
In Stuttgart-Ost und im Nachbarbezirk Stuttgart-Wangen gibt es schon einige Fitnessstudios – und jetzt auch ein vereinseigenes, den SportHub der Sportkultur Stuttgart. Der Betrieb im neuen Trainings- und Vereinszentrum der Sportkultur ist gut angelaufen.
Von Jürgen Brand
Der Stadtbezirk Wangen hat ein neues Fitnessstudio. Der SportHub an der Kesselstraße ist aber nicht irgendeine weitere Filiale der vielen bundesweiten Studio-Ketten, sondern das erste vereinseigene Studio in Wangen. Die SportKultur Stuttgart (SKS) hat knapp sieben Millionen Euro in den auffälligen Holzhybrid-Bau investiert und damit gleichzeitig ein neues Vereinszentrum für seine fast 3000 Mitglieder geschaffen. Damit wird das Gebiet an der Kesselstraße, wo gleich gegenüber auch die Stadtwerke ihren Sitz haben, weiter aufgewertet und die Sportkultur selbst hat einen neuen, vorzeigbaren Mittelpunkt.
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„Ich denke, wir haben einen ganz guten Start hingelegt”, sagt Stephan Gunser wenige Wochen nach der offiziellen Eröffnung des SportHub. Der 31-jährige ist Bereichsleiter Erwachsenensport in der Sportkultur und leitet den SportHub. Gunser ist durch und durch mit dem Thema Sport verbunden. Abitur hat er am Wirtemberg-Gymnasium in Untertürkheim auf der anderen Seite des Neckars gemacht, das auch eine der Eliteschulen des Sports in Stuttgart ist. Es folgte ein Sportmanagement-Studium an der Macromedia-Hochschule in Bad Cannstatt, seinen passenden Master-Abschluss dazu machte er in Jena. Im Oktober 2023 begann er ein duales Studium Sportwissenschaft und Training, das nach wie vor läuft.

Der Sportexperte war so schon früh in das SportHub-Projekt involviert, Anfang 2025 übernahm er die Leitung, als seine Vorgängerin in Mutterschutz ging. Zu tun haben er und sein Team in der Startphase genug. Aktuell arbeiten sie noch die weit mehr als 100 Voranmeldungen mit Probe- und Einführungstrainings ab. Zu seinen Aufgaben gehören aber auch die Personalplanung, die Kursorganisation, das Funktionieren und auch die Weiterentwicklung der hochmodernen Trainingsgeräte. Aktuell wartet er beispielsweise auf die zu den EGYM-Geräten passende App, die bei Apple noch im Genehmigungsverfahren hängt.
Smarte Trainingsgeräte
Wer im SportHub fitter werden will, darf keine Berührungsängste mit durch und durch smarten Trainingsgeräten haben. Zum Start wird das neue Mitglied – Voraussetzung sind eine Mitgliedschaft im Verein und eines der SportHub-Angebotspakete oder eine Wellpass-Mitgliedschaft – per 3D-Technologie analysiert. Eine Kniebeuge mit hochgereckten Händen – Squat genannt – reicht, schon erfährt die Sportlerin oder der Sportler, inwieweit das reale Alter und das Bio-Alter korrelieren. Das kann manchmal eine unangenehme Info sein – oder halt motivierend für ein kontinuierliches Training wirken.

Diese und weitere Daten wie Größe, Gewicht etc. werden auf einem Chip-Armband – Transponder – gespeichert und bilden die Basis für das individuelle Trainingsprogramm, das Gunser und sein Team dann zusammenstellen. Das Armband bekommt jeder, der im SportHub trainieren will und ist unverzichtbar. Es wird am Eingang zur Registrierung benötigt, öffnet den Spind im Umkleidebereich, dient als Zahlungsmittel am Kaffeeautomaten oder für Getränke, Wasser ist allerdings inklusive. Und: Die EGYM-Geräte stellen sich automatisch auf die Maße und Ziele der Trainierenden ein, bevor sie dort mit dem Training beginnen. Die dann entsprechend angepassten Trainingseinheiten werden leicht verständlich auf Monitoren an den Geräten begleitet. Durch dieses System werden falsche Einstellungen an den Geräten oder auch die fehlerhafte Ausführung der Übungen minimiert und damit auch das Risiko, sich dabei zu verletzen, deutlich reduziert. Die Fortschritte werden auf dem Transponder-Armband gespeichert und können künftig auch in der App angezeigt werden. Bei den Trainingsangeboten kooperiert die Sportkultur mit Wellpass und Urban Sports Club. Wer beispielsweise über seinen Arbeitgeber Wellpass-Mitglied ist, kann die Trainingsbereiche und Kurse im SportHub nutzen, Urban Sports Club-Mitgliedern stehen ausgewählte Kurse zur Verfügung.
Aktuell gibt es pro Woche rund 25 Kurse, egal ob Qi Gong, Yoga, Zumba, Fitnessboxen, Jumping oder Cycling.
Das Training an den Geräten – für Fortgeschrittene steht auch ein Freihantelbereich zur Verfügung – wird durch ein umfangreiches Kursangebot vervollständigt. Aktuell gibt es pro Woche rund 25 Kurse, egal ob Qi Gong, Yoga, Zumba, Fitnessboxen, Jumping oder Cycling. Zum Reha-Sportangebot der Sportkultur gehören acht Orthopädie- und zwei Herzsportkurse. Die Kurse finden in den neuen Kursräumen im SportHub statt, es gibt auch einen Kursbereich unter freiem Himmel. Nach dem Sport können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in einem kleinen Saunabereich entspannen.

Ergänzt wird das Sportangebot durch einen frei zugänglichen Calisthenics-Park auf dem Außengelände, der schon gern und viel genutzt werde, wie Stephan Gunser beobachtet. Eine weitere Besonderheit im SportHub ist die Kaltlufthalle, also eine überdachte Sportfläche mit Korkboden, der die Gelenke schont. Die Halle kann beispielsweise für Fußball, Basketball oder Pickleball gemietet werden. Die Preise dafür sind bewusst niedrig gehalten: Nicht-Mitglieder zahlen 25 Euro die Stunde, Mitglieder weniger.
Weitere Informationen sind auf der Webseite des SportHub der Sportkultur Stuttgart zu finden:
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