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Zwischen Festtag und unsichtbarem Sturm

Foto Sebastian Heeg

Das Leben mit einer chronischen Erkrankung kennt keine linearen Verläufe. Es folgt keinem verlässlichen Takt, keiner wohlgeordneten Dramaturgie. Es gibt Phasen, manchmal ganze Wochen, in denen das Dasein leichtfüßig wirkt – als könne man nicht nur Grashalme, sondern ganze Bäume entwurzeln, getragen von überschäumendem Tatendrang und einer geradezu verschwenderischen Liebe zum Leben.

Dann tanzt man durchs Leben – schwebend, beinahe schwerelos –, als könne nichts diese Bewegung aufhalten.

Und doch, unvermittelt, verdichtet sich die Luft, als hätte jemand den Himmel tiefer gehängt. Die Schwerkraft wird schwerer, jede Bewegung fester an den Boden genagelt. Schon zieht die Erkrankung einen zurück auf den unnachgiebigen Boden der Tatsachen – oft genau in den Momenten, in denen man es am wenigsten brauchen kann.

Heute ist der 13. Geburtstag meines Sohnes.

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