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»Der Bogen des moralischen Universums ist lang, aber er neigt sich zur Gerechtigkeit.« Martin Luther King

kleines Portrait von Ilona (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)

Du liest den Newsletter für eine bessere Welt von Ilona …

Ich hab mal eine Frage an dich: Meidest du Nachrichten? Wenn ja, dann bist du nicht allein. Gut ein Drittel der Menschen in Deutschland tut dies. Tendenz: steigend (mehr dazu in meinem Beitrag Politisch informiert sein, ohne zu verzagen (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)). Warum? Du kennst die Antwort bestimmt: Nachrichten stressen. Sie machen Angst und schüren Unsicherheit. Nachweislich. Ist Nachrichten-Boykott daher eine kluge Strategie? »Nein, nicht wenn wir weiterhin eine Demokratie haben wollen«, lautet meine Antwort.

[Demoschilder und -teilnehmende am 1. Mai in Hamburg bei der Demo "Wer hat, der gibt"]
"Wer hat, der gibt"-Demo am 1. Mai in Hamburg: Reichtum von oben nach unten umverteilen – notfalls durch Enteignung: denkbar oder radikal?

Konstruktiv mit Nachrichten umzugehen, ist politisch wichtig!

»Wie bleibe ich informiert, ohne zu verzagen?« Diese Frage bekommen wir in unseren Workshops oft gestellt. Zu Recht. Denn natürlich muss ich mich mit den Missständen, den Problemen, den Krisen und Fehlentwicklungen beschäftigen, um mir eine politische Meinung bilden zu können – aber eben nicht nur.

Ich kann, ja muss mich auch mit den Lösungen, den Utopien, Ideen und bereits existierenden Alternativen auseinandersetzen, um politische Forderungen zu entwickeln. Dafür setzen sich diejenigen ein, die einen konstruktiven Journalismus verfechten. Wie zum Beispiel Marek und ich. Oder die Journalistin Ronja von Wurmb-Seibel, die in ihrem lesenswerten Buch Wie wir die Welt sehen schreibt: »Machthabende mit konstruktiven Perspektiven zu konfrontieren ist ein wirksames Mittel, Verantwortung zurückzugeben an diejenigen, die sie tatsächlich innehaben.« Wie du Nachrichten nutzt, ist also politisch.

[Asphaltsprenger-Festival in Hamburg: Menschen hinter einer grünen Blätterwand]
Das Asphaltsprenger-Festival in Hamburg: Eine Stadt ohne Autos, mit viel Platz für Fahrradwege, Spielen und Grünes – denkbar oder utopisch?

Finden wir realistische Lösungen für drängende Probleme, können Machthabende nicht behaupten, es gäbe sie nicht.

Aber klar, so leicht ist die Sache natürlich nicht. Machthabende können immer noch anders entscheiden. Und viele Ideen und Lösungen liegen außerhalb dessen, was wir öffentlich sagen können, ohne soziale Ausgrenzung zu erleben (mehr dazu im Beitrag Das Fenster des Sagbaren (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)). Denken wir nur mal an die Klassiker der Klassenkampf-Arena: Gendern, Energiewende, Veganismus, Pazifismus, Enteignung, …

Wenn du zu denjenigen gehörst, die Nachrichten genutzt haben, um nach Lösungen für Probleme zu suchen und sich für ihre Umsetzung engagiert haben, um dann zu erleben, dass das nicht so viel gebracht hat, wie erhofft – dann braucht es eine weitere Strategie. Die positive Psychologie (die Resilienz und Motivation stärkt, ohne die teils frustrierende Realität zu verharmlosen) rät:

Die 6 Strategien des realistischen Optimismus

  • Stelle den Sinn über die Wirkung deines Handelns. Engagiere dich, weil es deinen Werten entspricht.

  • Erkenne deine Erfolge, auch Teilerfolge! Lerne aus Rückschlägen.

  • Erlaube dir, Wut, Trauer oder Erschöpfung zu spüren. Pflege gleichzeitig Rituale wie “3 positive Erlebnisse des Tages” aufzählen.

  • Suche dir Gemeinschaft. Erzähle von deinen Gedanken und Emotionen, den guten wie den schlechten.

  • Bleibe in der Gegenwart. Schweife in Gedanken nicht in die Vergangenheit oder Zukunft ab.

  • Übe dich im realistischen Optimismus!

Realistischer Optimismus bedeutet, das eigene Handeln als wirksam zu bewerten – und gleichzeitig zu akzeptieren, dass nicht alles kontrollierbar ist.

Es kommt also nicht darauf an, immer angst- oder sorgenfrei zu sein. Es geht darum, gut mit unseren Emotionen umgehen zu können, wie der Beitrag Von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) zeigt, den Marek geschrieben hat.

Daher: Auf zum Workout unserer inneren Stärken! Lasst uns Mut, Optimismus, Friedfertigkeit und all die anderen Fähigkeiten trainieren, die wir für eine bessere Welt brauchen.

Mit rebellischen Grüßen,
Ilona

Übrigens: Am 21. Mai bieten wir von 17-18 Uhr das kostenfreie Webinar Mut-Muskeltraining (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) an. Wenn du Lust hast, komm doch einfach vorbei. Ich freue mich auf dich!

Lese-Tipps

Politisch informiert, ohne zu verzagen – so gelingt dein Nachrichtenkonsum

Ein Mann sitzt auf einer Bank und hat eine Zeitung aufgeschlagen. (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)

Manchmal verlieren wir bei all den schlechten Nachrichten die Hoffnung. Und manchmal ist das auch okay. Aber nicht dauerhaft! Deshalb zeigt dir dieser Beitrag, wie du politisch informiert bleibst und zugleich hoffnungsvoll und engagiert!

Das Fenster des Sagbaren – warum sind manche Ideen tabu und wieso ist das politisch?

Eine Frau im Portrait. Sie schweigt. (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)

Wie entsteht unser Bild von der Welt? Warum sind manche Ideen tabu? Ob Nachrichten, soziale Netzwerke, Podcasts oder persönliche Gespräche: Hier findest du praktische Tipps, die dein kritisches Denken anregen und erweitern.

Von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen

Mann mit Laterne in der Hand. (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)

Angst ist kein guter Begleiter und ein sehr schlechter Ratgeber. Umso wichtiger, sich von ihr nicht vereinnahmen zu lassen. Wie wir mit Furcht und existenziellen Sorgen umgehen und wieder an eine bessere Welt glauben können.

Mach mit!

Mut ist ein Muskel – kostenfreies Webinar!

[Frau hat den Arm gehoben, um ihren Bizeps zu zeigen ;-)] (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)

Am 21. Mai 2026 von 17-18 Uhr kommen wir online zusammen, um gemeinsam zu erkunden, wie wir unseren Mut-Muskel systematisch trainieren können. Denn: Die Welt braucht mutige Menschen, die sich für eine bessere Welt einsetzen! Bist du dabei?

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