, stoisch und pflichtbewusst wie eh und je, googelt die Begriffe diskret, um am sprachlichen Ball zu bleiben.

Zuhause jedoch herrscht eine Regel: Die modischen Neologismen mögen bitte in den Jugendzimmern verweilen. Nicht aus Purismus – sondern aus schlichter Verständlichkeit. Denn im akustischen Dauerrauschen unseres Haushalts (hier ist immer Störlärm, immer irgendetwas, das summt, surrt, plappert) verliere ich

0 commentaire

Vous voulez être le·la premier·ère à écrire un commentaire ?
Devenez membre de Frau_Kruemelkuchen, Diana - hört! Oder doch nicht? - et lancez la conversation.
Adhérer