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GedankenPOST 💌 — all we have to do is be

Hallo liebe Gedankenbande,

heute steige ich direkt in die Materie ein. Das Video, welches ich dir unten verlinke, hat mich gerade so sehr berührt, dass ich es unbedingt mit dir teilen möchte.

Gleich zu Beginn wurde eine ältere Dame gefragt, ob sie eine midlife crisis hat oder mal hatte - und sie ist in heftiges und herzliches Gelächter ausgebrochen. Natürlich ist sie in einer, sagte sie mit einem Strahlen im Gesicht. Und ja, auch ich war oder besser gesagt bin mitten in meiner crisis, denn ich schließe im Mai diesen Jahres meine ersten 30 Jahre auf diesem Planeten ab.

Älter werden war für mich nie ein Ding - ist es auch heute nicht. Aber ich verstehe die Phasen und Rhythmen des Lebens und verstehe, dass es von enormer Wichtigkeit ist, Krisen in seinem Leben zu haben. Auch, wenn man in diesem Moment überhaupt nicht checkt, worum es geht. Wie sollen wir denn auch verstehen und lernen, wenn wir von vorneherein - ohne hindurch zu gehen - wissen, wieso etwas passiert? Gott wie langweilig das wäre!

Die Worte, die ich gleich mit dir teilen werde, habe ich am 17. Januar geschrieben, als meine midlife crisis so heftig gekickt hat. Ich war so unzufrieden und unglücklich, und konnte nicht verstehen wieso. Das, auf was ich zurückgeblickt habe, hat mich im ersten Moment enttäuscht, anstatt dass es mich glücklich und stolz gemacht hat.

Ich habe auf meinen Lebenslauf geschaut und mir gedacht wow, kaum etwas davon, habe ich gemacht, weil ich es wollte. Und nichts davon hilft mir bei dem weiter, wo ich eigentlich hin möchte.

Aber in diesem wochenlangen und wehleidigen Mimimi, erkannte ich irgendwann etwas sehr wichtiges: ich kann es jetzt anders machen. Und nicht nur jetzt, sondern jederzeit.

Also gab ich mir selbst ein Versprechen. Aber erst, nachdem ich mir ganz bewusst angeschaut und reflektiert habe, wo ich damals stand und wo ich jetzt hinmöchte. Denn erst nachdem ich das tat, konnte ich auch garantieren, dass sich die Dinge, die ich loslassen möchte, nicht mehr wiederholen. Einfach nur durch meine Absicht, mein Bewusstsein.

Das, was du gleich lesen wirst, ist ehrlich und real. Und ja, es fordert mir Mut ab, das so offen zu dir zu schreiben, aber ich finde es wichtiger, offen ĂĽber diese Dinge zu schreiben. Vielleicht erkennst du dich ja irgendwo wieder. Vielleicht weckt meine Ehrlichkeit den Mut in dir, deine Vergangenheit einmal ganz konkret zu benennen - ohne sie zu werten. Einfach nur das Kind beim Namen nennen. Das allein ist schon Heilung.

Also los geht’s:

tagebuchauszug

Damals dachte ich, ich mĂĽsste etwas tun, bevor ich etwas werde.
Damals hatte ich Angst und suchte Sicherheit in Geld & Partnern.
Damals konnte ich es nicht aushalten, andere zu enttäuschen.
Damals hörte ich nicht auf meine innere Stimme, sondern auf die, der anderen.
Damals dachte ich, ich mĂĽsste etwas leisten, um geliebt zu werden.
Damals definierte ich meinen Wert durch meine Leistung.
Damals lebte ich für die Anerkennung & Bestätigung anderer.
Damals flĂĽchtete ich in SĂĽchte, um meinen Schmerz nicht zu fĂĽhlen.
Damals war ich abhängig vom Außen.
Damals habe ich selbst nicht an mich geglaubt, und erwartete, dass andere es tun.
Damals hasste ich mich selbst, und wollte das andere mich lieben.
Damals gab es keinen Raum fĂĽr meine GefĂĽhle.
Damals wusste ich nicht, wie ich GefĂĽhle integriere - und ĂĽberhaupt: fĂĽhle.
Damals kontrollierte ich alles & jeden im AuĂźen, nur um mich selbst sicher zu fĂĽhlen.
Damals gab ich meine Selbstverantwortung in fremde Hände.
Damals wusste ich nicht, wer ich bin, weil ich damit beschäftigt war, jemand zu werden.
Damals traute ich mich nicht, mein wahres Selbst zu zeigen, aus Angst vor Ablehnung.
Damals hatte ich ein Umfeld, in dem ich mich erklären musste.
Damals konnte ich ein Nein aus SchuldgefĂĽhlen nicht aussprechen.
Damals ĂĽbernahm ich Verantwortung, die nie meine war.
Damals lieĂź ich mich ablenken.
Damals setzte ich aus Mitleid fĂĽr andere, keine Grenzen fĂĽr mich.
Damals wollte ich andere retten, und erwartete, dass andere mich retten.

Heute gebe ich mir hoch & heilig das Versprechen, mich zu trauen.
Ich verspreche mir, MEINEN Weg zu gehen - und nicht den der anderen.
Ich verspreche mir, zu springen.
Ich verspreche mir, meinem Wesen Raum zu geben, sich zu verkörpern & zu zeigen.
Ich verspreche mir, mich mit den Dingen auseinanderzusetzen, die mich wirklich interessieren.
Ich verspreche mir, meinem Herzen zu folgen.
Ich verspreche mir, mir zu erlauben, mein Sein aufblĂĽhen zu lassen.
Ich verspreche mir und bitte Gott um Hilfe, mich darin zu unterstĂĽtzen, immer das Richtige zu tun.

đź’™

Warum ich das mit dir teile? Weil es zeigt, dass aus Schmerz Hoffnung und Wachstum entstehen kann.

Du bist immer richtig, dort wo du bist.
Und dort wo du bist, gibt es immer ein Geschenk fĂĽr dich.

Seit ich diesen Text Anfang des Jahres geschrieben habe, hat sich mein komplettes Leben umgekrempelt. Ich habe eine neue Ursache gesetzt, und damit fĂĽr eine neue Wirkung gesorgt. Und du kannst das auch! đź’™

reflektionsfragen
  • Entspricht mein aktueller Beruf meiner Berufung? Was ist meine Berufung?

  • Wovor habe ich Angst? Wo vertraue ich?

  • WofĂĽr habe ich zu wenig Zeit? Wie kann ich meine Zeit besser organisieren?

  • WofĂĽr ĂĽbernehme ich Verantwortung? Wo kann ich Verantwortung abgeben?

  • Was möchte ich lernen/weitergeben? Was ist die Essenz des Lebens?

  • Was möchte ich in meiner vergangenen Entwicklungsphase lassen?

affirmationen
  • Ich habe genĂĽgend Zeit.

  • Mit Gelassenheit & Durchhaltevermögen gehe ich meinen Weg.

  • Ich erkenne das Bleibende in der Veränderung.

đź’™

Viele intensive Impulse mit denen ich dich heute in die Woche hinterlasse. Ich bin sicher, du machst was ganz Tolles da draus. đź’™

Hier noch das versprochene Video, was mich zum Teilen dieses Textes inspiriert hat:

Ganz viel SpaĂź mit dem Erkunden deiner Selbst!

Knuddelige GrĂĽĂźe geht raus,

deine Stami vom Gedankenkunst Verlag đź’™

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