Du liest den Newsletter für eine bessere Welt von Ilona …
Trump droht in seiner Machttrunkenheit mit der Auslöschung eines ganzen Landes. Israels Regierung legt mit sogenannten Bunkerbrechern ganze Wohnsiedlungen in Schutt und Asche (inklusive der unschuldigen Zivilbevölkerung). In Deutschland sollen die Militärausgaben von gut 50 Mrd. € (2024) auf 153 Mrd. € (2029) steigen. Das, schreibt Fabian Scheidler in der Frankfurter Rundschau, geht nur mit einem massiven Abbau des Sozialstaates.
Ich würde sagen: niemand findet diese Entwicklungen gut. Klar, Frieden wollen wir doch alle! Aber was ist das eigentlich – Frieden? Und was kann jede und jeder von uns dafür tun? Darüber denke ich in diesem Newsletter nach. Bist du mit dabei?
(S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)»Sich nicht für den Frieden zu engagieren bedeutet, Krieg und Zerstörung zuzulassen«
Frieden kommt von dem althochdeutschen Wort fridu, was so viel wie Schonung oder Freundschaft bedeutet. Im Allgemeinen ist damit ein Zustand der Stille, Ruhe und Harmonie gemeint. Oder doch zumindest die Abwesenheit von Störung, Beunruhigung und vor allem von Krieg. Doch so einfach ist die Sache eben nicht. Denn Frieden ist nicht einfach etwas, was da ist oder nicht.
Frieden ist kein Zustand, es ist ein Vorgang, ein Fortlauf, ein Prozess. Wir können Frieden nicht einmal erreichen und uns dann in diesem Zustand ausruhen. Frieden müssen wir ständig in uns und zwischen uns erringen. Und Frieden ist abhängig von unserer inneren Haltung. Von unserem inneren Frieden mit uns selbst.
Frieden bedeutet gut Zuhören
Frieden beginnt schon im ganz Kleinen. Zwischen zwei Menschen. Das Zuhören spielt dabei eine ganze wichtige Rolle. In der Regel stehen wir uns dabei ganz schön selbst im Weg. Weil wir bestimmte Erfahrungen in unserem Leben gemacht haben und in einer bestimmten Kultur, umgeben von bestimmten Menschen leben, interpretieren wir alles auf ganz bestimmte Weise, meist unbewusst.
Doch wenn ich kaum weiß, wie ich all die Dinge, Situationen, Menschen und Erlebnisse um mich herum bewerte, interpretiere und einordne, kann ich die anderen Menschen in ihrer Sichtweise nur schwer erkennen. Dann kommt es mir so vor, als ob nur ich die Sache richtig sehe. Ich kann mich nicht in andere hineinversetzen. Genau das meine ich, wenn ich von gutem Zuhören spreche: Nämlich dass ich nicht nur die Worte verstehe, die jemand sagt. Sondern dass ich darüber hinaus auch mit dem Herzen verstehe, was jemand dabei fühlt, denkt und ausdrücken möchte.
(S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)Wer gewinnt, verliert meist: Krieg und Frieden im Alltag
Dass es uns so schwerfällt, richtig zuzuhören, hängt u.a. mit unserer Konkurrenzgesellschaft zusammen. Von Klein auf erfahren wir in der Schule, im Sport, in der Familie und später im Beruf, dass wir uns durchsetzen müssen. Wir müssen besser sein, als die anderen. Oder klüger. Oder zumindest in der Weise schlauer, dass wir unsere Interessen geschickter zum Zuge bringen. Dann giltst du als erfolgreich. Dann erntest du Anerkennung. Dann gehst du leichter durchs Leben. Vermeintlich.
Was dabei auf der Strecke bleibt? Der Frieden!
Und zwar nicht nur zwischen dir und anderen. Sondern auch der Frieden mit dir selbst. Denn – das hat die Glücksforschung mittlerweile bewiesen – was dich wirklich zufrieden und froh macht, sind gelungene Beziehungen. Mit anderen Worten: Frieden.
Frieden zu erringen bedeutet, mutig zu sein.
In unserer Konkurrenzgesellschaft verlangt es jedoch oftmals Mut, sich zu öffnen, anderen zuzuhören und nicht für seine Belange zu »kämpfen«. Im Kleinen wie im Großen. Sich in der Welt der Trumps, Putins und Netanjahus dem Frieden zu verpflichten, verlangt Mut. Viel Mut. So viel Mut, dass nicht wenige meinen, es sei unrealistisch, realitätsfremd und irrational sich in diesem Zeiten für Abrüstung, Friedensverhandlungen und ein gutes Zuhören auf allen Ebenen einzusetzen.
Was meinst du dazu? Was bist du bereit, für Frieden zu riskieren? Im Kleinen wie im Großen?
Im folgenden findest du ein paar Beiträge und Tipps, die dich inspirieren könnten. Wenn du weitere Ideen und Tipps für uns hast, dann melde dich bitte unter ichbin@fuereinebesserewelt.info (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre). Ich freue mich, von dir zu hören!
Mit rebellischen Grüßen,
Ilona
P.S. Ich bin ja Fan des neuen Satire-Senders Fun Facts. Hier haben sich Kabaretist*innen aus ganz Deutschland zusammengetan und senden täglich unterhaltsame und informative 15-Minuten-Videos. Auf Peertube. Im Fediverse. Yes! Schau zum Beispiel die Fun Facts zu Gaza (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) an. Es geht um Frieden …
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